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28.06.2017

 

 

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Stille Wächter an Oregons Küste

Wohl kaum etwas prägt aus Aussehen der Oregon Coast mehr als die elf Oregon Lighthouses, die an der rund 600 Kilometer langen Küste des Staates verteilt zu finden sind. Jeder der Leuchttürme hat seine eigene Geschichte, seine eigene Vergangenheit, seine eigenen Legenden. Einige können besichtigt werden,  andere kann man sich nur von außen ansehen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit machen sie die jahrhundertealte Anziehungskraft des Meeres auf die Menschen greifbar.

Der Spitzname des 1881 eröffneten Tillamook Rock Lighthouse bei Cannon Beach ist „Terrible Tilly“, auf Grund der zahlreichen Schwierigkeiten und Hindernisse beim Bau des Leuchtturms. Die Bauarbeiten zogen sich über zwei Jahre hin und kosteten sogar einen Arbeiter das Leben. Der Leuchtturm liegt rund 1,5 Kilometer von der Küste entfernt auf einem Felsen inmitten des rauen Pazifik.  Die Leuchtturmwärter von „Terrible Tilly“ waren oft für Monate vom Festland abgeschnitten. Aufgrund der schwierigen Bedingungen, wurde Tillamook Rock Lighthouse 1957 außer Betrieb genommen. Der Leuchtturm ist heute in Privatbesitz und dient als letzte Ruhestätte, mit Platz für mehr als eine halbe Million Urnen. Einen tollen Blick auf „Terrible Tilly“ bietet ein Aussichtspunkt innerhalb des Ecola State Park. Auch von Cannon Beach und Seaside aus ist er gut zu sehen.

Das rund 60 Meter über dem Meer auf einer Klippe gelegene Cape Meares Lighthouse befindet sich am nördlichen Ende der malerischen Three Capes Scenic Route, einer wunderschönen Aussichtsstraße entlang der Küste, – sehr empfehlenswert. Der Leuchtturm ist heutzutage nicht mehr in Betrieb, Ende des 19. Jahrhunderts war sein rotes Blitzlicht rund 34 Kilometer weit sichtbar. Mittlerweile hat ein automatisches Leuchtfeuer ganz in der Nähe die Aufgabe des Turms übernommen. Sehenswert in der Nähe von Cape Mears ist der Octopus Tree, eine riesige Sitka-Fichte mit einem Umfang von rund 15 Metern, die ihren Namen der optischen Ähnlichkeit mit dem gleichnamigen Meeresbewohner verdankt. Cape Meares Lighthouse ist für Besucher geöffnet.

Yaquina Head Lighthouse, nördlich von Newport gelegen, gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Leuchttürmen der Oregon Coast. Mit 28 Metern ist er auch der höchste Leuchtturm in Oregon. Yaquina Head kann besichtigt werden und die Strapaze des Aufstiegs auf den Turm lohnt sich auf jeden Fall – der Blick ist atemberaubend. Ebenso lohnenswert sind ein Besuch des im ehemaligen Leuchtturmwärterhauses untergebrachten Besucherzentrums und ein Spaziergang zum Strand.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt Yaquina Bay Lighthouse, der einzige komplett aus Holz gebaute Leuchtturm an der Oregon Coast, der heute noch steht. Yaquina Bay Lighthouse war nur drei Jahre in Betrieb, von 1871 bis 1874, aber die kurze Zeit war ausreichend, dem Turm einen unheimlichen Ruf einzubringen. Der Leuchtturm wird in verschiedenen Veröffentlichungen mit mysteriösen Ereignissen wie dem spurlosen Verschwinden eines Mädchens in Verbindung gebracht. Seit 1996 ist Yaquina Bay, modernisiert und voll automatisiert, wieder in Betrieb. Im ehemaligen Wohnbereich ist heute ein Museum untergebracht in dem zahlreiche maritime Ausstellungsstücke bewundert werden können. 

Heceta Head Lighthouse ist der meistfotografierte Leuchtturm an Oregons Küste und auch über die Staatsgrenzen hinaus bekannt, kein Wunder bei dieser malerischen Lage. Das Lighthouse liegt rund 62 Meter oberhalb des Ozeans und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer. Heceta Head hat das hellste Licht an der Oregon Coast mit einer Reichweite von rund 34 Kilometern. Im früheren Wohnhaus des Leuchtturmwärters ist heute ein gemütliches Bed & Breakfast untergebracht, so kann man eine der interessanten Besichtigungen des Turms bequem mit einem kleinen Kurzurlaub verbinden. 

Der erste Leuchtturm am Umpqua River wurde im Jahr 1857 in Betrieb genommen, konnte jedoch den Naturgewalten, denen er ausgesetzt war, nicht Stand halten. Das zweite Umpqua River Lighthouse entstand zwischen 1892 und 1894, zur selben Zeit wie Heceta Head Lighthouse. Da für das Umpqua River Lighthouse die gleichen Pläne genutzt wurden, ist eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Türmen nicht zu übersehen.  Führungen im Turm sind möglich, außerdem gibt es in der Nähe einen Aussichtspunkt zum Whale Watching und ein interessantes Besucherzentrum über die Oregon Coast. www.umpqualighthouse.org.

Cape Arago Lighthouse ist bereits der dritte Leuchtturm, der auf dem gleichnamigen Kap in der Nähe von Coos Bay erbaut wurde. Der erste der Türme nahm 1866 seine Arbeit auf, der heutige Leuchtturm wurde 1934 in Betrieb genommen. Cape Arago, auf Grund seines abgelegenen Standorts der am schwersten zu findende Leuchtturm in Oregon, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Cape Blanco Lighthouse kann gleich mit mehreren Rekorden aufwarten. Er ist Oregons ältester noch in Funktion befindlicher Leuchtturm, hat mit 78 Metern über den Meeresspiegel das höchste Leuchtfeuer und liegt am westlichsten Punkt des Staates. Darüber hinaus hat im Cape Blanco Lighthouse Oregons erster weiblicher Leuchtturmwärter Dienst getan. Und Cape Blanco kann in seiner langen Geschichte auf zwei Wärter zurückblicken, die ihre gesamte Karriere hier verbrachten – jeweils über 30 Jahre. Eine bemerkenswerte Tatsache, wenn man bedenkt, dass der Leuchtturm auch mit den technischen Gegebenheiten der heutigen Zeit relativ weit ab von der Zivilisation liegt. Wie muss das wohl damals gewesen sein? Sehenswert ist auch Cape Blanco Sate Park, auf dessen Gelände sich der Leuchtturm befindet.  

Das achteckige Gebäude, das direkt an den Leuchtturm anschließt, macht das Coquille River Lighthouse zu einer kleinen architektonische Besonderheit. In Betrieb genommen wurde der Turm, der auch unter dem Namen Bandon Lighthouse bekannt ist, im Jahr 1896. Trotz des Leuchtfeuers ereigneten sich im Laufe der Jahre hier mehrere Schiffsunglücke. So fuhr im Jahr 1905 der Schoner „Advance“ sogar beinahe in den Leuchtturm hinein. Bei dem großen Waldbrand 1936, der die Stadt Bandon fast vollständig zerstörte, war Coquille River Lighthouse eines der wenigen Gebäude, das unversehrt blieb. 1939 wurde der Leuchtturm außer Betrieb genommen. Zeit, Wettereinflüsse und auch Vandalismus machten umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig. 1991 übernahm ein solarbetriebenes Licht die Arbeit im Leuchtturm. 

Das Cleft of the Rock Lighthouse bei Yachats sieht eigentlich gar nicht wie ein Leuchtturm aus, sondern eher wie ein normales Wohnhaus mit einem Besitzer, der ein Faible für Leuchttürme hat. Und das ist auch gar nicht so falsch. Cleft of the Rock gehört Jim Gibbs, Buchautor, ehemaliger Wärter des Tillamook Rock Lighthouse und einer der führenden Experten für die Leuchttürme an der Oregon Coast. Das 1976 erbaute Gebäude ist nicht für Besucher geöffnet, einen Photostopp ist es allemal wert. Der Leuchtturm am Cleft of the Rock Lighthouse ist dem ehemaligen Fiddle Reef Lighthouse auf Vancouver Island nachempfunden.

Oregons südlichster Leuchtturm ist Pelican Bay Lighthouse. Er wurde am 4. Juli 1999 in Betrieb genommen und ist damit der neueste Leuchtturm an der Oregon Coast. Ähnlich wie Cleft of the Rock ist auch er in Privatbesitz und dient als Wohnhaus und Leuchtturm gleichermaßen. Der achteckige Turm des Pelican Bay Lighthouse liegt auf einer Klippe rund 40 Meter oberhalb des Pazifiks. Sein Licht kann noch aus 17 Kilometern Entfernung gesehen werden. Besichtigungen des Privatgrundstückes sind nicht möglich, einen guten Blick auf dem Turm erhält man vom Hafen in Brookings.

Weitere Informationen (meist in englischer Sprache) erhält man auf den im Text genannten Websites. Portland, der wirtschaftliche und kulturelle Nabel des Staates, ist von Amsterdam mehrmals pro Woche nonstop mit KLM-Delta leicht zu erreichen.

Für Fragen rund um Oregon steht das Fremdenverkehrsbüro gerne zur Verfügung: 
Travel Oregon
Wiechmann Tourism Service GmbH
Scheidswaldstraße 73
60385 Frankfurt,
Telefon +49 69 25538240
Telefax +49 69 25538100.
Deutschsprachige Informationen zu Oregon gibt es auch im Internet unter www.TravelOregon.de.
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Veröffentlicht am: 26.02.2012

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