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„Inspiration is a littel town in China – In Papier“

Tobias Rehberger im Berliner Haus am Waldsee

Tobias Rehberger (*1966) nimmt in seiner ersten Einzelausstellung in einer Berliner Kunstinstitution das Haus am Waldsee komplett in Besitz und verändert es auf spektakuläre Weise.

Damit setzen wir die seit 2005 verfolgte Ausstellungsreihe mit international renommierten KünstlerInnen, die in Berlin leben und arbeiten – oder, wie Rehberger, der Stadt eng verbunden sind – fort. Unter dem Titel „Inspiration is a little town in China – in Papier“ wird zum ersten Mal überhaupt Rehbergers intensive Beschäftigung mit dem Material Papier in einer eigenen Ausstellung in Deutschland vorgestellt. Wie immer setzt sein Werk auch hier neue Maßstäbe für das, was Kunst sein könnte.

Tobias Rehberger: „Ich wollte schon immer mal eine Papierausstellung machen. Papierarbeiten kommen ja heute kaum noch vor. Jedenfalls sind meine oft aus der Schublade, wo sie in der Regel nach dem Fertigstellen verschwinden. Ich mag das etwas Unverbindliche im Papier. Papier ist nicht nur geduldig, sondern auch großzügig. Aber nicht nur auf, sondern eben in Papier. Das heißt, es gibt neben den klassischen Papierarbeiten, Zeichnung, Aquarell, Gouache, Siebdruck usw. auch verschiedenste Objekte aus Papier. Bis zur Verwendung von Zigarettenpapier. Also nicht ‚works on paper‘, sondern ‚works in paper‘.“

Die Ausstellung konzentriert den künstlerisch breiten Ansatz Rehbergers auf dessen Papierarbeiten. Angefangen von Zeichnungen und Aquarellen der frühen 1990er Jahre, über tagebuchartige Collagen bis zu Serien von großformatigen Computerdrucken, sind vor allem dreidimensionale Werke und neue Rauminstallationen zu sehen.

Es werden aufwändig verpackte Geschenke, hängende Maskenobjekte und Origamilampen zu sehen sein. Im Außenraum wird ein Billboard installiert, welches die Vermischung und Einebnung visueller Informationen thematisiert. Andere Arbeiten zeigen beispielsweise naturalistische Objekte aus Papiermaché, manische Schreibmaschinenergüsse, abstrakt anmutende Skulpturen aus Termitenhügeln und es werden Räume mit handbemalten Tapeten ausgestattet.

Im Sinne eines Trägers von Schrift und Bild ist die Papierherstellung vor über 2000 Jahren in China geboren worden. Termiten stellen durch Verdauungsprozesse von Zellulose (Holz, Hanf und Gräser) hingegen seit über 200 Millionen Jahren eine Art Papier-Masse her, die sie als Werkstoff für ihre Behausung nutzen. Diese keulen-, turm- oder klumpenförmigen Termitenhügel kommen nun in der Ausstellung als Abstraktionen, welche an die westliche Nachkriegsmoderne erinnern, vor.

Der seit 2001 als Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule in Frankfurt lehrende Künstler, spannt den Bogen sowohl in zeitlicher, als auch in inhaltlicher Weise global und ganzheitlich. Damit berührt er existenzielle Fragen nicht nur der Kunstproduktion, sondern auch unseres heutigen Weltverständnisses.

Rehbergers Projekte entwickeln sich auf der Basis breiter philosophischer Fragestellungen. Gegebenheiten werden nicht einfach hingenommen, sondern kontinuierlich angezweifelt, hinterfragt und relativiert. Sein Umgang mit Objekten und Situationen entzündet sich am Grundgefühl der Unsicherheit: „Unsicherheit über das, was eigentlich so klar und einfach scheint (…) Es geht um die Ungewissheit über das, was man Kunst nennt.“ (TR in einem Interview 2014).
Kuratiert von: Katja Blomberg und Tobias Rehberger.

Wir danken der Sammlung Deutsche Bank für großzügige Leihgaben.

Katalog in Deutsch und Englisch mit einem Beitrag von Elisa Tamaschke. Verlag der Buchhandlung Walther König.

Veranstaltungen:
22. September, Künstleressen mit Tobias Rehberger und Künstlergespräch mit Kasper König. 18.30 Uhr. Nur mit Anmeldung. Eintritt 20 Euro inklusive Grill-Snack.

24. Oktober, Lesung mit David Wagner aus seinem neuen Buch „Der vergessliche Riese“ (Rowohlt). 19.30 Uhr. Eintritt inklusive Ausstellung 7/5 Euro.

1. November, Lesung mit Harald Welzer aus seinem Buch „Alles könnte anders sein“ (S. Fischer). 19.30 Uhr. Eintritt inklusive Ausstellung 7/5 Euro.

Bild: Tobias Rehberger:  Heiden Spaß 3 (Günther Jauch), 2018, Wasserfarben auf Papier, Papier: 54,1 x 37,9 cm, framed: 57 x 41 cm, Courtesy der Künstler und neugerriemschneider, Berlin
Foto: Jens Ziehe, Berlin

 


Veröffentlicht am: 13.09.2019

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