Startseite  
 

 


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Im Gespräch mit Tilo Eber - Freestyler und künftiger Lateinlehrer

Tilo Eber ist Deutschlands bester Freestyler. In Bayern geboren, hat der der 25-Jährige Latein- und Sportstudent in Kiel gerade seinen Bachelor-Abschluss gemacht und liegt in der PWA Weltrangliste auf Platz 15. Was den Bayern nach Norden verschlagen hat und wie er sich seine Zukunft vorstellt, verrät er in einem Interview.

Wie kommt einer, der im bayerischen Nördlingen aufwächst, zum Windsurfen?
Tilo Eber:
Mein Vater Manfred war ein Windsurfer der ersten Stunde, ist bei Meisterschaften mitgefahren und hat selber Boards gebaut. Durch ihn bin ich zum Windsurfen gekommen.

Wann hast Du Deine Liebe zum Windsurfen entdeckt?
Tilo Eber:
Ich habe in meiner Kindheit Tennis und Golf gespielt, im Winter bin ich Skirennen gefahren und habe Eishockey gespielt. Ich bin schon immer gern gesurft, war aber ebenso eine Art Urlaubs-Surfer, weil bei den Bedingungen in Bayern nicht viel mehr drin war als auf einem See hin und her zufahren.

Wann kam der Knackpunkt?
Tilo Eber:
Ich habe mit 17 Jahren Freestyler gesehen, die auf einem See unglaubliche Tricks und Sprünge gemacht haben. Da erkannte ich, was man so alles mit Board und Segel anstellen kann und habe mein ganzes Leben auf das Windsurfen ausgerichtet.

Wie sah das aus?
Tilo Eber:
Nach dem Abi habe ich auf Norderney Zivildienst und windsurf-technisch unheimliche Fortschritte gemacht. Danach habe ich in Kiel ein Sport- und Lateinstudium begonnen und am 20. Juli, einen Tag bevor ich zum World Cup nach Fuerteventura geflogen bin, meinen Bachelor gemacht.

Wie geht es für Dich jetzt sportlich und beruflich weiter?
Tilo Eber:
Ich werde meinen Master machen und gleichzeitig die PWA World Tour mitfahren. Bisher habe ich das ganz gut unter einen Hut gekriegt. Sportlich will ich unter die besten Zehn der Welt fahren, dass müsste zu schaffen sein.

Was reizt Dich am Freestyle?
Tilo Eber:
Das ist eine sehr technische Disziplin, die sich immer weiter entwickelt. Während man beim Waveriding mit drei bis vier Moves und Sprüngen Weltmeister werden kann, braucht man hier 20 - 30 Tricks und Manöver und man muss immer wieder was Neues einbauen, sonst hat man keine Chance.

Waveriding hat Dich nie interessiert?
Tilo Eber:
Ich glaube, dafür habe ich zu spät angefangen. Da braucht man viel Erfahrung und bei den Sprüngen das nötige Timing. Außerdem muss ich ehrlich sagen, da gehört schon was dazu, dermaßen hoch zu springen und dann noch Loopings zu veranstalten. In meinem Alter wird man da schon etwas nachdenklich.

Was können wir von Dir beim Reno Windsurf World Cup Sylt erwarten?
Tilo Eber:
Ich bin das erste Mal beim World Cup am Start, im vergangenen Jahr habe ich mich kurz zuvor verletzt. Ich will unter die Top-Ten kommen, die schwierigen Bedingungen auf Sylt kenne ich von den Deutschen Meisterschaften.

Auf was muss man am Brandenburger Strand achten?
Tilo Eber:
In Bonaire kann ich ein Segel mitnehmen und damit den ganzen Contest bestreiten. Auf Sylt ist das nicht möglich. Dort gibt es hohe Wellen und Ostwind oder Flachwasser und Südwind. Man muss auf alles gefasst sein, aber das ist der Reiz an Sylt, weil es eben so abwechslungsreich ist.

Abwechslungsreich sind dort auch die legendären Partys, von denen Du bestimmt schon mal etwas gehört hast.
Tilo Eber:
Klar, da mache ich gern mit. Schön ist, dass meine Freundin und meine Bekannten auch dabei sind. Da kommen heimische Gefühle auf, auch wenn ich eigentlich aus Bayern stamme.

Wie ist eigentlich das Verhältnis zu den anderen Freestylern?
Tilo Eber:
Sehr freundschaftlich. Wir reisen das ganze Jahr zusammen um die Welt und kommen gut miteinander aus. Feindseligkeiten gibt es nicht.

Ist es etwas Besonders, mit Weltmeistern wie Jose Estredo oder dem neuen Titelträger Steven van Broeckhoven zusammen zu surfen?
Tilo Eber:
Ehrlich gesagt, war und ist mir das egal. Ich habe meine Moves immer mit Freunden ausprobiert und wenn sie geklappt haben, haben sich alle gefreut. Ob da nun ein Weltmeister zu schaut oder nicht, kümmert mich nicht.

Welches Hobby hat neben dem Windsurfen bei Dir noch Platz?
Tilo Eber:
Ich spiele gern Golf, habe ein Handicap von zehn und war mal im bayerischen Landeskader.

Wie lautet Dein Lebensmotto?
Tilo Eber:
Nimm alles mit, was geht, aber alles zu seiner Zeit.

Was machst Du nach Deiner Windsurf-Karriere?
Tilo Eber:
Ich werde ein gemütlicher Lateinlehrer, mit einem Haus und Kindern und spiele in meiner Freizeit Golf.

 


Veröffentlicht am: 17.09.2011

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 



Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet - unser Partner für WebDesign, CMS, SEO, ...
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit