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KULTurINSEL Sylt: Auf den Spuren von Emil Nolde

Schritt für Schritt führt er durch und in die Welt großer Literaten, Philosophen, Verleger und Maler: der „Kampener Kunstpfad“. 22 Bronzeguss-Platten erinnern im einstigen „Künstlerdorf“ an Persönlichkeiten wie Siegward Sprotte, Peter Suhrkamp oder Thomas Mann. Allen gemein: die tiefe Verbundenheit zur Insel, die ihnen als Quelle der Inspiration und Rückzugsort diente. Emil Nolde etwa vollendete auf Sylt sein weltbekanntes Gemälde „Badestrand“. Heute Anlass auch für regelmäßige Verbindungen zwischen der Insel und dem Festland.

Seit 2008 ist der Kampener Kunstpfad im wahren Wortsinn „im Entstehen begriffen“: Das Konzept des Pfades, das Vermächtnis des 2004 verstorbenen Künstlerphilosophen Siegward Sprotte, ist der Prozess als solcher. 22 Platten wurden seit der Grundsteinlegung nach und nach installiert; 30 sollen es werden. Schritt für Schritt wird der Besucher so mit den Persönlichkeiten der Sylter „Kultur-Geschichte“ vertraut gemacht — und zugleich durch Kampen geführt. Zum Standort des ehemaligen Künstlerlokals „Ziegenstall“ beispielsweise oder zur einstmals von Clara Tiedemann geführten Pension Haus Kliffende. In dessen unmittelbarer Nähe, am Riperstig, findet sich auch Stele Nummer vier, die dem Maler Emil Nolde gewidmet ist.

Als einer der führenden Persönlichkeiten des Expressionismus verbrachte Nolde 1930 mehrere Monate auf Sylt, da sein Wohn- und Atelierhaus auf der Warft Seebüll renoviert werden musste. Unmittelbar vor der eigenen Haustür fand er auf der Insel nicht nur den Frieden zum Malen, sondern auch Muße und Erholung: „Wie ein Trunkener lief ich stundenlang den Strand entlang oder durch den flüssigen Sand der Dünen.“ Inspiriert von der Künstlerinsel Sylt vollendete er hier bedeutende Arbeiten wie „Badestrand“ und fand Anregung für sein weiteres Wirken: „Die Wanderungen auf dem festen Sand das Meer entlang waren meine Lust.“

Lust machen auf Noldes Werke und auf sein Leben – auch das ist Ziel der „Nolde-Lounge“ in Westerland. Direkt an der Strandpromenade gelegen sind in der Lese-Lounge neben Reproduktionen bekannter Werke auch historische Fotos des Künstlers zu sehen — täglich zwischen 9 und 19 Uhr. Darüber hinaus herrscht reger Shuttle-Verkehr zwischen Sylt und dem einstigen Wohnort Noldes auf dem Festland: Haus Seebüll. Das Anwesen mit seinem herrlichen Garten und dem im Stile des 20er-Jahre-Bauhaus von Nolde selbst entworfenen Wohnhaus, das sich bugartig auf der Warft erhebt, wird heute als „Nolde Stiftung Seebüll“ geführt. In Jahresausstellungen mit wechselnden Schwerpunkten sind hier die wichtigsten Arbeiten des Malers zu sehen; insgesamt über 130 Exponate aus unterschiedlichen Schaffensphasen.

Den Schwerpunkt der aktuell 55. Jahresausstellung setzen die „Frauenbilder“ des Künstlers, darunter auch jene Werke, die seine Ehefrauen Ada und Jolanthe zeigen. Sonderausstellungen beschäftigen sich zudem mit Noldes Aufenthalt in Japan („Morgensonnenland“) sowie die auf Utenwarf entstandenen und als „freie Erfindungen“ bekannt gewordenen Arbeiten („Phantasien“). Die lange Jahre nicht öffentlich gezeigten, farbintensiven Aquarelle bieten einen einmaligen Einblick in Noldes fantasievolles Schaffen.

Das einstige Atelier im Erdgeschoss des Hauses beherbergt darüber hinaus die religiösen Bilder des Malers, darunter das herausragende neunteilige Werk „Leben Christi“. Nolde selbst hielt die Arbeiten dieses Kanons für die wichtigsten seines Lebens. Bei den Rezipienten seiner Zeit jedoch waren sie höchst umstritten.

Öffnungszeiten Nolde Stiftung Seebüll:
26. Februar bis 30. November: 10 bis 18 Uhr
Juni bis September: zusätzlich donnerstags bis 20 Uhr
www.nolde-stiftung.de

Wer auch jenseits von Kampen auf den Spuren Emil Noldes wandeln will, findet dabei sowohl bei der Sylter Verkehrsgesellschaft als auch bei DB AutoZug attraktive Ticket-Pauschalen für die Strecke Sylt-Seebüll: Jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags fährt der „Nolde-Shuttle“ ab Westerland Bahnhof zum Haus und Garten des Malers in Seebüll (Abfahrt: 9.52 Uhr). Ein Tagesticket inklusive Museumseintritt für Erwachsene kostet 22 Euro, für Kinder 15,50 Euro. Die Tickets müssen bis 16 Uhr des Vortages gelöst werden.

Noch bis zum 30. November bietet auch der DB AutoZug ein Tages-Kombiticket „Nolde“ an: Der Preis von 69 Euro beinhaltet die Fahrt mit dem Sylt Shuttle ab Westerland nach Niebüll und zurück (inklusive Pkw) sowie den Eintritt für bis zu vier Personen (Erwachsene und/oder Kinder) in die Nolde Stiftung Seebüll.

 


Veröffentlicht am: 21.08.2011

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