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Krebsvorsorge trotz Angst vor Darmspiegelung

Darmkrebs ist heilbar – wenn er frühzeitig erkannt wird. Doch was tun, wenn der Gedanke an Abführmittel und meterlange Endoskopie-Schläuche alle guten Vorsätze zur Früherkennung in die Flucht schlagen?

Für wen eine Darmspiegelung nicht in Frage kommt, kann die Bestimmung von Tumor- und Blutungsmarkern eine gute Hilfe sein. Tumormarker sind Stoffwechselprodukte, die sich bei Personen mit Krebs oder Krebsvorstufen im Stuhl anreichern. Ein Beispiel für einen empfindlichen Tumormarker ist das M2-PK, dessen Bestimmung das Institut für Mikroökologie in Herborn anbietet. Beispiele für Blutungsmarker sind das Hämoglobin und der Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex. Für die Tests reicht es aus, beim Arzt eine Stuhlprobe abzugeben. Je mehr Tumor- und Blutungsmarker der Arzt dann in der Untersuchung kombiniert, desto genauer ist das Testergebnis.

Sind die Werte der Tumor- und Blutungsmarker unauffällig, kann der Betroffene auf eine Darmspiegelung verzichten. Sind die Werte jedoch deutlich erhöht, wird eine Darmspiegelung notwendig. Während der Spiegelung kann endgültig festgestellt werden, ob sich Krebsgeschwulste oder deren Vorstufen – die Polypen – im Darm befinden. Beides kann direkt während der Darmspiegelung entfernt werden. Wichtig bei den Tumormarkern ist: ein erhöhter Tumormarker ist nicht gleichbedeutend mit Krebs.

Da sich Darmkrebs über viele Jahre bis Jahrzehnte entwickelt, eignet er sich wie kaum eine andere Krebsform zur Früherkennung. Häufig werden bereits die gutartigen Polypen aus dem Darm entfernt, sodass der Krebs erst gar nicht entstehen kann.

Würden sich mehr Menschen zur Darmkrebsvorsorge durchringen, könnten viele Leben gerettet werden. Und Deutschland würde damit eine traurige Spitzenreiterposition aufgeben. Denn in Deutschland erkranken mehr Frauen an Darmkrebs als in allen anderen Ländern der Europäischen Union. Bei den Männern rangiert Deutschland immerhin noch auf Platz vier.

Quelle: Institut für Mikroökologie

 


Veröffentlicht am: 03.03.2012

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