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Vor der Reise Versicherungsschutz prüfen

Jährlich reisen rund 44 Millionen Menschen aus Deutschland ins Ausland. Schätzungen zufolge hat etwa ein Drittel von ihnen unterwegs gesundheitliche Probleme – vom harmlosen Reisedurchfall bis hin zum schweren Unfall.

Für Urlauber, die nicht ausreichend versichert sind, wird eine Behandlung im Ausland oder ein Rücktransport in die Heimat teuer, unter Umständen sogar existenzbedrohend. Denn der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen ist im Ausland eingeschränkt und gilt nicht weltweit. Der Abschluss einer zusätzlichen privaten Auslandsreisekrankenversicherung ist deshalb grundsätzlich empfehlenswert, teilt das CRM Centrum für Reisemedizin mit.

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC haben gesetzlich Versicherte zwar Anspruch auf medizinische Leistungen innerhalb der EU-Länder und in einigen Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. „Reisende müssen jedoch fast immer mit privaten Zuzahlungen rechnen“, sagt Lothar Münnix, Geschäftsführer des CRM Centrum für Reisemedizin. „Den Transport für einen Rücktransport in die Heimat übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen generell nicht.“ Wer in ein Land reist, mit dem kein Sozialversicherungsabkommen besteht und nicht privat versichert ist, muss die Kosten für medizinische Leistungen selbst tragen. „Diese können enorm sein“, so Münnix „Ein Krankenrücktransport aus der Dominikanischen Republik beläuft sich etwa auf 80.000 Euro.“

Reisende, die eine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, genießen hingegen meist weltweit vollen Versicherungsschutz. Doch auch hier gilt zu beachten: Die volle Übernahme der Kosten setzt voraus, dass die Krankheit nicht zu erwarten war – also akut aufgetreten ist oder es sich um einen Unfall handelt. Versicherer übernehmen für gewöhnlich keine Kosten für Behandlungen, die aufgrund einer Vorerkrankung notwendig werden. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten sich deshalb die Reisefähigkeit von ihrem Arzt bescheinigen lassen. Auch bei Risikoreisen – etwa Abenteuerurlauben oder Bergsteigen in extremen Höhen – beschränken viele Versicherer ihre Leistungen oder schließen bestimmte Leistungen sogar ganz aus. „Wer eine solche Reise plant, sollte sich unbedingt im Vorfeld bei der Versicherung über den Leistungsumfang informieren und gegebenenfalls Sondervereinbarungen treffen“, rät Münnix.

Es sei außerdem sinnvoll, eine Versicherung zu wählen, die den Rücktransport bereits dann finanziert, wenn dieser als „medizinisch sinnvoll und vertretbar“ bezeichnet wird: „Denn zum Tranport bei ‚medizinischer Notwendigkeit’ besteht ein erheblicher Unterschied“, erläutert Münnix.  In diesem Fall werde der Patient nur dann nach Hause transportiert, wenn er vor Ort nicht adäquat behandelt werden könne. Die Entscheidung über die Transportfähigkeit treffen dabei die behandelnden ausländischen Ärzte. Anders ist dies beim medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransport: Hier entscheiden die Ärzte der Notrufzentrale des Versicherers zusammen mit dem Patienten, sobald dieser aus medizinischer Sicht transportfähig ist. „Dessen Gesundheit und schnelle Genesung zu Hause bei der Familie stehen dabei an erster Stelle“, sagt Münnix.

Eine Auslandskrankenversicherung sollte zudem eine telefonische 24-Stunden-Notfallhilfe anbieten. So haben Reisende jederzeit die Möglichkeit, mit einem Arzt in Deutschland zu sprechen, der die Versorgungsmöglichkeiten im Reiseland kennt und die Kommunikation mit den Ärzten vor Ort übernimmt.

Das CRM Centrum für Reisemedizin hat in Kooperation mit der ERV, Europäische Reiseversicherung AG in München, einem Spezialisten im Bereich der Reiseversicherungen und Assistance seit über 100 Jahren, einen kostenlosen Ratgeber zum Thema Krankenversicherungsschutz für Auslandsreisen aufgelegt. Dieser ist online abrufbar unter www.crm.de/aktionen/index.html.

Merkblätter zum Krankenversicherungsschutz im Ausland erhalten Interessierte auch auf der Internetseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland unter www.dvka.de.

 


Veröffentlicht am: 09.03.2012

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