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Harff trifft: Leonhard R. Müller – Chef von Askania

Askania ist ein Unternehmen, dass mit der Flugzeug- und Filmhistorie genau so verbunden ist wie mit Berlin. Heute beruht der weltweite gute Ruf auf den Askania-Uhren Made in Berlin. Wie bei vielen Berlinern liegt sein Ursprung nicht in Berlin, sondern in der thüringischen Provinz, in Kranichfeld nahe Weimar. Von hier stammt der Firmengründer Johann Carl Wilhelm Anton Bamberg. Askania gehörte als Instrumenten- und Uhrenhersteller zu den Pionieren der Luftfahrt: In den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es kaum einen Rekordflug ohne Askania-Instrumente und die Piloten trugen selbstverständlich Askania-Uhren. An diese Tradition knüpft man heute bei Askania an und stellt in der Berliner Uhrenmanufaktur hochwertige Uhren nach traditionellen Vorbildern her.

Genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit Leonhard R. Müller, Vorstandsvorsitzender der Askania AG.

Herr Müller, in Berlin gehen die Uhren ja erwiesenermaßen anders. Trifft das auch auf Askania-Uhren zu?

Leonhard R. Müller:
Höchstens im übertragenen Sinne. Ansonsten stehen wir zu unserer Tradition, sehr präzise laufende und sehr hochwertig gefertigte Uhren mit dem gewissen Berlin-Feeling zu bauen.

Was zeichnet Askania-Uhren aus?
Leonhard R. Müller:
Wir haben eine lange Tradition, die wir kompromisslos fortsetzen. Wir machen keine Kompromisse bei der Ablesbarkeit unser Uhren, Wir bauen keine Designeruhren mit schwarzem Zifferblatt und antrazitfarbigen Zeigern.

Keine Kompromisse, heißt das, dass Sie heute Uhren bauen wie vor 100 Jahren?
Leonhard R. Müller:
Im Prinzip ist das so. Wir bauen Uhren wie sie vor 100 Jahren gebaut wurden, nur mit modernen Materialien. Wo früher Messing verwendet wurde, nehmen wir heute Edelstahl. 99 Prozent aller Askania-Uhren werden aus chirurgischem Edelstahl gefertigt. Nur bei unseren limitierten Sondereditionen kommen Gold und Silber zum Einsatz. So ist unsere 2011er Uhr aus Gold, die im kommenden Jahr wird aus Silber sein.

Fertigen Sie Ihre Uhrwerke noch selbst?

Leonhard R. Müller:
Nein, wie die allermeisten Uhrenhersteller verwenden wir Uhrwerke von namhaften Herstellern. Allerdings veredeln wir diese Uhrwerke. Das sind hauptsächlich optische Veränderungen. Wir polieren und gravieren Teile oder bläuen Schrauben.

Das sind dann die Werke für Glasboden-Uhren?

Leonhard R. Müller:
Nur zum Teil. Viele der von uns veredelten Teile sind auch bei Glasboden-Uhren nicht sichtbar.

Macht diese Arbeit dann überhaupt Sinn?

Leonhard R. Müller:
Für die Funktionalität nicht. Aber das ist wie bei einem Essen. Das schmeckt von edlem Porzellan auch besser, als vom Pappteller. Genau so ist es bei einer Askania-Uhr. Der Träger weiß das und schätzt die hohe Qualität seiner Uhr.

Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass Sie historische Uhrwerke verbauen. Haben Sie die noch am Lager?

Leonhard R. Müller:
Nein, aber es gibt Sammler, die hin und wieder welche verkaufen. So haben wir vor einiger Zeit 300 alte Glashütte-Werke gekauft. Daraus entsteht jetzt eine limitierte Uhrenserie.

Die Marke Askania ist eng mit Berlin verbunden, Sie setzten auch bei der Werbung darauf. Wie wichtig ist für Sie diese Verbindung?

Leonhard R. Müller:
Eine Marke aus Berlin wird international nun einmal höher bewertet als eine aus Teltow. Weltmarken stammen aus Paris oder Rom – und nicht aus der Provinz. Eine Uhr aus Berlin ist für Touristen oder zeitweilig hier lebende eine ganz besondere Erinnerung.

Wer ist eigentlich der typische Käufer einer Askania-Uhr?

Leonhard R. Müller:
Da unsere Uhren sehr hochwertig sind, fallen jüngere Käufergruppen fast vollständig aus. Unsere Kunden sind im Schnitt zwischen 40 und 70 Jahren alt und es sind zu Zweidritteln Männer.

Wie teuer sind Askania-Uhren?
Leonhard R. Müller:
Die Preise bewegen sich zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Die meisten Uhren kosten ca. 1.500 bis 3.000 Euro.

Welche Uhren stehen noch auf der Askania-Wunschliste?
Leonhard R. Müller:
Ich würde schon gern Uhren für Flugzeuge, Yachten oder Autos bauen – doch Wunschträume kann man nur verwirklichen, wenn man das nötige Kapital hat.

Würden Sie beispielsweise für einen Yachtbesitzer eine spezielle Uhr anfertigen?
Leonhard R. Müller:
Nein, wir machen keine Einzelanfertigungen. Wenn allerdings ein Autobauer auf uns zukommt und für einen Luxuswagen Uhren benötigt, wären wir dafür sehr aufgeschlossen.

Stichwort Kapital: Askania ist eine Aktiengesellschaft. Da liegt doch ein Börsengang im Bereich des Möglichen.
Leonhard R. Müller:
Grundsätzlich ist ein Börsengang vorstellbar, allerdings derzeit nicht. So ein Schritt ist sehr teuer und aufwendig. Allerdings klopfen entsprechende Interessenten immer wieder mal an.

Der Ruhm von Askania beruht nicht nur auf seine Pilotenuhren. Viele Filme wurden mit Askania-Kameras gedreht. Seit einiger Zeit mischen Sie wieder im Film-Business mit und vergeben im Rahmen der Berlinale den Filmpreis „Askania Award“. Warum das?

Leonhard R. Müller:
Das Filmgeschäft ist ein Teil der Askania-Geschichte und die wollen wir nicht in Vergessenheit geraten lassen. So eine Preisverleihung ist aber auch eine hervorragende Möglichkeit, Askania-Uhren noch bekannter zu machen. Inzwischen tragen viele Prominente Askania-Uhren. Das freut uns sehr.

 


Veröffentlicht am: 21.11.2011

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