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26.04.2017

 

 

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Burn-Out-Coaching – Die Entschärfung des Damokles-Schwerts

Cicero erzählte einst von Damokles, über dem bei einem Mahl an der Königstafel ein Schwert an einem Rosshaar schwebte und der so den Luxus der Tafel nicht genießen konnte. Ganz ähnlich fühlen sich mittlerweile viele, die beruflich und im Alltag in verantwortungsvollen Positionen tätig sind - Dauerstress und Burn-Out stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit und das Wohlbefinden dar.

Zwar haben sie viel erreicht und könnten das Leben genießen – jedoch fehlen dazu nicht nur die Gelegenheiten. Fast wie in der Sage das Schwert über Damokles an der Königstafel hing und dafür sorgte, dass dieser den Luxus seiner Situation nicht genießen konnte, liegt heute die Diagnose „Burn-Out“ über vielen, allgemein als sehr erstrebenswert angesehenen Positionen in Beruf und Alltag.

Die Zahl derer, die wegen psychischer Erkrankungen vorzeitig pensioniert werden, steigt stetig. Psychische Erkrankungen gehören mittlerweile zu den drei häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit, und sie sind die mit den längsten Fehlzeiten. Daneben gibt es viele chronische körperliche Leiden, die ebenfalls eng mit dem Phänomen „Dauerstress“ verbunden sind. Und oft gibt es für die Betroffenen den Weg zurück nicht mehr.

In den Medien ist das Thema Burn-Out immer öfter präsent. Mittlerweile kennt fast jeder jemanden, der selbst von Dauerstress oder Burn-Out betroffen ist oder deshalb behandelt werden mußte.

Es hat sich herumgesprochen, dass viel Leistung sich nicht nur „lohnt“, sondern auch einen hohen Preis fordern kann. Wollen wir zuviel – wollen wir erreichen, was uns nicht zusteht, so wie einst Damokles?

Was ist Burn Out

Kennzeichen von Burn-Out sind eine Vielzahl von einzelnen Symptomen. Gemeinsam ist allen Betroffenen ein tatsächlicher, zumindest aber subjektiv als schwerwiegend empfundener Leistungsabfall bei der Bewältigung der alltäglichen Anforderungen in Beruf und Privatleben. Oft kommen neben Konzentrations- und Gedächtnisproblemen auch körperliche Erscheinungen wie Müdigkeit und Schwäche, Schlafstörungen bis hin zum Ausfall von Körperfunktionen dazu. Stoffwechsel-Entgleisungen und akute Herz-Kreislaufprobleme können das Bild der Leistungs-Unfähigkeit sehr drastisch machen. Eine Erholung von diesem Zustand ist nicht mehr möglich – selbst eine längere Pause oder Urlaub bringen nicht mehr die erhoffte Wiederherstellung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit.

Kurz – Körper, Geist und Seele sind hochgradig erschöpft und können sich nicht mehr an Veränderungen des Alltags anpassen. Jede zusätzliche Anforderung stößt nur noch auf  innere Ablehnung. Das Gefühl der Überforderung und der eigenen Unzulänglichkeit ist allgegenwärtig und übermächtig. Dabei fühlt es sich irgendwie „leer“ an – es gibt keinen Grund mehr für irgendetwas. Und doch macht man weiter – bis es nicht mehr geht. Aber einfach Aufhören solange es noch geht ist nicht auch möglich. Zu stark ist das „Ich muß“. So scheint es.

Hinter Burn Out steckt oft ein Streß-Speicher

Doch wie kommt es, dass jemand bereit ist, sich in der alltäglichen Arbeit so sehr zu überfordern, dass alle Batterien nur noch entladen werden?
Oft stecken dahinter lang vergessene Erfahrungen, die jedoch im Unbewußten bei den Entscheidungen des Alltags für negative Emotionen sorgen. Der Versuch, diese Erfahrungen zu kompensieren, die negativen Emotionen nicht erleben zu müssen, führt zu der Bereitschaft, auch starke Belastungen auf sich zu nehmen, sich in schwierigen Situationen immer wieder zu beweisen. Negativ empfundene Situationen zu vermeiden ist eine Basis unseres menschlichen Lernens und sorgt für unser individuelles Überleben. So entsteht ein innerer Drang nach Erfolgen, die weithin wahrgenommen werden.  Das allein wäre nicht das Problem – anders wären viele große Fortschritte, aber auch die Rückschritte, der Menscheit nicht zu Stande gekommen.

Jedoch haben wir es in unserer Zeit täglich mit einer Vielzahl kleiner und großer Herausforderungen zu tun – und somit gibt es viel mehr Möglichkeiten, sich zu verausgaben, als wir bewältigen können. Wer hier keine „eingebaute Bremse“ mehr hat, die rechtzeitig mit Ablehnung neuer Aufgaben und dem Verteidigen eines erfüllbaren Arbeitspensums wirkt, läuft Gefahr, die eigenen Ressourcen zu verbrennen. Wo in früherer Zeit vor allem körperliche Strapazen zum Erfolg führten, ist es heute meist lange, hochkonzentrierte geistige Arbeit zur Lösung immer neuer Konflikte und Widersprüche im Kampf um „Schneller“ „Besser“ „Mehr“.

Aber genau diese Fokussierung und Konzentration sorgt leider nur für den Aufbau neuer Streß-Erfahrung, statt wie bei starker körperlicher Aktivität die Verarbeitung von Streß zu befördern. So kommen zu den ursprünglichen Gründen, den alten negativen Erfahrungen immer neue hinzu – und die müssen „eingelagert“ werden mangels Gelegenheit zur Verarbeitung. Auf diese Weise werden nach und nach große „Streß-Speicher“ aufgebaut. Und irgendwann reicht ein ganz kleiner Anlaß als Tropfen, dieses Faß zum Überlaufen zu bringen – aber eigentlich ist es eher so, als würde ein Schild an eine Tür gehängt: „Wegen Überfüllung geschlossen“. Dann geht nichts mehr. Nur noch die Routine – und das Hamsterrad dreht sich weiter.

Verlernte positive Emotion verhindert Ausgleich durch Entspannung

Der Hamster in seinem Rad wird irgendwann Hunger verspüren, aussteigen, fressen und sich dann satt und gut fühlen. Schlafen. Und erst danach irgendwann wieder ins Hamsterrad steigen.

Doch was, wenn im Hamsterrad selbst die Nahrung als Belohnung ständig vor der Nase hängt? Der Hamster nicht mehr aussteigt, sondern immer weiter dem Stück Möhre hinterherläuft? In dem Verlangen danach, die Möhre zu erreichen das Rad immer schneller dreht? Und vielleicht immer mal wieder ein kleines Stückchen erhaschen kann – nicht groß genug, wirklich satt zu werden? Dann kann es sein, dass der Hamster verlernt, wie es sich anfühlt, satt zu sein, zufrieden liegenzubleiben und langsam einzuschlummern. Das Gehirn produziert keine „Jetzt geht es mir gut“ - Gefühle mehr. Der Hamster hat sie einfach verlernt – und durch das ständige Hetzen im Hamsterrad noch dazu auch nicht mehr die Energie, um im Gehirn wieder „gute Stimmung“ zu erzeugen. Denn es gab ja immer nur ein kleines Stückchen der Belohnung, gemessen an den vielen Umdrehungen, die dafür nötig waren.

Wenn jetzt die Bremse in das Hamsterrad gelegt wird, die Möhre einfach zugänglich gemacht – der Hamster würde nicht auf die Idee kommen, ohne Laufen einfach so sich satt zu fressen und das Nichtstun zu genießen.

Dies ist nur ein Gedankenexperiment – aber so in der Art spielt sich in unserem Gehirn eine Umstellung der Empfindungsfähigkeit ab, wenn wir eine hohe dauernde Streßbelastung erleben. Entspannung, Genießen, Freude, Zufriedenheit – dies sind Gefühle, die durch bestimmte Stoffe im Gehirn erzeugt werden. Rezeptoren im Gehirn müssen diese Stoffe erkennen und darauf reagieren. Aber was nicht benutzt wird, verkümmert – auch Rezeptoren und hormon-produzierende Zellen. Deshalb kann der Hamster irgendwann nicht mehr anders – er muß das Hamsterrad drehen um das Gefühl von „richtig“ zu haben. Aber Freude oder Zufriedenheit ist das nicht. Und so können wir im Dauerstress Freude nicht mehr empfinden, Entspannung wird unmöglich, Zufriedenheit fehlt mehr und mehr. Das jedoch treibt uns nur noch mehr an, denn nur durch mehr Anstrengung können wir doch Zufriedenheit erreichen. So haben wir das gelernt.

Dies alles führt dazu, dass es ohne Hilfe von außen meist kein Entrinnen gibt aus der Burn-Out – Spirale.

Dauerstress macht den Körper kaputt und bewirkt neuen Stress


Sich immer anzustrengen, immer viel Adrenalin im Blut zu haben ist auf Dauer auch für den Körper ungesund. Die Verdauung leidet, das Regenerationsvermögen wird geringer, Wundheilung oder Krankheitsbewältigung wird langwierig, der Blutdruck steigt unaufhörlich. Viel Streß ist ein Faktor für Diabetes. Aber vor allem Schmerzen in Kopf, Muskeln und Gelenken zeigen, dass sich in uns vieles nicht mehr locker bewegt, sondern dass wir in engen Gleisen eingefahren, gefangen sind. Der Körper sendet uns Signale, dass hier etwas nicht stimmt, dass es nicht gut für uns ist was wir tun. Doch anstatt darauf zu hören und unser Tun zu hinterfragen, versuchen wir diese Symptome „in den Griff“ zu bekommen. Was nur selten gelingt.

Dafür müssen wir die gleiche Belastung nun mit Schmerzen oder anderen Einschränkungen bewältigen. Was die Anforderung an unsere Fähigkeiten weiter erhöht. Es wird noch anstrengender für uns, den gleichen Alltag zu bewältigen. Krank werden ist das Schlimmste das uns passieren könnte – also kleben wir Schmerzpflaster auf, legen wir noch einen Zahn zu, strengen uns noch mehr an – weiter mit Volldampf im Hamsterrad. So wirken die Folgen von Streß in unserem Körper noch als Grundlage für vermehrten Streß, wenn wir so weitermachen wie zuvor. So gibt es also neben der seelisch-psychischen auch eine körperliche Streß-Spirale. Und wer kennt das nicht – nach langer anstrengender Arbeit die ersten Tage frei - und schon ist man krank. Da kann man doch lieber einfach weiterarbeiten, oder?

Weg hinaus durch Arbeit an sich selbst


Den Hamster würde nur die Erkenntnis retten, dass er die Möhre nicht erreichen wird, soviel er auch läuft. (Denn das Hamsterrad wurde ja extra so konstruiert, dass er die Möhre nicht erreichen kann.)  Und sich auf einen anderen Weg macht etwas zu Fressen zu finden. Was der Hamster nicht kann – der Mensch kann sich bewußt werden über seine Situation. Und reagieren, solange es noch geht. Prüfen, wohin der Weg führt. Abwarten, was sich ergibt. Innehalten, sehen, hören, riechen, schmecken – wahrnehmen, was passiert. Und wie es sich anfühlt. Um dann zu entscheiden wohin der nächste Schritt geht. Das bedeutet aber zuerst, eigene Gründe für die alltäglichen Entscheidungen zu finden. Unabhängig zu werden von dem, was unbewußt antreibt. Sich selbst zu erkennen. Dieser Weg ist oft schwer, steckt doch darin auch das Infrage-Stellen der Selbstverständlichkeiten, ebenso wie das Risiko unangenehmer Einsichten. Jedoch nur so läßt sich  die Spirale von „Streß erzeugen um Streß zu vermeiden“ durchbrechen.

Zugang zu eigenen Ressourcen wiederfinden

Es ist ganz klar – wer im Burn-Out steckt, hat weder Zeit noch „Lust“ auf noch etwas zusätzliches – noch dazu wo doch in der ernsthaften Arbeit an sich selbst neue Gefahren für ein positives Selbsterleben lauern. Ist doch gerade der akute Mangel an positivem Selbsterleben genau das, was einen Burn-Out ausmacht.

So ist das übliche Verfahren nicht nur der Psychotherapie – erst mal gucken was alles falsch läuft – wirklich nicht geeignet als Einstieg für Menschen, die eh nur noch alles nervt. Also brauchen wir ein Vorgehen, das von Anfang an wieder Mut macht, gute Gefühle aufkommen läßt, Zuversicht vermittelt und im wahrsten Sinne des Wortes „den Rücken stärkt“. Das, was in uns steckt und uns meistens geholfen hat wenn es schwierig wurde kann auch jetzt wieder helfen. Wenn uns jemand unterstützt, diese Fähigkeiten wieder zu finden und sie zu nutzen.

Erster Schritt Wiederlernen von Freude und Wohlgefühl

Damit die schwere Arbeit an sich selbst gelingen kann, wird beim Private Coaching in der Naturheilkur vor allem zuerst geübt, wie es geht, sich gut zu fühlen – den eingebauten „Wohlfühlschalter“ zu finden. Das gelingt, indem alle Ebenen des Wahrnehmens einbezogen werden – Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden. Mithilfe von Bildern und Vorstellungen, aber auch dem Erleben von Bewegung und Natur wird das Empfinden positiver Eindrücke wieder möglich. So kann das Gehirn, aber auch der Körper wieder lernen, dass es außer Streß auch andere Erfahrungen gibt. Die verlernten Muster und Reaktionen werden wieder aktiviert. So wird die Basis geschaffen für die Auseinandersetzung mit dem, was den Streß verursacht – ohne dabei gleich wieder in Streß zu verfallen.

Aufräumen im Streßdepot

Gestärkt durch das wiedererlangte Bewußtsein und Erleben der eigenen Ressourcen, der eigenen körperlichen und mentalen Potentiale geht es dann an das Aufräumen. Was sind die Gründe für des Empfinden von Belastungen, wo sind Streß-Erfahrungen gespeichert, welche Erlebnisse müssen verarbeitet werden – die Antworten hierauf sind der Schlüssel, um neuen Streß wirkungsvoll zu vermeiden. Obwohl die Situationen vielleicht gleich bleiben, wird die eigene Reaktion nun anders möglich, und so ändert sich auch das Erleben von Belastung. Ohne alte Lasten im Nacken geht es viel besser aufrecht zu bleiben wenn es mal schwierig wird. Bisher als belastend empfundene Situationen verlieren ihren Schrecken.

Das Ziel: Selbststeuerung und Achtsamkeit für die eigenen Reaktionen

Im Umgang mit den bisherigen Streßerfahrungen lernen Sie auch, die eigenen Reaktionsmuster zu erkennen. So kann in Zukunft eher ein streßmachender Einfluß erkannt werden. Zu wissen, wie man reagiert, hilft dabei, bewußt mit sich selbst zu sein und nicht länger ohnmächtig unter den eigenen Emotionen zu leiden. Besseres, bewußtes Abgrenzen, das klare Kommunizieren der eigenen Grenzen, aber auch das Bewußtmachen eigener Erwartungen ist die Basis zur Vermeidung von unklaren Situationen und einem Zuviel, das erdrückt.

Private Coaching - Gleicher Weg für Prävention und Behandlung in der Naturheilkur


Der Weg der Übung und Erkenntnis und das Aufräumen mit den alten Erfahrungen im Private Coaching ist gleichermaßen hilfreich als Vorbeugung und Akutmaßnahme. Durch das Einbeziehen des ganzen Menschen, der Erfahrungen und der Persönlichkeit  wird stets der individuelle Weg gefunden. Nur so kann Streß wirklich überwunden werden – indem nicht Verhaltensweisen kopiert oder neue Sprüche gelernt, sondern indem die eigenen  Kraftquellen aufgedeckt und zugänglich gemacht werden. Viel erfolgreicher als der Weg des Aushaltens und Kontrollierens der eigenen Reaktion ist es doch, den alten Erfahrungen ihre Macht über das gegenwärtige Erleben zu nehmen und das Leben im vollen Besitz der eigenen Ressourcen anzugehen.

Gruppenseminare für Burn-Out – Prävention dauern 3 Tage, in Kurzaufenthalten ab 2 Tagen kann in der Naturheilkur der Weg zu mehr Leben durch weniger Streß begonnen werden. Auch dies – in kurzer Zeit große Schritte zu machen – ist eine Besonderheit in der Naturheilkur. Die wunderbare Umgebung und das mediterrane Flair des Kurorts Bad Wildungen - Reinhardshausen tun ein Übriges um sich wieder rundum „wohl zu fühlen“.

Die Autorin Regina Preysing (Foto) betreibt im Bad Wildungener Göbel`s Hotel "Aquavita" ihre renommierte Naturheilpraxis.

 


Veröffentlicht am: 18.12.2011

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