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17.10.2017

 

 

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Lautstarke Lebensretter

Die kleinen, unscheinbaren Geräte können Leben retten: Täglich sterben ein bis zwei Menschen in Deutschland durch Brände, 70 Prozent davon nachts in ihrer eigenen Wohnung. Die meisten Opfer ersticken im Schlaf ohne überhaupt aufzuwachen. Denn der tödliche Rauch breitet sich meist ziemlich schnell und lautlos aus. Ein Rauchmelder aber schlägt frühzeitig mit einem schrillen Signalton Alarm. Damit kann er den Betroffenen einen entscheidenden Vorsprung verschaffen.

Was beim Kauf eines Rauchmelders zu beachten ist, weiß Schaden-Expertin Tanja Cronenberg von ERGO.

Es kann ausreichen, eine brennende Kerze zu vergessen. Oder die Glut einer Zigarette fällt unbemerkt zu Boden. Wenn das Feuer auf Vorhänge oder Tischdecken übergreift, verwandelt sich die gesamte Wohnung unter Umständen innerhalb kürzester Zeit in ein flammendes Inferno. „Viele nehmen an, dass nur fahrlässiges Verhalten zu einem Feuer führen kann. Das ist allerdings ein Irrtum“, mahnt ERGO Expertin Tanja Cronenberg: „Viele Wohnungsbrände werden durch schadhafte Kabel, defekte Elektrogeräte oder Brandstiftung in Keller und Hausflur verursacht.“ So geraten immer wieder Menschen ganz ohne eigenes Verschulden in akute Lebensgefahr. Rauchmelder können helfen, eine Katastrophe zu verhindern.

In neun Bundesländern sind die Warngeräte bereits Pflicht: In Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bremen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland sind Rauchmelder bei Neu- und Umbauten gesetzlich vorgeschrieben. In bestehenden Wohnhäusern müssen sie innerhalb einer bestimmten Frist nachgerüstet werden.

Schon 30 Sekunden können entscheidend sein

95 Prozent aller Brandopfer sterben nicht an den Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung. „Vor allem nachts ist der Rauch lebensgefährlich: Bereits das Einatmen weniger Lungenfüllungen kann tödlich sein“, warnt Tanja Cronenberg. „Häufig werden Opfer im Schlaf ohnmächtig, ehe das Feuer die Bausubstanz angegriffen hat.“ Der einfache Grund: die Sinne von Schlafenden registrieren den beißenden Geruch nicht. Der durchdringende Ton eines Rauchmelders dagegen reißt sogar Tiefschläfer umgehend aus ihren Träumen und verschafft ihnen damit die nötige Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Im Brandfall kommt es tatsächlich auf jede Sekunde an: „In nur 30 Sekunden kann ein Feuer außer Kontrolle geraten, in fünf Minuten kann ein Zimmer vollständig ausbrennen“, sagt die ERGO Expertin. Rauchmelder funktionieren dabei nach dem Prinzip der Lichtstreuung: Im Inneren der Geräte befindet sich eine Messkammer, in der regelmäßig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Sobald Rauch eindringt, werden die Lichtstrahlen gestreut und auf eine Fotolinse gelenkt. Dann reagiert der Melder und löst das Warnsignal aus. Bei geprüften Meldern führen weder Zigaretten noch Kerzen zum Alarm.

Beim Kauf nicht auf den Preis, sondern auf Prüfsiegel achten

Fachleute empfehlen, als Mindestschutz einen Rauchmelder pro Wohnung zu installieren, am besten im Flur. „Noch sicherer ist man, wenn man zusätzlich jeweils ein Warngerät in Schlaf- und Kinderzimmern anbringt“, rät Tanja Cronenberg. „Auch im Keller und auf dem Dachboden machen Rauchmelder durchaus Sinn, da es dort oft zu unbeobachteten Bränden kommt.“ In Bad und Küche sind die Geräte dagegen fehl am Platz, da es wegen der Wasserdämpfe zu Fehlauslösungen kommen kann. Die unscheinbaren Apparate kosten zwischen zehn und 60 Euro.

Beim Kauf empfiehlt es sich darauf zu achten, dass der Rauchmelder einfach zu montieren ist und mindestens drei Jahre Garantie hat. Die Lebensdauer der Batterien sollte nicht unter fünf Jahren betragen, die Lautstärke des Alarms muss wenigstens 85 Dezibel erreichen. Von Vorteil ist, wenn sich einzelne Geräte über Kabel oder Funk verbinden lassen, so dass alle Alarm schlagen, wenn eines von ihnen Rauch meldet. „Der Preis lässt allerdings nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Qualität zu“, erklärt die ERGO Expertin: „Ein guter Anhaltspunkt ist dagegen das Prüfzeichen ,Q' in Verbindung mit dem Siegel der VdS-Schadensverhütung oder dem des Kriwan-Testzentrums. Das bekommen nämlich nur hochwertige Geräte.“

Quelle: ERGO

 


Veröffentlicht am: 23.02.2012

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