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Marvel, die Traumfabrik für Comicfans

Ob Daredevil, Spiderman oder Iron Man – viele der von uns in der Kindheit geliebten Comichelden stammen aus der Feder des Marvel-Comicverlags. Auch der Stuntman Johnny Blaze alias Ghost Rider (gespielt von Nicolas Cage) in der gleichnamigen Verfilmung „Ghost Rider: Spirit Of Vengeance“ (Kinostart: 23. Februar 2012) entstammt dieser Traumfabrik der Bildergeschichten. Doch wie entstand Marvel eigentlich und wo steht der Comicverlag heute?

Von Martin Goodman bis zu Stan Lee

Martin Goodman – der Verlagschef der 1934 gegründeten „Timely Publication“ – gilt als Vater des berühmtesten Comicverlags der Welt. 1939 die wirtschaftlichen Chancen des Comics entdeckend, veröffentlicht er im Oktober desselben Jahres mit tatkräftiger Unterstützung des Kreativ-Unternehmens Funnies Inc. erfolgreich das erste Marvel-Comic-Heft. Mit der Einstellung des 17-jährigen Stanley Martin Lieber – besser bekannt als Stan Lee (Chefredakteur von 1941-1942 sowie 1945- 1972) – und dessen ersten Textbeitrags 1941 zu dem Nazis bekämpfenden Comic-Helden Captain America beginnt die Erfolgsgeschichte des damals noch unter „Timely Comics“ geführten Unternehmens.

Vom Superhelden-Boom der Weltkriegszeit zur Ernüchterung in der Nachkriegszeit

Mit Joel Simon und Jack Kirby – beide verließen den Verlag aufgrund von Differenzen kurze Zeit später – beginnt Goodman 1940 sein eigenes festes Kreativ-Personal einzustellen und eigene Charaktere und Comics zu entwickeln. Captain America als erfolgreichste Timely-Serie der damaligen Zeit sowie Human Torch und Sub-Mariner sind dabei die berühmtesten Comichelden einer Vielzahl von Stars. Doch mit dem Ende des 2.Weltkriegs wird es still um die Superhelden, die gegen Nazis und andere Feinde kämpfen. Deswegen werden Captain America, Human Torch und Sub-Mariner auch Ende der 1940er/Anfang der 1950er Jahre eingestellt.



Von Atlas Comics über den Comic Code zur American News Company


Mit der Umwandlung des Namens von „Timely Comics“ in „Atlas Comics“ beginnt Martin Goodman & Co sich dem Trend des Fernsehens anzupassen und Genres mit seinen Comics zu bedienen, die nicht nur beliebt sind, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg versprechen. Doch mit der McCarty-Ära und einem Buch des Psychiaters Fredric Wertham sowie der damit verbundenen Verteufelung des Comics wird es eng um die bebilderten Superhelden. Comics führten zur Kinderprostitution, Pädophilie und Homosexualität – das sind nur einige Vorwürfe um die Gewalt-und Horror-Inhalte. Auch eine von den Comicschöpfern auferlegte Selbstzensur mit dem Namen Comic Code kann den Abwärtstrend nicht stoppen. Erst mit der Rückkehr Jack Kirbys 1958 und der Erschaffung des Comics Fantastic Four geht es mit Timely/Atlas/Marvel wieder aufwärts.

Von den Fantastic Four über Spiderman bis zum Konkurs

Es beginnt die Zeit vom Hulk, Spiderman und den Fantastic Four, – ab Anfang der 1960er Jahre werden die Marvel-Superhelden zu menschlichen Wesen, die ein Privatleben haben, sich mit den Alltagsproblemen auseinandersetzen müssen und nicht immer mit ihren Superkräften erfolgreich sind. Ebenfalls identitätsstiftend ist aber auch Marvels Einbeziehung der Leser. Fans sollen Hintergrundinformationen erhalten und sich als Insider sehen. Marvel gelingt damit zwar der erfolgreiche Börsengang, doch die Neu-Konzipierung von den Helden schreckt auch viele alteingesessene Fans ab. Marvel muss 1997 Konkurs anmelden.

Neuanfang bis zur Übernahme durch Disney

Mit der Übernahme des Unternehmens durch Avi Arads Unternehmen „Toy-Biz“ in den 1990er Jahren geht ein Trend zur Film-Vermarktung der Marvel-Helden einher. Durch Beteiligungen an der Film-Vermarktung von X-Men und Spiderman kann Marvel wieder schwarze Zahlen schreiben. Marvel feiert jetzt nicht nur mit neuen Reihen wie den „Ultimate Comics“ Erfolge, sondern setzt verstärkt auf Crossover-Stories, um den Verkauf aller anderen Stories mit anzukurbeln. Im Herbst 2009 übernimmt schließlich Disney die Kult-Comic-Schmiede für umgerechnet 2,8 Milliarden Dollar. Ein Glücksdeal in Sachen Comicfilm-Vermarktung und Infrastruktur.

Man hätte wohl nicht gedacht, dass Disney seine Hände bei so einer düsteren Verfilmung wie „Ghost Rider: Spirit Of Vengeance“ im Spiel haben könnte. Wer den Stuntman Johnny Blaze alias Ghost Rider (gespielt von Nicolas Cage) als wandelnder Feuerdämon erleben möchte, wie dieser vom Teufel angetrieben alles dafür tut, die Welt vor dem Verderben zu retten, der sollte ab dem 23. Februar 2012 eines der zahlreichen deutschen Kinos besuchen.

Die offizielle Ghost Rider: Spirit Of Vengeance-Website: http://www.ghostrider-film.de/
Das offizielle Facebook-Profil: http://www.facebook.com/GhostriderFilm

 


Veröffentlicht am: 13.02.2012

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