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Regelmäßiger Sport verbessert die Schlafqualität

Menschen, die regelmäßig mindestens 150 Minuten Sport pro Woche treiben, können dazu beitragen, dass sich ihre Schlafqualität verbessert und sie sich tagsüber ausgeschlafener und leistungsfähiger fühlen. Darauf machen die Internisten vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) aufmerksam.

Eine aktuelle, repräsentative Untersuchung mit über 2600 Männern und Frauen im Alter von 18 bis 85 Jahren, die sich wöchentlich für insgesamt 150 Minuten mit mittlerer bis hoher Intensität körperlich betätigten, konnten ihre Schlafqualität um durchschnittlich 65 Prozent steigern im Vergleich zu Menschen, die weniger körperlich aktiv waren. Weitere positive Effekte des Trainings waren weniger Beinkrämpfe in der Nacht und eine größere Konzentrationsfähigkeit untertags.

„Regelmäßiger Sport scheint die generelle Aufmerksamkeit tagsüber zu erhöhen und dürfte somit z.B. auch zu einer Steigerung der Produktivität in der Arbeit beitragen“, erklärt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI und praktizierender Internist in einer Hamburger Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin. „Grundsätzlich entspricht ein Sportpensum von 150 Minuten pro Woche ganz den Leitlinien für eine gute Herzgesundheit, scheint aber auch noch weitere Gesundheitsaspekte günstig zu beeinflussen. Zum Beispiel stellt es eine gute, nicht-medikamentöse Alternative dar, um mögliche Schlafprobleme zu verringern.“ Etwa 35-40 Prozent der Erwachsenen hierzulande haben Probleme mit dem Einschlafen oder leiden unter ausgeprägter Tageschläfrigkeit.

Am besten morgens trainieren!

"Auch im Hinblick auf den Zeitpunkt, zu dem bevorzugt Sport getrieben werden sollte, gibt es aktuelle Studienergebnisse. Ein morgendliches Training scheint sich am besten auf die Schlafqualität und auch auf die Schlafarchitektur auszuwirken“, berichtet Wesiack. Studienteilnehmer, die um 7 Uhr morgens eine halbe Stunde lang Rad fuhren, durchliefen mehr Leichtschlaf- und mehr Tiefschlafphasen pro Nacht, konnten also die Gesamtzahl der vollständig durchlaufenen Schlafzyklen wesentlich steigern im Vergleich zu Teilnehmern, die mittags um 13 oder abends um 19 Uhr trainierten.

Weitere Informationen über Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe finden Betroffene und Interessierte im Internet unter www.internisten-im-netz.de.

Quellen:
Mental Health and Physical Activity 2011, Band 4/2, Seite 65-69
American College of Sports Medicine, 6.11.11

 


Veröffentlicht am: 05.01.2012

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