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26.05.2017

 

 

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Kia Rio: Neuanfang im Bestseller-Revier

Seit September tummelt sich der neue Kia Rio im Revier des deutschen Bestsellers Polo. Der koreanische Hersteller sucht mit seinem neuen Kompakten den Erfolg im am dichtesten besetzten Segment, dem Kompaktwagen-Markt, gegen den bisher ungeschlagenen Vertreter dieser Klasse. Wer hier zu Erfolgen kommen will, muss sich erstens von der Masse abheben und zweitens qualitativ mithalten können. Der neue Rio stellt den vierten Versuch der Koreaner dar, dem großen Wettbewerb Paroli zu bieten.

9,3 Millionen Fahrzeuge zählen die Sub-Kompakten (B-Segment) in diesem Jahr voraussichtlich weltweit. Da darf ein Vollsortimenter wie Kia nicht nur nicht fehlen, da muss er angreifen und sich mit dem Besten messen. Beim Kia Rio beginnt das Absetzen von der Masse der Wettbewerber mit dem Design. Die kurze flache Schnauze, die flach liegende Frontscheibe, die stramme Keilform mit der steil ansteigenden Fenstergrafik, das kurze, kraftvolle Heck und die geschwungene Dachlinie lassen die Rio wirken wie ein Coupé mit Zügen eines Vans.

Die Design-Truppe um Peter Schreyer hat also mit Erfolg den besonderen Auftritt gesorgt und dafür auch die eingeschränkte Sicht nach hinten und die weit vorn stehenden A-Säulen in Kauf genommen. Die mit der flach stehenden Windschutzscheibe einhergehende große Fläche zwischen Windschutzscheibe und der eigentlichen Armaturentafel wirkt weniger störend als bei anderen, was an der eingesetzten edleren Sorte von Hartplastik liegen mag, aber eher vom Armaturendesign bestimmt wird. Hier geht es zurückhaltend, stilvoll und eher elegant zu. Den Designern stand offenbar nicht der Sinn nach durchsichtigen Schaueffekten, sondern nach Sachlichkeit und guter Ergonomie – so wie es der Polo schon seit Jahren vormacht.

Sitze und Türverkleidungen führen sie sanft geschwungene Formensprache der Armaturentafel fort, so dass ein angenehmes, im Falle der mittleren Ausstattungsversion Edition 7 immer noch eher schlicht wirkendes Ambiente entsteht. Hier wird nicht übertrieben, sondern eher eine Spur untertreiben, ganz im Sinne europäischer Bescheidenheit und Zweckorientierung. Das griffige Multifunktionslenkrad, das in alle Richtungen eingestellt werden kann, der kurze Schaltknüppel in der Tunnelkonsole, passen zu diesem Anspruch.

Allerdings hätten wir beim Handschalter lieber sechs Gänge statt der nur fünf vorhandenen gesehen, denn Schalten wurde bei unseren Fahrten zu einer Hauptbeschäftigung angesichts der geringen Motorleistung des 1,2 Liter-Benziners mit nur 63 kW / 85 PS erst bei 6000 Umdrehungen pro Minute (U/min). Auch das maximale Drehmoment von 121 Nm bei 4000 U/min reizt nicht zum schaltfaulen Fahren.

Getriebe, Motor und die Fahrleistungen (0 auf 100 km/ in 13,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 172 km/h) outen unseren Rio als die für den Stadtverkehr geeignete, wendige Familienkutsche für vier bis fünf Passagiere mit vier Türen und großer Heckklappe über dem immerhin 288 Liter großen Kofferraum. Seine Lenkung und Federung sind zwar langstreckentauglich und agiler als der Motor, aber ab 160 wird es laut in der Kabine, weil der Motor im fünften Gang knapp unter der Höchstdrehzahl arbeitet.

Aber der Rio ist ein wendiges Auto für die Stadt und für die ganze Familie, das dank guter Sitze und einer zwar straffen, aber komfortablen Federung auch auf Langstrecken einen guten Eindruck hinterlässt, wenn man es nicht mit zu hoher Dauergeschwindigkeit angeht. Wer das will, muss sich eben für eine höher motorisierte entscheiden. Wer, wie wir, den Einsteiger-Benziner und die mittlere, nicht eben umfangreich ausgestattete Edition 7-Ausstattung gewählt hat, ist immer noch gut bedient und hat einen guten Tausender mehr auf der Kasse. (ampnet/Sm)

Daten Kia Rio 1.2 Edition 7 Fünftürer

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,05 x 1,72 x 1,46
Motor: Vier-Zylinder-Benziner, 1248 ccm
Leistung: 63 kW / 85 PS bei 6000 U/min
Maximales Drehmoment: 121 Nm bei 4000 U/min
Verbrauch (Schnitt nach EU-Norm): 5,1 Liter/100 km
Kohlendioxidemission: 119 g/km / Euro 5
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 13,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 172 km/h
Leergewicht / Zuladung (maximal, je nach Ausstattung): 1104 - 1211 kg / 359 - 456 kg
Kofferraumvolumen: 288 Liter, erweiterbar bis 923 Liter
Basispreis: 13 760 Euro

Autor:
Peter Schwerdtmann/ampnet

 


Veröffentlicht am: 19.12.2011

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