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28.03.2017

 

 

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Intuition – Vertrauen Sie Ihrem Bauch!

Jeder von uns muss täglich unzählige Entscheidungen treffen. Solange es dabei „nur“ darum geht, was wir zu Mittag essen oder welche Jacke wir anziehen, fällt uns das nicht weiter schwer. Bei schwierigen Entscheidungen, wie zum Beispiel einer Trennung oder das Wechseln in einen neuen Job, fühlen sich viele Menschen aber hin und her gerissen zwischen Gefühl und Verstand.

Der Intuition zu vertrauen ist in den letzten Jahren zwar wieder in Mode gekommen – die Überzeugung hält sich dennoch hartnäckig, dass wichtige Entscheidungen rational, also vernunftgetrieben, getroffen werden sollten. Dabei leistet die Intuition dem Menschen bereits seit Urzeiten wertvolle Dienste, weiß der Psychologe Benjamin Martens von psycheplus und erklärt, warum und wann wir unserem Bauchgefühl trauen können.

Als Intuition bezeichnet man die Fähigkeit, eine Entscheidung „aus dem Bauch heraus“ zu fällen, ohne davor die Zusammenhänge genau zu analysieren. Oder die Stimmung eines Menschen in Sekundenbruchteilen zu erfassen und entsprechend darauf einzugehen. Im Laufe der Evolution haben wir uns dazu grobe Muster angeeignet, die vor allem hilfreich sind, wenn wir rasch reagieren müssen und keine Zeit haben für rationale Überlegungen. So haben wir zum Beispiel beim Knacken von Holz den Angriff eines Tieres vor Augen und denken intuitiv an Flucht – anstatt stehen zu bleiben und erst vernünftig zu analysieren, woher das Geräusch tatsächlich kommen könnte.

Ratgeber im Unterbewusstsein


Die Basis für unser intuitives Handeln liegt in unserem Unterbewusstsein. Darin sind neben den erlernten Mustern all unsere Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke, Motive und Einstellungen gespeichert. Vieles davon ist uns gar nicht bewusst. Denn wir können in der Sekunde nur etwa 40 Sinnesreize verarbeiten – von den rund elf Millionen, die im gleichen Zeitraum auf uns einstürmen. „Das Unterbewusstsein hat also unter anderem die wichtige Funktion, Dinge für uns wahrzunehmen und zu verarbeiten, die wir bewusst gar nicht aufnehmen können. Und das ist gut so, denn wir wären ansonsten völlig überfordert mit der Verarbeitung all der Eindrücke“, erklärt der Psychologe Benjamin Martens.

Verloren sind sie dennoch nicht, denn wann immer wir unsere Intuition spielen lassen, greifen wir auch auf dieses Material zurück. Wer etwa eine Entscheidung „mit ins Bett“ nimmt, macht sich diesen Schatz zunutze: Er lässt das Unterbewusstsein während der Ruhephase für sich arbeiten, sieht die richtige Lösung am nächsten Tag häufig deutlicher und klarer – und kann sich dann bewusst für eine Alternative entscheiden. Diese Art, eine Entscheidung in sich reifen zu lassen, wird als Inkubation bezeichnet.

Verstand gegen Bauchgefühl

Selbstverständlich liefert uns die Intuition nicht in jedem Fall automatisch die beste Lösung. „Sie funktioniert immer dann am besten, wenn wir auf dem jeweiligen Gebiet schon viele Erfahrungen gemacht haben oder einen hohen Wissensstand haben“, so der Experte von psycheplus. Ein erfahrener Arzt kann so mitunter schon nach wenigen gezielten Fragen eine korrekte Diagnose stellen – ein junger Assistenzarzt muss hingegen rational und systematisch ergründen, was dem Patienten fehlt. Ohne ausreichende Erfahrung sind strikt faktenbezogene Entscheidungen also vielfach unerlässlich; das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass wir mit unserem Verstand immer besser beraten sind als mit unserem Bauchgefühl.

Entgegen einer verbreiteten Auffassung führt die Intuition nämlich sehr oft zu den besseren Ergebnissen. „Wenn etwas sehr brisant ist, traut man oft seinem Bauch mehr als seinem Kopf“, weiß der psycheplus Experte. Die Forschung hat zudem gezeigt, dass solche Entscheidungen oft nicht nur länger Bestand haben. Menschen, die auf ihre Intuition vertrauen, sind im Schnitt auch deutlich zufriedener mit den Folgen ihrer Entscheidungen – selbst, wenn diese sich im Nachhinein als falsch erweisen sollten. Wer dagegen den Anspruch an sich hat, Entscheidungen möglichst rational zu treffen, weist nicht nur häufig einen Hang zum Perfektionismus auf. „Auch Depressionen treten hier häufiger auf als bei intuitiven Entscheidern, die auf ihr Gefühl vertrauen“, so der Psychologe Benjamin Martens von psycheplus.

Kann man Intuition trainieren?

Es könnte sich also lohnen, die Intuition zu trainieren. Sie wird, wie die Kreativität und unsere Gefühle, von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Indem wir diese anregen, stärken wir unsere Fähigkeit, intuitive Entscheidungen zu treffen. „Entspannungsmethoden oder kreative Betätigung können dabei helfen“, so der psycheplus Experte. Außerdem kann man lernen, seine Gedanken gezielter einzusetzen und zu steuern. „Oftmals können wir nur noch an eine bestimmte Sache denken, wenn wir unter Druck stehen. Deshalb müssen wir lernen, uns davon abzulenken, um nicht krampfhaft immer wieder auf denselben Punkt zu kommen.“ Intuitive Entscheidungen zuzulassen fällt vielen leichter, wenn sie den Vorsatz fassen, beispielsweise jede dritte oder fünfte Entscheidung bewusst intuitiv zu treffen. Auch das Setzen eines bestimmten Zeitlimits ist ein Weg, um endloses Grübeln zu unterbinden und dem Bauchgefühl mehr Gewicht einzuräumen. Wichtig dabei: Wer vor einer wichtigen Entscheidung steht, sollte sich nicht auf allgemeine Faustregeln verlassen. „Oft verstecken sich dahinter erlernte Vorurteile, die komplexe Themen oder Sachverhalte grob vereinfachen. Besser ist es, Informationen, die für eine Entscheidung gebraucht werden, aus erster Hand einzuholen. Nur so können Sie objektiv bleiben“, so der Rat des Psychologen. Wer dann das Gefühl hat, genug zu wissen, und obendrein auf seinen Bauch vertraut, wird zwar vielleicht nicht in jedem Fall die beste – dafür aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die glücklichste – aller möglichen Entscheidungen treffen.

Weitere Informationen unter www.psycheplus.de.

 


Veröffentlicht am: 16.04.2012

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