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28.05.2017

 

 

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Kia Picanto 1.0 Spirit: Scharf geschnitten

Den Fahrzeugen des A-Segments ist meist schon von außen anzusehen, dass sie vor allem dazu gebaut sind, das Grundbedürfnis nach Mobilität zu erfüllen. Die knappen Abmessungen schlagen sich in der Regel in einfach gestylten Karosserien nieder, um nach dem Motto „Quadratisch, praktisch, gut“ möglichst viel Innenraum zu gewinnen.

Kia hat nun bewiesen, dass es auch anders geht. Das Design des neuen Picanto hat mit dem zweckmäßig gezeichneten Vorgänger überhaupt nichts mehr gemein und orientiert sich am größeren Venga.
 

So scharf geschnitten war bislang noch kein Auto in diesem Segment. Der Kia Picanto tritt mit einem cW-Wert von 0,31 dynamisch auf. Eine prägnante Kante, die sich entlang der Türgrifflinie zieht, gibt dem kleinen Kia ein sehr betontes Seitenprofil. Der Dachspoiler und die Seitenschweller unterstreichen den sportlichen Auftritt. Sie wirken keineswegs aufgesetzt, sondern fügen sich absolut harmonisch ein. Der markentypische Kühlergrill und große Scheinwerfer, die auch eines Kompaktwagens würdig wären, charakterisieren die Front. Hinten betonen bumerangförmige Heckleuchten den sportiven Auftritt.

Kernig passend im Klang gibt sich der Motor und lässt schon nach den ersten Metern keine Zweifel aufkommen: Hier arbeitet ein Dreizylinder unter der Haube. Die Leistungsentfaltung ist jedoch recht zäh. Die 51 kW / 69 PS wollen mit viel Schaltarbeit zum Leben erweckt werden. Die Gangwechselempfehlung lässt der Fahrer meist außer Acht und schaltet in der Regel erst ab 3000 Umdrehungen. Wer mehr Leistung will, muss zum 1,2-Liter-Vierzylinder greifen, der 16 PS und 25 Newtonmeter mehr bietet.

Die Schaltung ist angenehm weich und arbeitet präzise. Gespart hat Kia aber an einer Sperre für den Rückwärtsgang, der in der Schaltgasse unter dem fünften Gang liegt. Die Lenkung ist ein wenig schwammig und verlangt häufiger leichte Korrekturen. Dafür glänzt der Picanto mit hoher Kurvenstabilität. Überzeugen kann der kleinste Kia auch mit einer leistungsfähigen Heizung und guter Motordämmung. Gleiches gilt für die gelungene Abstimmung von Federung und Dämpfung. Auch kürzere Bodenwellen steckt der Picanto gut weg.

Im Innenraum herrscht vorne ein luftiges Gefühl. Das geschwungene Armaturenbrett strömt eine gewisse Leichtigkeit aus. Es lässt vor allem in der Mittelkonsole da viel Raum, wo er hingehört: Vor, und nicht hinter den Schalthebel. So stören beim Schalten nicht die Getränkedosen, für die ausfahrbare Halter vorhanden sind, damit sie nicht hin- und herwackeln oder der Platz wahlweise auch anders genutzt werden kann Gleich davor finden sich ein AUX- und USB-Anschluss sowie ausreichend Platz für ein entsprechendes Gerät. Viel besser kann man es wirklich nicht machen. Dazu kommt eine weitere längliche Ablage zwischen Handbremse und Beifahrersitz, die in einen einzelnen Cupholder für die Hinterbänkler mündet. Mehr dürfen die Fondpassagiere leider nicht erwarten. Dafür bieten die Türfächer für die beiden vorderen Plätze recht üppigen Stauraum.

Fahrer und Beifahrer fühlen sich nur im Schulterbereich ein wenig beengt. Hinten knausert der Kia-Zwerg dann klassentypisch ein wenig, aber bietet mehr Platz als viele andere Fahrzeuge im Segment. Die Beinfreiheit ist ausreichend, die Sitze bieten allerdings nur wenig Oberschenkelauflage. Auch wenn der Picanto gegenüber dem Vorgängermodell um ein paar Zentimeter in der Länge gewachsen ist und 15 Millimeter mehr Radstand hat, wird es mit vier Personen an Bord für den Wochenendeinkauf dennoch schnell einmal etwas knapp. Zudem erschwert die doch recht eng geschnittene Hecköffnung das Beladen des 200 Liter fassenden Kofferraums. Die mitöffnende Hutablage und die hohe Ladekante stehen der Getränkekiste oder dem Einkaufkorb zusätzlich noch schnell im Weg. Zum Glück lässt sich die Rücksitzbank zur Hälfte geteilt umklappen. Dank des speziellen Mechanismus für die Sitzfläche entsteht eine absolut ebene Ladefläche. Gut ist auch die Idee, die Gurtschlösser an der Seite in einen Schlitz stecken zu können, wo sie beim Vergrößern des Kofferraums aus dem Weg sind.

In der Topausstattung Spirit für 12 390 Euro bietet der kleine Koreaner unter anderem sieben Airbags, Klimaanlage, LED-Blinkleuchten in den Außenspiegeln, Lederlenkrad, ein CD-Radio mit 4 x 45 Watt und zusätzlichen Hochtönern vorne. 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und eine Berganfahrhilfe. Optional stehen Sitzheizung, Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik und Dämmerungssensor sowie das Start-Stopp-System zur Verfügung. Für die perfekt zum Picanto passende Metalliclackierung unseres Testwagens in auffälligem Lemon Green verlangt Kia 390 Euro extra. (ampnet/jri)

Text und Fotos: Jens Riedel / Auto-Medienportal.Net

 


Veröffentlicht am: 27.12.2011

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