Startseite  

29.03.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Die unendliche Weihnachtsgeschichte des Herrn Wulff

Der in Hamburg ansässige Auftrittsberater Wolf Achim Wiegand und seine Frau Ulla Wiegand coachen bundesweit als „Wiegand & Wiegand – Die Auftrittsberater“ Führungskräfte in Fragen der öffentlichen Kommunikation. Die Krisenbewältigung von Bundespräsident Christian Wulff (CDU) bewerten der 57jährige Ex-Journalist und die 52jährige PR-Beraterin aus professioneller Sicht.

Egal, wie man die Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff inhaltlich-politisch bewertet: würde man nur nach seiner Krisenkommunikation urteilen, bekäme unser Staatsoberhaupt die Note mangelhaft. Denn was er - oder seine PR-Berater - anstellen, wird ihn entweder das Amt kosten und hat zumindest seinen Ruf beschädigt. Drei Fehler hat Wulff begangen:

1. Wulff hat gezögert. Anstatt sofort beim ersten Aufflackern der Affäre proaktiv aufzuklären, hat Wulff nur nach und nach auf jeweils publik gewordene Teilaspekte reagiert. Doch Salami-Taktik macht unglaubwürdig, weil sie der Nährboden für immer neu aufkeimendes Gerede ist.

2. Wulff hat die Wucht der (ver)öffentlich(t)en Meinung unterschätzt. Anstatt sofort druckvoll zu reagieren, wählte er die Defensive und verlor damit die medial erzeugte Meinungsführerschaft. Gerüchte, Schmähungen und Andeutungen verbreiten sich im Internetzeitalter nämlich sekundenschnell – egal, ob zu Recht oder zu Unrecht.

3. Wulff hat keine Empathie gezeigt. Anstatt sich persönlich hinzustellen und "mea culpa" zu sagen, beauftragte er ein kühl kalkulierendes Anwaltsteam als Ansprechpartner für die Medien. Damit lässt sich aber kein Blumentopf gewinnen, weil die gefühlsgesteuerte Menschheit nur den Betroffenen selbst als authentisch einstuft. Nun lässt Wulff das Thema sogar in seiner Weihnachtsansprache abperlen – und die Nation wird zuschauen und ein mulmiges Gefühl haben…

Fazit: es gibt Präsidenten, die schlimmerer Taten überführt wurden. In Israel wurde einer der Vergewaltigung beschuldigt - und für sieben Jahre ins Gefängnis geschickt. In den USA fingerte einer an einer Praktikantin herum - und wäre wegen Leugnens fast des Amts enthoben worden. Im Falle des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff scheint sich einer selbst ein Bein zu stellen. Selbst wenn er im Amt bleibt: das ramponierte Image wird Wulff nicht mehr loswerden.

 


Veröffentlicht am: 22.12.2011

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit