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Krawatte - vom Kulturstrick zum Kultobjekt

Die Krawatte stammt nicht aus Frankreich, sondern sie ist – wie so vieles – eine Erfindung der Chinesen: Die kaiserlichen Soldaten schützten sich damit vor der Kälte. Für den Erfolg der Krawatte in Europa zeichnen dann allerdings doch die Franzosen verantwortlich: Ab etwa 1650 wurden Krawatten am Hof von Louis XIV. getragen. Die Chevaliers standen im Wettbewerb um die eleganteste und gewagteste Kleidung. Der machte vor der Krawatte nicht halt und so wurden ihr Bänder aus Spitze und Seide hinzufügt. Diese Mode wurde an allen Höfen Europas sehr schnell kopiert.

Bis in unsere Zeit galt und gilt die Krawatte als Ausweis einer höhern gesellschaftlichen Stellung. Häufig titulierten weniger Privilegierte die Krawatte und ihre Träger mit abwerteten Begriffe wie Kulturstrick für das schmale Stück Stoff und Schlipsträger für Männer, die auch beruflich Krawattenträger waren.

In den vergangenen Jahren führte die Krawatte nach jahrelangen modischen Entgleisungen und dem Aufkommen des Schals als "Ersatz" eher ein Schattendasein. Das ändert sich gerade dramatisch. Auf den Modemessen in Berlin wurden wieder Krawatten gezeigt und getragen.

Die Krawatte 2012 verzichtet auf wenig tragbare Prints wie leicht bekleidete Damen, Dollarzeichen oder Micky Maus. Der modebewusste Mann will vor allem eins: Eine Krawatte von höchster Qualität. Exklusive Seide und in perfekter Verarbeitung sind die Mindestanforderungen. Hochwertige Krawatten kommen nicht aus China, sondern aus Deutschland, Frankreich - und im besten Fall - aus Italien.

Ist die Qual der Wahl bei der Qualität noch relativ gering, so ist sie um so größer, wenn es um Form und Design geht. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich beim Fachhändler - solche gibt es nur einen Klick entfernt im Internet - kundig machen. Nur zwei Tipps: Die Krawatte 2012 ist schmal geschnitten und das Design ist eher zurückhaltend. Das heißt aber nicht, dass Mann auf Farbe bei der Krawatte verzichten muss. Ganz im Gegenteil. Doch an eines sollte Mann bei der Auswahl der Krawatte immer denken: Ihre Qualität wird nicht nur von Material und Verarbeitung, sondern auch von ihre stilsicheren Auswahl bestimmt.

Allerdings gibt es immer wieder Männer, für die eine Krawatte das sprichwörtliche rote Tuch ist, auch wenn die Krawatte einfarbig rot oder grün ist. So sorgten einst im Deutschen Bundestag Abgeordnete wie der spätere Kanzler Gerhard Schröder oder die Männer aus der Grünenfraktion mit krawattenlosen Auftritten für Unmut bei den Kollegen.  Vor rund einem Jahr legte der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz von den Grünen seinen Posten als einer der Schriftführer nieder: der Grund: Das Bundestagspräsidium hat beschlossen, dass die neben dem Bundestagspräsidenten oder einem seiner Stellvertreter sitzenden Schriftführer mit Krawatte erscheinen müssen - soweit es sich um Männer handelt.

 


Veröffentlicht am: 13.02.2012

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