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Aufgespießt: Filmmetropole Berlin

(Helmut Harff / Chefredakteur) Es ist Berlinale-Zeit und ganz Berlin ist im Filmfieber. Während der ersten Aussage nichts hinzuzufügen ist, stimmt die andere nur sehr bedingt. Nicht ganz Berlin, nur die Filmemacher, Filmverdiener, Überfilmschreiber und nicht zu letzt die Filmfans sind im Berlinale-Fieber.

Nein, dass ist nicht das Meckern eines notorischen Berliners. Ich gehe schon zu dem einen oder anderen Film und sicherlich auch auf einige Partys. Doch 300.000 verkaufte Karten bei über 4 Millionen Menschen in Berlin und dem nahen Umland sind bei der unzähligen Schar von Film-Touristen zwar ein neues Rekordergebnis, doch von Filmfieber ist in der Stadt dennoch nicht viel zu spüren. So viel Überschwang passt auch nicht zu den Berlinern.

Ein Beispiel gefällig: Vergangenes Jahr auf dem Potsdamer Platz - dem Zentrum des Berlinale-Universums - folgt eine Meute von Kameraleuten, Fotografen und Fans einer kleinen Gruppe von Menschen, darunter eine Frau. Ein Berliner Ehepaar mittleren Alters beobachtet die Szene. Sie: "Wat isn hier los?" Er: "Keene Ahnung, sicherlich so en Filmfutzi". Sie: "Ick je mal kieken". Sie kommt zurück. Er: "Wat hastn da?". Sie: "En Autogram." Er: "Von wem denn?" Sie: "Wees ick nich, muss mal sehn. Hier steht Isabella Rossellini". Er: "Dett is doch sone Süße". Sie: "So schön war se nun och nich." Begeisterung a la Berlin.

Doch eines ist die Berlinale sicherlich - höchst interessant. das nicht nur oder sogar am wenigsten wegen der im Wettbewerb gezeigten 18 Filme. Schön, bei deren Vorführungen schreiten die Stars über den roten Teppich. Bei Temperaturen von -10 Grad tun mir vor allem die Damen in ihren spartanischen Kleidchen Leid. Da man schlank aussehen will, können die Damen nicht einmal Thermounterwäsche tragen. Ist ja auch eine komische Vorstellung, das Angelina Jolie bei der Premiere ihres Films "In the Land of Blood and Honey" wollene Wäsche trägt.

Doch zurück zu den Filmen. Die zumeist interessanteren oder ungewöhnlicheren Filme laufen außerhalb des offiziellen Wettbewerbs in zahlreichen Serien. Da werden Filme gezeigt, die man danach nie wieder auf einer deutschen Leinwand sehen wird, die selbst auf DVD nur sehr schwer zu bekommen sind. Auch hier stellen sich die Filmemacher immer wieder der Diskussion mit dem Publikum. Das ist interessant und macht Spaß.

Das ist genau das, was ich an der Berlinale so lieber - die Vielfalt, das Spannungsverhältnis zwischen Hollywood-Glamour und den in ihrer Heimat verfolgten Filmemachern.

Mein Tipp: Gehen Sie ins Kino! Sehen Sie sich dort nicht nur die auf der Bestsellerliste stehenden Streifen an. Es gibt viel mehr und vielfach viel bessere Filme. Nicht die Leuchtreklame und die Qualität des Popkorns sollte bei der Filmauswahl entscheidend sein, sonder die Sucht auf neue cineastische Erlebnisse.

 


Veröffentlicht am: 13.02.2012

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