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Elektrofahrrädern boomen - Versicherung nicht vergessen

Am  01. März 2012 beginnt die neue Saison für kleine,   motorisierte   Zweiräder.   Dann   benötigen  deren  Fahrer  neue Versicherungskennzeichen, dieses Jahr mit blauer Schrift. Seit einiger Zeit ist  eine neue Gattung, die sogenannten Pedelecs - „Pedal Electric Cycle“ - hinzugekommen.  Das sind mit einem Elektromotor als Trethilfe ausgestattete Fahrräder,  die  in  der  Kombination  aus  Muskelkraft und Motor leicht 25 Stundenkilometer  erreichen  können. 

Einige  Fahrzeuge verfügen zusätzlich über   eine   Anfahrhilfe.   Dann   gibt  der  Elektromotor  bis  zu  einer Geschwindigkeit  von  sechs  Stundenkilometer  Leistung  ab,  ohne dass der Fahrer  selber  treten muss. In einer hügeligen Umgebung oder bei Gegenwind sorgt  das  Pedelec  für  eine angenehme Erleichterung. Insbesondere ältere Menschen empfinden   das   motorgetriebene   Rad   als  eine  willkommene Unterstützung ihrer Mobilität.

Schnelle E-Bikes benötigen Kfz-Haftpflichtversicherung

Es  gibt aber auch bereits Pedelecs, deren Tretkraftunterstützung weit über 25 Stundenkilometer hinausreicht. „Für diese sogenannten schnellen Pedelecs gibt  es  noch  gar keine eigenen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften“, weiß  KFZ-Experte  Armin Eckert von der Gothaer Versicherung. „Kein Wunder, dass  in  der Bevölkerung Unsicherheit besteht, insbesondere bei der Frage, welchen Versicherungsschutz Pedelecs benötigen“ ergänzt Eckert. Fest steht, dass schnelle Pedelecs eine Betriebserlaubnis benötigen, um im öffentlichen Verkehr verwendet werden zu dürfen.

Schnelle   Pedelecs   mit   einer  Tretkraftunterstützung  von  bis  zu  45 Stundenkilometern  und  einer Anfahrhilfe bis 20 Stundenkilometer werden in der   Regel  mit  einer  Betriebserlaubnis  als  Leichtmofa  angeboten  und benötigen dann auch eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit dem dazu gehörigen Versicherungskennzeichen.  „Nicht  versicherungspflichtig  ist  ein Pedelec ohne  oder  auch mit Anfahrhilfe bis sechs Stundenkilometer sowie mit einer Tretunterstützung  bis  lediglich  25  Stundenkilometern. Hier schützt dann bereits  die  Gothaer  Privathaftpflichtversicherung  gegen Forderungen von Unfallgegnern“,   klärt  Eckert  auf.  "Solche  Pedelecs  können  über  die Fahrradklausel  zur  Gothaer  Hausratversicherung auch gegen das Risiko des Diebstahls   abgesichert   werden.  Ein  schnelles  Pedelec  kann  dagegen komfortabel und umfassend über das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen im Rahmen der Teilkasko gegen Diebstahl versichert werden.“

Der  Erfolg der Pedelecs ist überwältigend: Hatte die Radindustrie für 2011 mit  300.000  verkauften  E-Bikes  gerechnet, waren es am Ende sogar stolze 600.000.  Gut  vier  Millionen  Räder  verkauften  die Händler insgesamt im letzten  Jahr.  Damit  liegt  der  Anteil  der  Elektrofahrräder  an  allen verkauften Fahrrädern bei rund 15 Prozent. Für 2012 wird mit einem weiteren Anstieg der Verkaufszahlen gerechnet.

Gefahren im Straßenverkehr – Motor beschleunigt abrupt

Wie   wichtig   die  Versicherung  der  Pedelecs  ist,  zeigen  die  ersten Erfahrungen   mit  diesen  Fahrzeugen  im  Straßenverkehr.  Der  gute  alte Drahtesel  entwickelt  sich  zur  Sportskanone  und  wird  insbesondere von Autofahrern nur zögerlich erkannt. „Sie sind es einfach nicht gewohnt, dass Fahrräder bei Grün blitzschnell starten und in eine Kreuzung hineinfahren“, erläutert  Eckert. 

Eine  andere Eigenschaft der Elektrofahrräder ist, dass deren  Motoren  ihre  Kraft  nicht  linear zum Treteinsatz abgeben. Dadurch kommt  es  zu  abrupten  Beschleunigungen.  Das  kann  besonders  bei Nässe gefährlich  werden.  „Denn  dann  ist die abrupte Kraftabgabe mitunter kaum beherrschbar“,   bringt   Eckert   das   Problem   auf   den  Punkt.  Viele Radverkehrsanlagen sind auch noch nicht auf schnellen Radverkehr ausgelegt. Die erhöhten Unfallgefahren sollten nicht unterschätzt werden. Auch wenn es für  Pedelecs  noch  keine allgemeine Helmpflicht gibt, ist ein Fahrradhelm zur  eigenen Sicherheit in jedem Fall dringend zu empfehlen. Übrigens setzt das  Fahren  von  schnellen  Pedelecs  eine Mofa-Prüfbescheinigung oder den Führerschein der Klasse M voraus.

 


Veröffentlicht am: 14.02.2012

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