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27.05.2017

 

 

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Oregons dunkle Seiten

Halloween ist die Zeit des Jahres, in der Unheimliches und Gruseliges im Vordergrund stehen. Also genau der passende Anlass, um mal etwas Licht in Oregons dunkle Seiten zu bringen und dabei für ein wenig Gänsehaut zu sorgen. Selbstverständlich gibt es für die folgenden Ereignisse und Phänomene eine völlig rationale Erklärung. Oder doch nicht...? 

Die Geister, die ich rief...


Ganzjährig buchbar ist die Beyond Bizarre Ghost Tour vom Veranstalter Portland Walking Tours, denn immerhin handelt es sich hierbei nicht um irgendwelchen Hokuspokus zu Halloween, sondern um echte Geister – und die richten sich bekanntlich nicht nach offiziellen Terminen und Kalendern, sondern tauchen dann auf, wenn es ihnen passt. Anders als bei vergleichbaren Angeboten gibt es bei Portland Walking Tours keine Mitarbeiter in Monsterkostümen, die hinter der nächsten Ecke hervor springen, um die Teilnehmer in Angst und Schecken zu versetzen – hier geht es mit technisch hochwertigem, professionellen Equipment auf echte Geisterjagd.

Die Tour, die in Zusammenarbeit mit zwei Experten für Übernatürliches entwickelt wurde, führt unter anderem zu Old Town Pizza, wo man „Nina“ begegnen kann. Heute eine Pizzeria, befand sich in dem Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts ein Hotel, in dessen Aufzugschacht die junge Frau tot aufgefunden wurde. Seitdem hat sie das Hotel nicht mehr verlassen...

Darüber hinaus gibt es reichlich wissenswerte Fakten über die Suche nach paranormalen Phänomenen, verschiedene Spuk-Gattungen werden vorgestellt (sieben an der Zahl, darunter besessene Objekte und Poltergeister), man lernt Scharlatanerien von echten Geistererscheinungen zu unterscheiden und noch so einiges andere, was man im Umgang mit Gespenstern und anderen übernatürlichen Zeitgenossen wissen sollte.

Auf Grund der saisonbedingten steigenden Nachfrage rund um Halloween, wird die Tour zwischen dem 12. und 31. Oktober 2011 zweimal täglich angeboten, dabei gibt es eine Version für Familien sowie eine nicht jugendfreie Variante.

Shanghaiing in Portland

„Wie vom Erdboden verschluckt...“ - ansonsten eher im übertragenen Sinne gebraucht, konnte man diesen Satz im Portland des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts durchaus wörtlich nehmen.  
 
Von 1850 bis 1941 war „Shanghaiing“ in der Stadt weit verbreitet: Eine illegale Methode, bei der arbeitstaugliche Männer gekidnappt wurden und sich dann an Bord eines Schiffes wiederfanden, wo sie in sklavenähnlichen Verhältnissen schuften mussten, während ihre Entführer reichlich Geld für die fette Beute kassierten.

Die armen Kerle wurden im wahrsten Sinne des Wortes vom Erdboden verschluckt, denn in der Regel verschwanden sie durch eine der zahlreichen Falltüren („deadfalls“), die in Portlands Untergrund führten, auf Nimmerwiedersehen. Diese Vorgehensweise brachte Portland die Beinamen „Unheavenly City“ und „Forbidden City“ ein. Zur Zeit der Prohibition zogen auch die Saloons und Kneipen Portlands in den Untergrund um und Portlands Unterwelt entwickelte sich regelrecht zu einer eigenen Stadt.

Der Veranstalter Portland Underground bietet mit den Touren durch die Katakomben der Stadt einen interessanten, lehrreichen Einblick in dieses eher dunkle Kapitel von Portlands Vergangenheit an. Ein leichtes Unwohlsein beim Gang durch die Tunnel ist angesichts der Geschichte des Ortes vorprogrammiert.

Mehr als bloß ein leichtes Unwohlsein versprechen die auf Anfrage buchbaren Shanghai Tunnels Ghost Tours. Denn welcher Platz ist als Aufenthaltsort für Gespenster und ruhelose Seelen besser geeignet als diese Katakomben mit ihrer bewegten  Vergangenheit…

Romantisches Gruseln in Oregons „Light Houses“

Besonders beliebte Aufenthaltsorte für Geister scheinen die Leuchttürme an Oregons Küste zu sein. Viele der Gebäude können auf eine Reihe unheimlicher Ereignisse im Laufe der Jahre zurück blicken und laden so auf eine schauerlich-schöne Entdeckungsreise der Oregon Coast ein.

Rund zwei Kilometer vor der Küste Oregons befindet sich auf einem Felsen mitten im Meer Tillamook Lighthouse. Der 1880/1881 erbaute Leuchtturm ist auch unter dem Namen „Terrible Tilly“ bekannt. Indianischen Legenden zufolge steht er an einem von bösen Geistern heimgesuchten Ort – und tatsächlich scheint in diesem alten Glauben ein Körnchen Wahrheit zu stecken. Noch bevor der erste Stein gelegt war, kamen bei einem schrecklichen Sturm nahe des Felsens 25 Fischer ums Leben. Zeugen dieses furchtbaren Ereignisses wollen ein geisterhaftes Schiff gesehen haben, dass sich seinen Weg durch die Wracks der kleineren Fischerboote bahnte, als ob es die Seelen der Ertrunkenen einsammeln wolle.

Unheimliche Geräusche im Leuchtturm gehörten zur Tagesordnung, und in den 1950er Jahren wurde von der Besatzung eines Bootes der Küstenwache inmitten dichten Nebels ein Geisterschiff gesichtet - möglicherweise die Lupatia, die im Januar 1881 kurz vor Inbetriebnahme des Leuchtturms nahe des Felsens unterging. Seit 1957 ist der Leuchtturm nicht mehr in Betrieb. Heute befindet er sich in Privatbesitz und dient als letzte Ruhestätte und Urnenhalle.

Auch Heceta Head Lighthouse bei Florence hat seinen eigenen Geist – die “Lady in Gray”. Sie war die Frau des stellvertretenden Leuchtturmwärters Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Tochter durch Ertrinken beging die „Lady in Gray“ aus Verzweiflung Selbstmord und findet seither keine Ruhe. Das ehemalige Leuchtturmwärterhaus ist heute ein gemütliches kleines Bed & Breakfast, und mit ein bisschen Glück (oder auch nicht) begegnet man der „Gray Lady“ auf einem ihrer Streifzüge. Zumindest wenn man den Erzählungen einiger Gäste Glauben schenken darf, die dem freundlichen Geist begegnet sein wollen...

Im Yaquina Bay Lighthouse nahe Newport geht seit über 100 Jahren der Geist von Captain Evan MacClure um. Der Captain, der 1874 ums Leben kam, wurde häufiger in Häusern und Tavernen der Umgebung gesichtet, auf der unermüdlichen Suche nach einem Heim und einer Partnerin. Sein Heim fand der Geisterkapitän schließlich im Yaquina Bay Lighthouse, und auch der Wunsch nach einer Partnerin wurde bald danach erfüllt: Die Tochter eines Kapitäns, die mit ihren Freunden nahe des Leuchtturms picknickte, lief zurück zum Turm, um einen vergessenen Schal zu holen. Als die Freunde ihren Schrei hörten und zu ihrer Hilfe eilen wollten, fanden sie die Tür des Leuchtturmes verschlossen vor, von dem Mädchen fehlte jede Spur. Allerdings wurde der Geist von Captain MacClure seitdem häufiger in Begleitung einer jungen Frau gesichtet…

Natürlich hat auch der meistbesuchte Leuchtturm des Staates, Yaquina Head Lighthouse, einen eigenen Geist beziehungsweise sogar zwei. Der Legende nach stürzte ein Arbeiter während des Baus zu Tode – sein Körper konnte nicht geborgen werden und auch seine Seele soll sich noch im Leuchtturm befinden… Die andere ruhelose Seele gehört Herbert Higgins, in den 1920ern stellvertretender Wärter des Leuchtturms. Higgins schleppte sich schwer krank zur Arbeit und verstarb auf den Stufen des Turms noch bevor er das Leuchtfeuer entzünden konnte. Der pflichtbewusste Mann hat der Legende nach seinen Arbeitsplatz nie mehr verlassen. Die beiden übernatürlichen Zeitgenossen verhalten sich aber verhältnismäßig ruhig und Besucher bei Tage haben eigentlich nichts zu befürchten…

Zu Besuch in Halloween Town

Ein Muss für Familien und Filmfans an Halloween ist ein Besuch des Städtchens St. Helens in der Nähe von Portland. St. Helens diente als Kulisse für den Film Halloween Town (1998) und für die Twilight-Reihe (seit 2008) und ist damit für dieses Thema prädestiniert. Jede Menge Aktivitäten rund um Halloween, farbenfrohe und gruselige Dekorationen und verkleidete Einwohner und Ladenbesitzer laden an jedem Wochenende im Oktober zum Gruseln und Spaß haben ein. Kostümierte Besucher erhalten in zahlreichen Geschäften und bei vielen Attraktionen Ermäßigungen. Es lohnt sich!

Eine Karte, die in vielen Geschäften kostenfrei erhältlich ist, führt zu den Schauplätzen der berühmten Filme. Und dann gibt es da natürlich noch den „Scarecrow Contest“, den Wettbewerb um die schönste Vogelscheuche. Eine phantasievoller als die andere, zieren die bunten und gruseligen Gesellen die Straßen von St. Helens. Und mit etwas Glück kann man bei der Wahl seines Favoriten sogar noch ein paar schöne Preise gewinnen!

Noch mehr Halloween in Oregon gibt es hier: www.guidetooregon.com/html/events-halloween.html

Weitere Informationen

Weitere Informationen (meist in englischer Sprache) erhält man auf den im Text genannten Websites. Portland, der wirtschaftliche und kulturelle Nabel des Staates, ist von Amsterdam mehrmals pro Woche nonstop mit KLM-Delta leicht zu erreichen. Deutschsprachige Informationen zu Oregon gibt es auch im Internet: Unter www.TravelOregon.de kann der “Beaver State” rund um die Uhr besucht werden.

Für Fragen rund um Oregon steht das Fremdenverkehrsbüro gerne zur Verfügung:

Travel Oregon, c/o Wiechmann Tourism Service GmbH
Scheidswaldstraße 73
60385 Frankfurt,
Telefon +49 69 25538240
Telefax +49 69 25538100

 


Veröffentlicht am: 11.10.2011

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