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Goldener Spätsommer, rutschiger Herbst

Schlechte Sicht wegen Nebel, nasses Laub auf dem Asphalt, die flach stehende Sonne, die blendet – der Herbst ist für Autofahrer eine gefährliche Zeit. Wer seine Fahrweise jedoch an die Straßenverhältnisse anpasst, kann Unfälle vermeiden, wissen die ERGO Experten: "Autofahrer sollten unbedingt beachten, dass sich der Bremsweg bei Nässe stark verlängert. Daher muss der Sicherheitsabstand zum Vordermann mindestens doppelt so groß sein wie auf trockenen Straßen." Bei Nebel gilt die Faustregel: Sichtweite gleich Sicherheitsabstand. Auch ein gemäßigtes Tempo senkt die Risiken.

Die ERGO Experten raten zudem, ab Oktober auf Winterreifen zu wechseln. Wichtig ist auch der richtige Durchblick: Wegen der ohnehin ungünstigen Sonneneinstrahlung sind blitzblank geputzte Scheiben ein Muss. Um selbst besser erkannt zu werden, empfiehlt es sich, auch tagsüber mit Licht zu fahren. Vorsicht ist gerade in der Nähe von Waldgebieten angebracht: Jetzt sind Hirsche und Rehe häufig unterwegs. Taucht Wild an der Straße auf, sollte man bremsen, kurz aufblenden oder hupen: "Auf keinen Fall darf man unkontrolliert ausweichen", warnen die ERGO Experten. "Sonst riskiert man womöglich eine lebensgefährliche Kollision."

Wenn Laub zur gefährlichen Rutschbahn wird

So schön buntes Herbstlaub auch aussieht – unter den Schuhsohlen kann sich eine Schicht aus nassen Blättern schnell in eine glitschige Rutschbahn verwandeln. Kein Wunder, dass Versicherungsexperten das Laub auf dem Asphalt auch "Glatteis ohne Frost" nennen. "Hauseigentümer sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Wege vor ihrem Haus gefahrlos benutzt werden können", betonen die ERGO Fachleute. "Und dazu gehört im Herbst die Beseitigung von Laub." Sollten Fußgänger dort stürzen und sich verletzen, können sie nämlich unter Umständen Schmerzensgeld oder Schadenersatz fordern. "Am besten ist es, das Laub im eigenen Garten zu entsorgen", raten die ERGO Experten. "Denn dort leistet es durchaus noch nützliche Dienste: Es kann als Frostschutz für die Pflanzen oder später als Kompost verwendet werden." Sofern die Menge aber überhandnimmt, kann man sich bei den Abfallbetrieben der Gemeinde erkundigen, wo das Laub entsorgt werden kann. Wenn trotzdem einmal ein Passant auf dem Blätterteppich ausrutscht, kommt in der Regel die Gebäudehaftpflichtversicherung des Hauseigentümers für die finanziellen Folgen auf.

Verstopfte Rinnen und Abflüsse können teure Folgen haben

Wenn die Tage allmählich wieder kürzer werden, ist es an der Zeit, das Haus für Stürme und Unwetter bereit zu machen. Dabei fällt Haus- und Gartenbesitzern vor allem das Herbstlaub zur Last. "Man sollte auf keinen Fall vergessen, Dachrinnen und Abflussrohre von Blättern und Moosen zu befreien", erklären die ERGO Experten. Denn mit der Zeit verwandelt sich das Laub zu einer dicken, wasserdichten Masse: "Wenn das Wasser vom Dach oder vor Ablaufgittern nicht mehr abfließen kann, wird es sich einen anderen Weg suchen."

Es empfiehlt sich, Dachrinnen und Fallrohre vor dem ersten Frost zu reinigen. Denn ansonsten besteht sogar die Gefahr, dass Wasser ins Mauerwerk eindringt. Wer sich die mühsame Arbeit ersparen möchte, kann sich einen netz- oder gitterartigen Laubschutz besorgen. "Auch Gullys und Straßenrinnen dürfen nicht verstopfen. Daher sollte man das Laub von den Gehwegen auf keinen Fall dort hineinkehren", warnen die ERGO Experten. "Sonst steht beim nächsten Gewitter womöglich der Keller unter Wasser." Ratsam ist zudem, alle Gullys nahe dem Haus regelmäßig zu prüfen: Wenn sich eine Verstopfung erkennen lässt, sollte man dies seiner Gemeinde melden.

Quelle: ERGO

 


Veröffentlicht am: 01.09.2011

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