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Franche-Comté - die Kunsthandwerks-Region

Die Menschen aus der Franche-Comté sind bekannt dafür, besonders viel Wert auf Qualität und Genauigkeit zu legen. Ein Grund, warum traditionelle Kunsthandwerke in der ostfranzösischen Region nicht nur in vergangenen Zeiten, sondern auch heute noch eine große Rolle spielen. Zu sehen ist das an den vielen Betrieben, in denen Spielzeug, Uhren, Pfeifen, Diamanten, Brillen und Produkte aus Spitze und Glas gefertigt werden – und in den Museen, die Besuchern die Faszination dieser Kunsthandwerke näher bringen.

Präzision und Qualität: Uhrmacherei


Die Uhrmacherei hat in der Franche-Comté eine lange Tradition. Die Nähe zur Schweiz weist darauf hin: Hier werden Uhren allerhöchster Qualität gefertigt, die auf der ganzen Welt getragen werden.

Die berühmteste Uhr aus der Region ist dabei sicherlich die Comtoiser Standuhr – zu Recht fester Bestandteil des Erbes der Region. Sie wurde im Jahr 1660 erfunden und zeichnete sich durch eine besonders lange Betriebszeit aus: Während die kleinen Uhren der damaligen Zeit alle 24 Stunden aufgezogen werden mussten, schwangen die Pendel der Comtoiser Standuhr eine ganze Woche lang.

Heute stehen Marken wie Pequignet, Yema, Silberstein oder Michel Herbelin für den Erfolg und guten Ruf dieses comtoiser Kunsthandwerks. Eine tolle Geschenkidee sind übrigens die Uhren der Marke Akteo: Die Designer setzen auf den Zifferblättern dieser Armbanduhren die verschiedensten Themen wie etwa Musik, Märchen oder Tiere um.

Seit dem 1. Oktober können Besucher entlang einer Uhrenstraße, der "route de l’horlogerie“, insgesamt 94 Stätten, wie etwa Museen oder Betriebe, rund ums Thema Uhrenhandwerk besichtigen.

Die Kristallglasfabrik von Passavant-la-Rochère

In Passavant-la-Rochère, im Nordwesten der Franche-Comté, befindet sich die älteste noch arbeitende Glashütte Frankreichs. Dort fertigen Glasbläser durch Blasen, Drehen und Schwenken bereits seit 1475 kunstvolle Gefäße wie Karaffen, Vasen und Schalen in den verschiedensten Formen und Farben. Bewunderer dieses Handwerks können in Passavant-la-Rochère ausschließlich einzigartige Stücke erwerben, deren Echtheit die Gravur ?La Rochère“ bestätigt. Die Erzeugnisse der comtoiser Glashütte werden übrigens in die ganze Welt verkauft und große Marken wie Nina Ricci, Moët et Chandon, Veuve Cliquot, Mumm und Carte d’Or haben sich die Fachkenntnisse der Glasbläser aus Passavant-la-Rochère zunutze gemacht.
Weitere informationen: www.larochere.com

Von Pfeifen und Diamanten im Jura-Gebirge

Saint-Claude ist nicht nur eine Stadt für Naturliebhaber, denen sich hier im Regionalen Naturpark Haut-Jura eine idyllische Bergkulisse bietet. Sie ist auf der ganzen Welt auch für ihre Tabakpfeifen bekannt. Gefertigt werden diese aus Bruyère-Holz, dem Wurzelholz der Baumheide, das man heute für alle Holzpfeifen verwendet.

In Saint-Claude können Besucher diesem traditionellen Handwerk bei einem Besuch im Pfeifen- und Diamanten-Museum näher kommen. Dort wird neben der Pfeifenherstellung auch das Edelsteinschleifen, ein weiteres traditionelles Handwerk, erklärt. Außerdem können die Besucher Edelsteine, Pfeifensammlungen sowie Werkzeuge und Maschinen dieser Kunsthandwerke aus früheren Zeiten bewundern – und feststellen, dass diese Traditionen von den lokalen Handwerkern auch heute noch hochgehalten werden.
Weitere informationen: www.musee-pipe-diamant.com

Spitze aus Luxeuil-les-Bains

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Luxeuil-les-Bains, einer Stadt im Norden der Haute-Saône, mit Einflüssen aus Venedig, Mailand und Brügge das Klöppelhandwerk zur Herstellung von Spitze. Schon bald hob sich die Spitze aus Luxeuil durch die Vielfalt der Erzeugnisse und die Originalität der Muster hervor. Der Handel mit Spitze florierte. Die wichtigsten Erzeugnisse waren dabei Schirme, Kleider, Mäntel, Hemden und Möbelstücke. Eine Vereinigung von leidenschaftlichen Klöpplerinnen und Liebhabern von Spitzen-Produkten lässt dieses traditionelle Handwerk heute wieder aufleben. Außerdem gibt es in Luxeuil-les-Bains immer noch einige Betriebe, die das Kunsthandwerk der Spitzen-Herstellung fortführen.
Weitere informationen: www.dentelledeluxeuil.com

Morez: Die Hauptstadt der Brille

Für die Bewohner der Jura Region besteht kein Zweifel: Hyacinthe Cazeaux, ein Kind der Region, erfand vor über 200 Jahren die Brille. 1796 hatte der Nagelschmid die Idee, aus einem Metalldraht eine Brille herzustellen. Heute gibt es in der Gegend um Morez 120 Unternehmen mit insgesamt über 3.000 Mitarbeitern, die Brillen produzieren und somit dazu beitragen, dass die Region eine nationale Führungsposition auf dem Gebiet der Brillenherstellung einnimmt. In den Werkstätten der Region werden jedes Jahr übrigens mehr als zehn Millionen Brillen hergestellt – 55 Prozent aller in Frankreich fabrizierten Brillen. In Morez können Besucher daher auch im ?Viseum“, dem Museum der Brille, Interessantes über die Geschichte und das Handwerk der Brillenfertigung und die Funktionsweise des menschlichen Auges erfahren. Außerdem gibt es dort seltene und kostbare Brillenmodelle und innovative Designs für die Zukunft zu bestaunen.
Weitere informationen: www.musee-lunette.fr

Die Spielzeugstadt Moirans-en-Montagne


Moirans-en-Montagne zieht nicht nur die kleinen, sondern auch erwachsene Besucher in seinen Bann: Die Stadt im regionalen Naturpark Haut-Jura gilt als Hauptstadt des Spielzeugs und verdankt ihren Ruhm drechselnden Bauern. Sie haben ihr handwerkliches Geschick von Generation zu Generation verfeinert und ihnen gelang es mit großem Erfindungsreichtum, sich über die Jahre hinweg stets der Marktlage, wie etwa beim Übergang vom Holz zum Kunststoff, anzupassen.
Auch die bekannte französische Firma Vilac hat ihren Sitz in Moirans-en-Montagne, wo sie seit über 80 Jahren hochwertiges Holzspielzeug herstellt. Das Spielzeug von Vilac ist vor allem deshalb beliebt, weil die Designer der Firma mit viel Liebe zum Detail arbeiten und jedem einzelnen Stück einen ganz besonderen Charakter verleihen.

Für Besucher ist auch das Spielzeugmuseum in Moirans-en-Montagne erlebenswert: Hier können über 2.000 Spielzeuge aus allen Zeiten bestaunt und die 200-jährige Geschichte der Spielzeugherstellung kennengelernt werden. Filme und ein Marionettentheater sorgen dabei für noch mehr Abwechslung. Und weil Spielen auch immer Lernen bedeutet, gibt es im Spielzeugmuseum regelmäßig pädagogische und spielerische Veranstaltungen – wobei sich insbesondere der Besuch des Weihnachtsmanns großer Beliebtheit erfreut.
Weitere informationen: www.musee-du-jouet.com

Die Region Franche-Comté


Übernachtungen und Pauschalreisen können beim Regionalen Fremdenverkehrsamt der Franche-Comté unter der kostenfreien Hotline 00800 2006 2010 oder unter www.franche-comte.org gebucht werden.

Copyright CRT Franche-Comté

 


Veröffentlicht am: 06.11.2011

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