Startseite  

21.08.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Regeln für Ferienjobber

In Deutschland ist Schülerarbeit gesetzlich geregelt, um Kinder und Jugendliche vor Schaden an Leib und Seele zu bewahren. Aber gerade das erste selbst verdiente Geld ist etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil plötzlich unerfüllbar scheinende Wünsche realisiert werden können, sondern auch, weil die Zeit des Arbeitens zumeist mit wertvollen sozialen Erfahrungen verbunden ist. Daher sind Ferienjobs für Schüler zulässig, solange einige Regeln eingehalten werden. ARAG Experten informieren über diese gesetzlichen Bestimmungen bei Ferienjobs.

Das erste eigene Geld darf bereits mit 13 Jahren verdient werden, jedoch nur mit Genehmigung der Eltern und mit leichten Arbeiten wie Babysitten, Einkäufe erledigen, Zeitungen austragen oder Nachhilfeunterricht erteilen. Die maximale Arbeitszeit darf nicht länger als zwei Stunden - in landwirtschaftlichen Familienbetrieben mehr als 3 Stunden - täglich an 5 Tagen pro Woche (nicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen) im Zeitraum zwischen 8 bis 18 Uhr betragen. Einen Ferienjob dürfen sich Schüler, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, erst suchen, sobald sie 15 Jahre alt und somit Jugendliche im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes sind. Aber auch dieser Job unterliegt gesetzlichen Grenzen:

Grenzen beim Ferienjob

• Maximal 4 Wochen pro Kalenderjahr darf im Ferienjob Vollzeit gearbeitet werden. Das sind 20 Ferienjob-Tage.

• Die maximale Wochenarbeitszeit beträgt 40 Stunden.

• Täglich dürfen Jugendliche grundsätzlich nicht länger als 8 Stunden arbeiten, Pausen nicht mitgerechnet.

• Der Ferienjob darf grds. nur zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends ausgeführt werden.

• Die vorgeschriebenen Ruhepausen bei einer täglichen Arbeitszeit von 4 ½ bis 6 Stunden betragen 30 Minuten. Bei mehr als 6 Stunden muss eine Pause von einer Stunde gewährt werden.

• Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen ist der Ferienjob tabu, eine Ausnahme besteht jedoch beispielsweise in Krankenhäusern, Gaststätten und in der Landwirtschaft.

Schutz vor Gefahren
Um Jugendliche vor physischen und psychischen Gefahren zu schützen, schreibt das Jugendarbeitsschutzgesetz weitere Einschränkungen vor. Verboten sind demnach z.B. :
• Arbeiten an gefährlichen Maschinen: Säge-, Fräs-, Hack-, Spalt-, Hobelmaschinen sowie Pressen;

• Akkordarbeit und gesteigertes Arbeitstempo;

• Jobs, die mit starker Hitze, Kälte und Nässe einhergehen;

• Arbeiten unter gesundheitsschädlichen Einwirkungen wie Lärm, Strahlen und Erschütterungen;

• Arbeiten, bei denen die Jugendlichen mit giftigen, ätzenden und reizenden Stoffen in Berührung kommen könnten.

Verstößt ein Arbeitgeber gegen diese Gesetzesvorgaben, muss er tief in die Tasche greifen. Schwerwiegende Missachtungen werden sogar als Straftaten geahndet.

Steuern und Kindergeld


Jugendliche dürfen bis 8.004 Euro im Jahr steuerfrei verdienen. Geht das Entgelt für den Ferienjob (und eventuelle andere Einkünfte) darüber hinaus, ist eine Steuer-Identifikationsnummer zwingend erforderlich, denn es müssen Steuern abgeführt werden. ARAG Experten weisen ganz besonders darauf hin, dass die Eltern je nach Verdienst auch den Anspruch auf Kindergeld verlieren können.

Unfallversicherung

Laut ARAG Experten sind die fleißigen Ferienjobber über den Arbeitgeber unfallversichert. Der Versicherungsschutz ist dabei unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses oder der Höhe des Entgelts. Unbezahlte Praktika sind ebenso versichert wie Ferien-Mini-Jobs. Auch Hin- und Rückweg zur Arbeit sind versichert. Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt bei einem Arbeits- oder Wegeunfall die Heilbehandlung, die Rehabilitation sowie Lohnersatzleistungen. Daher müssen bei einem Arztbesuch weder die Krankenversicherungskarte vorgelegt, noch zehn Euro Praxisgebühr gezahlt werden. Sozialversicherungsabgaben entfallen, wenn nicht länger als 2 Monate bzw. 50 Tage im Jahr gearbeitet wird. Zudem haben Schüler das Recht auf Entgeltfortzahlung, wenn sie während des Jobs krank werden.

Auslandsjobs nicht versichert

Nach Auskunft der ARAG Experten sind Ferienjobs oder Praktika im Ausland allerdings nicht über die deutsche gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Das kann auch gelten, wenn es sich um ein deutsches Unternehmen im Ausland handelt. Daher raten die ARAG Experten dazu, sich schon vor der Abreise über die Absicherung gegen Arbeitsunfälle im Gastland unter www.unfallkassen.de zu informieren.

Lesen Sie auch diese Artikel:

Büro-Trends im Wandel der Zeit
Chefgehälter 2017
Karriere-Kick Oktoberfest
Verkäufer als Samariter
Beschäftigte ohne Lehre
Mit dem Job im Bett
Der faulste Job der Welt
Einsatz anstatt Überforderung
Fit für die digitale Welt?
Tipps für das Telefoninterview
Zwischen Bürostuhl und Babysitten
ICH CHEF, DU NIX?
Der alles am Laufen hält
Arbeitsfrust
So klappt’s mit dem neuen Job
Roboterjournalismus
Working Holiday in Australien
Die Dos and Don’ts des Duzens
Privates im Job
Weltweiter Wettbewerb um Talente
Raus aus dem Bällebad
Berufliche Weiterbildung?
Trendberufe 2017
Wege in den Beruf
Ein Schreibtisch mit Aussicht und ohne störenden Lärm
Reisen bildet – besonders in Neuengland
Jahresgespräche 2016
Weihnachtsgeld?!
Quereinsteiger?
Stolperfallen beim Home-Office umgehen
Bloggen kann jeder! Wirklich?
Urlaub, Zwischenzeugnis, Abfindung
Karrierekongress WoMenPower startet Call for Papers
Gehälter nach der Ausbildung
Zeitwertkonten nutzen, aber richtig
Zehn ausgefallene Handwerksberufe, die keiner (mehr) kennt
Chefs fürchten lustlose Mitarbeiter
Sind Subunternehmer Selbstständige?
Gehälter in TV-Produktion
Frauen im Management in Industrie 4.0
Schaeffler zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus
Arbeitnehmer zeigen Chef-Allüren die rote Karte
Arbeit 4.0-Studie
Augen auf bei Abfindungen
Wie sich Beruf und Pflege vereinbaren lassen
Dschungelcamp 2016
So beliebt sind Prominente in den sozialen Medien
Setzen Bitte!
Verstehen was die Welt antreibt
Noch nicht reif für die Insel?
Pflege auf Polnisch
Vorsatz fürs neue Jahr: Neue Sprache lernen
Krise in der Erwachsenenindustrie?
Was Arbeitgeber attraktiv macht
Produktiv auf Geschäftsreisen
Virtuelle Teamarbeit
Vom Hobby zum Beruf
Gut bezahlter Sommerurlaub
Saubere Verhältnisse
Der Weg an die Spitze
Eine Karriere in der Buchbranche?
Keine Zeit als Erfolgsprinzip?
Was Macht mit uns macht
Studenten können alles
Erfolgreich bloggen
Vom Team zum Ego und wieder zurück
Knappe Mehrheit für „Anti-Stress-Verordnung“
Die German Angst
Endlich sein eigener Chef sein!
Chefs schicken Mitarbeiter ins Ungewisse
Mein Gott, noch ein Kongress
Nikolaus, Weihnachtsmann und Christkind
Harff trifft: Stefanie Peters - Unternehmerin
Englisch: Sprachkurse als Karrierekick
Berufstätig mit Kind
AGG – Bewerben und Absagen will gelernt sein
Die Minijob-Reform droht zu kippen
Praktische Tipps für angehende Lehrer
Stress im Berufsleben senken – wie funktioniert das?
Geld verdienen neben der Uni: den richtigen Studentenjob finden
Gehaltsextras: Sprit vom Chef
Award Jungmakler/in 2011 gestartet
EVOQUE Fashion Award: Der Look der City
Der Weg in die Selbstständigkeit – Was muss ich beachten?
Gesprächsführung: So wickeln Sie den Chef um den Finger
Geringfügige Beschäftigung: Mini- und Midijobs
Personalarbeit: Facebook, Xing und Co. kaum befragt
BVDW: Rechtsicherheit für Internetagenturen und Online-Dienstleister
Neuer Trend: Untermiete auch im Job
Gewusst WIE! Erfolgreich zum Traumjob - richtig bewerben
Seedcamp sucht Existenzgründer im Web-Business
Studienförderung für Berufstätige
Traumjobs - Gute Arbeitsplätze sind gar nicht so weit weg
XING - das bekannteste und meistgenutzte Business-Netzwerk in Deutschland
Regus-Umfrage: Die 10 Büro-Todsünden der Deutschen
Deutschlands beste/r Sekretär/in 2010 gesucht
Stress am Arbeitsplatz nimmt weltweit zu
Wer ist Deutschlands beste/r Sekretär/in?
Faxversand ist „out“
„Ich-AG“ auf sicherem Fundament
Ein-Mann-Shops-Betreiber verzichten auf Urlaub
Wunschträume von Verkäufern
Trend-Studie: Führungskräften scheuen Jobwechsel
Fünf coole Tipps für sommerliches Arbeiten
50.000 neue Außendienstler/innen gesucht
Fremddenken statt Fremdsprache erlernen
Wirtschaftskrise: Gehaltseinbußen bei Topmanagern
sekretaria.de startet Blog für Sekretäre
Online-Seminare: Neues Portal startet
Traumberuf Finanz- und Versicherungsmakler
Mini GmbH – 1 Euro Startkapital
Zeitbombe Generationenwechsel
Öffentlichen Dienst: Rechtschreibung "unwichtig"
Persönliche Strategien für Arbeitnehmer in der Krise
Rechnungswesen sucht dringend Nachwuchskräfte
Ökosoziale Gründer gesucht
zen@work – Manager und Meditation
Beste Ausbilder gesucht
Führungskräfte nutzen berufliche Netzwerke
Berufsbild Qualitätsmanager: Wichtige Aufgaben, gutes Gehalt, hohes Ansehen
Nie ist jemand da, wenn man ihn braucht!
Kostenloses Online-Seminar „Kaufmännisch rechnen mit Excel“
Existenzgründer Tipp
Finanzspritze für private Weiterbildung
Wie wichtig ist korrekte Rechtschreibung in deutschen Behörden?
Berufliche Qualifizierung - das Finanzamt sponsert
Brand NEU - Jeans im Party-Verkauf
Die Rollenden Friseure: Neues Franchisekonzept
Versicherungsvermittler verzweifelt gesucht
Jobwechsel: Zwischenzeugnis am besten ohne Not einfordern
Ingenieure verdienen in Stuttgart am meisten, in Dresden am wenigsten
Der Job der Zukunft: Sportmentaltrainer
Fremdsprachenkenntnisse im Job sind ein Muss
Online-Landesführer hilft China-Auswanderern
„Working Holidays“ für Pferdefreunde
Elite bedeutet Lebenskunst jenseits der Gier
Umweltschutz und Bio sichern Arbeitsplätze
Gründen 50 plus - Neuer Online-Workshop
Top-Talenten auf der Spur
Mit Empathie zum Erfolg
Arbeitsklima gar nicht prima
Bank-Angestellte machen nicht mehr mit
WIE DIE LIEBEN KOLLEGEN TICKEN
Dresscodes beachten
Kleines Lexikon des Konflikt-Managements
Das ABC der Firmengründung
Einen guten Manager spürt man nicht
Högschd unsouverän
Multimedia-Bewerbungen
IT-Karriere mit heise jobs planen
Traumjob mehr wert als ein hohes Gehalt
Leiharbeit auf dem Vormarsch
Deutschland fehlt Medizinernachwuchs
Mein neuer Job! Impuls für Ihre Karriere
Chaotischer Arbeitsplatz als Karrierekiller?
Wenn die Karriere winkt: Umzug für den Traumjob
Einsteigen - durchstarten: Karrierewege für mobile Wissenschaftler
Die besten Talente finden!
Zahl der Doktortitel-Träger wächst
IT-Gehälter weiter auf Wachstumskurs
Jeder fünfte Berufstätige denkt ans Auswandern
Die Gebrüder Grimm und der Fachkräftemangel
Fitte Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens
Brückentage 2008 clever nutzen
Mit den Kollegen per Du
forsa: Bewerber mit 45plus können mit Weiterbildung punkten
PowerPoint-Schaumschläger und die Qualen der Zuhörer
Job und Karriere
Büro-Knigge: Duzen oder Siezen?
12 Prozent mehr Nutzer auf Online-Jobbörsen

 


Veröffentlicht am: 20.06.2011

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit