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Friaul Julisch Venetien: Route der Votiv- und Feldkirchen

Friaul Julisch Venetien ist reich an kleinen Feldkirchen. Sie entstanden, um die Christianisierung des ländlichen Raums zu unterstützen, die hier sehr langsam vor sich ging, wegen des hartnäckigen Festhaltens an alten heidnischen Kulten. Sie haben keine großen stilistischen oder ästhetischen Ansprüche, aber sind sehr anmutig in ihrer Schlichtheit, als Ausdruck des religiösen Lebens einer ländlichen Gemeinschaft und ganz allgemein der Volkskultur.



Sie sind einschiffig und west-östlich ausgerichtet, wie es Brauch war, und in einigen sind die ursprünglichen Fresken noch in gutem Zustand. Die realistisch dargestellten Personen waren die Dörfler selbst, die bei der täglichen Arbeit dargestellt wurden: die Männer arbeiten auf den Feldern und bei der Weinlese, die Frauen spinnen Seide, sammeln Rüben oder widmen sich den Hausarbeiten.

Diese kleinen Kirchen wurden oft auf den Resten früherer römische Tempel  erbaut, in der Nähe der großen Verbindungsstraßen, und einige stehen noch heute außerhalb der Ortschaften. Verschiedene Routen gestatten es, den Spuren dieser alten Straßen zu folgen.



Die Kirche der Heiligen Andreas und Anna in Perteole (Ruda), mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert, steht an einer alten Römerstraße, die Aquileia mit Cividale verband; später zogen hier die Pilger vorbei, die von Norden in Richtung Heiliges Land wollten. An derselben alten Straße steht auch die Kirche San Marco in einem der "schönsten Dörfer Italiens", Clauiano (Trivignano), die Kapelle von Colloredo in Aiello del Friuli und in Campolongo al Torre die Kirche San Leonardo, mit den typischen zweifarbigen Dachschindeln aus Holz.

An der Via Annia dagegen stehen in Terzo di Aquileia die Kirche San Martino, ein kleines Juwel wegen des Reichtums seiner Fresken, die zu verschiedene Zyklen gehören, vom 11. bis zum 16. Jahrhundert, die Kirche des Friedhofs von Malisana (Torviscosa), die vor kurzem restauriert wurde, und die Kirche Santa Maria in Vineis im malerischen mittelalterlichen Dorf Strassoldo (Cervignano del Friuli).



An der Stradalta schließlich, die wahrscheinlich der alten Via Postumia entspricht, sieht man die Votivkapelle Sant'Andrea in Gris (Bicinicco), eine der schönsten der Region, da sie vollständig mit Fresken bemalt ist, die aus dem Jahr 1531 stammen und noch gut erhalten sind, darunter ein berühmter Teufel, der die Seelen fängt und verschlingt. Der Freskenzyklus gehört zur "Bibel der Armen", deren Absicht es war, den Leute jener Zeit zu helfen, die Heilige Schrift zu verstehen.

Zwischen Bicinicco und Castions di Strada gibt es weitere kleine Kirchen: San Giorgio, San Marco, San Martino und Santa Maria delle Grazie.

Fotos: Archivio TurismoFVG, Gabriele Crozzoli, Fabio Iardino, Marco Milani, Mario de Nardo, Alessandro Savella

 


Veröffentlicht am: 04.10.2011

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