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27.06.2017

 

 

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Deutsche Post begeistert mit Brief-Soiree

Nach Theodor Fontane ist das Briefe schreiben wie Wetterleuchten; da verblitzt sich alles, und das Gewitter zieht nicht herauf. Das sagten sich in der Vergangenheit viele Bekannte und auch weniger Bekannte, die ihre Meinungen sowie Argumente in Schriftform austauschten.

Der Schriftsteller und Literaturkritiker Hellmuth Karasek nahm sich dieser Sache an und brachte die Buchreihe „Briefe bewegen die Welt“ heraus. Nun liegt der dritte Band „Politik und Geschichte“ vor. Darin durchstreift der Journalist die Zeit von Martin Luther bis Udo Lindenberg und gewährt Einblicke in alle politischen Lager und Systeme.

Die Vorleser


Wie sich das so anfühlt und anhört, davon überzeugten sich Gäste einer Brief-Soiree, zu der die Deutsche Post ins Berliner Museum für Kommunikation - unweit von Potsdamer Platz gelegen – geladen hatte. Bei dieser Gala wurde jedem klar, Briefe bleiben ein wichtiger Kommunikationsträger. Sie werden auch künftig die Welt bewegen. Das beginnt schon bei Kinder rund um den Globus. Die Weihnachtspostfiliale im brandenburgischen Himmelpfort verschickte zu Weihnachten 2011 die Rekordzahl von 290.000 Briefe an Kinder in 86 Ländern.

100.000.000 Briefe täglich

Gastgeber und Post-Konzernvorstand Brief Jürgen Gerdes teilte in der Bundeshauptstadt mit: in dieser Saison stelle sein Unternehmen täglich über 100 Millionen Briefe und Karten und über fünf Millionen Päckchen und Pakete zu. Außerdem engagiere sich der Logistikriese für die Bildung. Sie zu fördern sei für das Unternehmen kein Lippenbekenntnis. Diese Aktivitäten seien unter dem Namen GoTeach konzentriert.

Dazu zählen:
- Unterstützung von Teach First, einer Einrichtung, die vor allem an Hauptschulen benachteiligten Jugendlichen zu besseren Startchancen verhilft
- Organisation von Sommercamps
- Übernahme von Vorlesepatenschaften
- Das Programm Post + Schule, das Pädagogen kostenlos Lehrmaterialien ausreicht
- oder das kostenlose Online-Portal CLIXMIX, das Kindern hilft, sich in der alles andere als harmlosen Internet-Welt zurechtzufinden.

Das ist aber noch nicht alles: in der engen Kooperation Deutsche Post und der Stiftung Lesen schließt sich der Kreis zu „Briefe bewegen die Welt“. „Denn auch hier sind wir mit großer Freude Partner, indem die Stiftung Lesen diese Bücher in den Schulunterricht einbringt. So wird Lernen spannender und stärkt die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler“, betont Top-Manager Gerdes.

Rocker & Politiker


Karasek stellte zusammen mit den Schauspielern Peter Lohmeyer und einer blendend aufgelegten Mariella Ahrens Auszüge aus dem dritten Band vor. So wurden Passagen eines Briefwechsels zwischen Willy Brandt (damals Regierender Bürgermeister von Westberlin) und Ex-US-Präsident John F. Kennedy vorgetragen. Viel Gelächter löste im Museum für Kommunikation die Korrespondenz zwischen Erich Honecker und dem Musiker Udo Lindenberg aus. „Die mir zugedachte Lederjacke werde ich dem Zentralrat der FDJ übergeben“, schriebt der SED-Generalsekretär, nachdem er das Kleidungsstück vom Panik-Rocker erhalten hatte. „Die Freunde finden sicher einen Weg, sie einem Rockfan zukommen zu lassen – vielleicht sogar über eine Solidaritätsauktion zugunsten der antiimperialistischen Solidarität.“

Korrespondenzen und Politik gehören seit jeher zusammen. In ihnen werden Kriege erklärt oder um Frieden gefleht. Es gibt den Brief als Rückvergewisserung bei Verbündeten und als Protestnote, als Winseln um politische Unterstützung und als harsche Ablehnung des Anliegens. Der politische Brief ist nach wie vor aktuell. Via Schrieb werden Weisungen erteilt, Menschen gemaßregelt oder ihnen auch schon mal vorgeschrieben, wie eine „Straße geradeaus“ im Sinne des Absenders zu überqueren sei. Briefgeheimnis hin oder her – oft und gerne werden Briefe Medien zugespielt. So lässt sich schnell ein Skandal entfachen.

Die beste „Vorleserin“ des Abends war mit Abstand Mariella Ahrens. Sie trug ihre Passagen fehlenfrei vor, stark akzentuierend, gepaart mit ihrem schauspielerischen Können: der Star der Brief-Soiree.

Foto: Beim Brief-Soiree der Deutschen Post im Berliner Museum für Kommunikation. Schriftsteller Hellmuth Karasek sowie die Schauspieler Mariella Ahrens und Peter Lohmeyer (v.l.n.r.).

Text und Fotos: Erwin Halentz

 


Veröffentlicht am: 02.01.2012

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