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Jetzt wird’s gemütlich: Boßeln, Schöfeln und Plattsprechen

Wenn die Krabbenkutter im Hafen liegen und Winterpause halten, laden einsame Strände, von Rauhreif bedeckte Dünen und die klare Wintersonne zum Spaziergang ein. Abschalten, Luft holen und Kraft tanken, so lautet jetzt die Devise für alle Nordsee-Urlauber.

Anschließend bleibt genügend Zeit, in einem der gemütlichen Cafés oder urigen Kneipen bei einer Tasse Ostfriesentee den Tag ausklingen zu lassen. Wer mag, kann aber auch bei Ostfrieslands Nationalsport Nummer 1, dem Boßeln, eine ruhige Kugel schieben. In diesem Winter bietet die Region von Emden bis Otterndorf ihren Gästen traditionelle Unterhaltung der besonderen Art. Urlauber werden überrascht sein, wie viel die niedersächsische Nordsee auch in der kalten Jahreszeit zu bieten hat.

Was fällt den meisten Deutschen als Erstes ein, wenn sie an die niedersächsische Nordsee denken? Leuchttürme, Krabbenkutter, Watt – aber was ist mit den Traditionen in der Region, die jahrzehnte- oder sogar jahrhundertelang überlebt haben und noch heute intensiv gepflegt werden?

Eine der ältesten Bräuche ist das Boßeln. Der Sport, der den Landwirten einst als Zeitvertreib in der langen Winterzeit diente, ist an der Nordseeküste heutzutage ein beliebter Freizeitspaß für Jung und Alt: Man bilde zwei Teams, nehme eine Kugel und schleudere sie möglichst weit weg – so simpel ist der Volkssport der Ostfriesen. Als Spielflächen dienen asphaltierte Straßen. Die Mannschaft, die mit den wenigsten Würfen am Zielpunkt eintrifft, gewinnt. Unterstützung erhalten die Teilnehmer in der Regel von hochprozentigen Heißgetränken, die in einem mitgeführten Bollerwagen gelagert werden.

Da im November traditionell die Grünkohlsaison in Norddeutschland beginnt, endet die sportliche Runde meist in einem urigen Gasthof. Urlauber, die schon immer mal die Boßelkugel schieben wollten, können am 28. Dezember 2011 und am 22. Februar 2012 von jeweils 14 bis 16 Uhr im Nordseeheilbad Neuharlingersiel die Sportart testen. Auch in Bremerhaven und Krummhörn-Pilsum haben Gäste die Möglichkeit, das Erlebnis Boßeln für sich zu entdecken.

Dornumersiel lädt zum Schöfeln und Bohntjesopp ein


Ist es draußen richtig kalt und eisig, können Urlauber auf den zugefrorenen Kanälen rund um Dornumersiel und auf dem Mahlbusen des Nordseebades ihr Schöfel-Talent unter Beweis stellen (plattdeutscher Ausdruck für Schlittschuhlaufen). Und wen es danach noch fröstelt, besucht einfach das Reethaus am Meer. Als Präsent gibt es hier eine traditionelle Spezialität, die Bohntjesopp. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Suppe, sondern um in Branntwein eingelegte Rosinen, die auch heute noch zur Geburt eines Kindes getrunken werden.

Platt für Anfänger


„Moin, moin“ – diesen Gruß kennt jeder, der in der Region zwischen Ems und Elbe Urlaub macht. Damit erschöpft sich aber meist auch schon der plattdeutsche Wortschatz der Nordseegäste. Wer gern mit den Einheimischen Platt schnacken möchte, hat ebenfalls im Reethaus am Meer in Dornumersiel die Möglichkeit dazu. Jeden Montag von 11.30 bis 13 Uhr können Interessierte den Feriensprachkurs „100 Worte Platt“ absolvieren und sich einen Grundwortschatz der ostfriesischen Mundart aneignen. Übrigens: In vielen Geschäften an der niedersächsischen Nordsee wird mit einem Hinweisschild „Wi proot ok Platt“ (Wir sprechen auch Platt) geworben. An Gelegenheiten, die neu erworbenen Kenntnisse in der Praxis einzusetzen, wird es also nicht mangeln.

Abwarten und Tee trinken

In Ostfriesland geht nichts ohne eine Tasse Tee. Hier wird bis zu sechs Mal am Tag die „Teetied“ zelebriert – und zwar mit jeweils drei Tassen, denn „drei sind Ostfriesenrecht“. Neben einer speziellen Zubereitung folgt auch der Verzehr einem eigenen Ritual: Da kommt erst der Kluntje in die Tasse, dann der heiße Tee und zum Schluss das Wölkchen Sahne – Umrühren ist verboten. Also „eben schnell eine Tasse Tee trinken“ wird es in Ostfriesland nicht geben. Ein Geheimtipp für alle Teeliebhaber: Im Alten Turm auf Borkum können Urlauber in aller Ruhe und ganz nach friesischer Sitte den Tee zur „Teetied“ genießen – der Blick auf die einzigartige Naturlandschaft ist inklusive.

Weihnachtlich und maritim

Zum Winterprogramm an der niedersächsischen Nordsee gehört auch das traditionelle Jahresabschlusskonzert des Shanty-Chores Carolinensiel. Am 30. Dezember 2011 um 11 Uhr präsentiert der Chor in der Konzertmuschel am Hafen seine schönsten Seemannslieder, Shantys und Winterlieder.

„Die Region von Emden bis Otterndorf ist in den kalten Wintermonaten besonders reizvoll“, so Oliver Melchert, Pressesprecher der Nordsee GmbH. „Gerade in dieser Zeit können Urlauber auf den Ostfriesischen Inseln und in den Küstenorten viele friesische Traditionen kennenlernen und sich kulinarischen Genüssen hingeben.“

Allgemeine Urlaubsinformationen finden Sie unter www.die-nordsee.de oder telefonisch unter +49 (4421) 956 099 1


© Die Nordsee GmbH

 


Veröffentlicht am: 22.12.2011

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