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Aufgespießt: Es gibt so Tage...

(Helmut Harff / Chefredakteur) Eigentlich sollte es in dieser Kolumne um den Frühling, um Knospenknall, Miniröcke, Frühlingsgefühle und die Sommerzeit gehen. Doch dann änderte sich Mitte der Woche mit nur einem Anruf alles.

Eigentlich meint man, solche Katastrophentage gibt es nicht wirklich, nur in tränendrüsenreizenden Vorabendserien oder den berühmt-berüchtigten Groschenromanen. Doch dem ist leider nicht so. Es gibt Tage, an denen passieren Dinge, die will man einfach nicht. Mich erreichte ein Anruf, dass ein Mensch, der sehr lange in meinem Leben eine große Rolle gespielt hat, gestorben ist. Gut, wir haben uns seit Jahren nicht gesprochen und die letzte Begegnung war auch nicht wirklich freundschaftlich - dennoch ist so eine Nachricht wie ein Schlag in die Magengrube. Wenn dann auch noch die Umstände des Todes ziemlich katastrophal waren, dann braucht man jemand, mit dem man sprechen kann.

Am Tage sind alle Arbeiten, bis auf den guten Männerfreund. Den kann man immer anrufen, auch wenn man sich eine ganze Weile nicht gesprochen hat. Doch es gibt so Tage..., denn am anderen Ende der Leitung war nicht der Single-Freund, sondern ein andere Mensch. Verwählt? Schön wäre es! In wenigen Worten erfährt man, dass der Angerufene vor kurzer Zeit seine letzte Zigarette geraucht hat. Klar wusste ich, dass er mit seiner total kaputten Lunge und seinem Zigarettenkonsum mich nicht überleben wird. Doch so schnell? Es gibt so Tage...

Es gibt so Tage, da herrscht nur noch Chaos im Kopf, da kann man nicht mehr klar denken, da vergisst man sogar zu trauern, da macht das Gehirn einfach dicht. Ich hatte den Eindruck, meine eigenes Betriebssystem hat auf Notfallmodus umgeschaltet. Nach dem alles wieder hochgefahren war, konnte ich wieder etwas Ordnung ins Gedankenchaos bringen.

Das half aber noch nicht viel. Viel hilft an so Tagen, mit anderen zu reden, nicht in Selbstmitleid und Alkoholkonsum zu versinken. Es gibt so Tage, an denen muss man reden und reden. Gut, dass es dann Menschen gibt, die einfach nur zuhören. Mitleid ist da fehl am Platz. Einfach - auch wenn es nur am Telefon ist - einfach aufgefangen werden, dass ist es, was an so einem Tag hilft.

Mein Tipp: Sorgen Sie immer dafür, dass Sie Menschen haben, mit denen Sie reden können und seien Sie für Menschen da, die einfach nur reden wollen. Leider kann man es im Leben nicht verhindern, dass es so Tage gibt... Um so mehr sollte man die anderen genießen.

Übrigens: Die Uhren wurden gerade um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt, es ist Frühling, die Hormone spielen verrückt und die Miniröcke werden ausgeführt. Gott sei Dank gibt es auch solche Tage.

 


Veröffentlicht am: 26.03.2012

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