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27.04.2017

 

 

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Liebermann zum Frühstück, Paris am Abend und zwischendurch in den Ziegenstall

Inspirationsquelle, Rückzugsort und immer viel mehr als simple Kulisse: Seit jeher hatte Sylt auf Künstler und Kulturschaffende eine beinahe schon magische Anziehungskraft. Auch 2012 greift Sylt jene gewachsenen hohen Ansprüche auf und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm.

Kampener Kunst- und Kulturwochen 11. bis 22. Juni


Vincent van Gogh zum Morgen-Kaffee? Max Liebermann zu Marmelade und Toast? „Kunst & Frühstück“ heißt es im Kaamp-Hüs gleich zweimal: Am 14. und 21. Juni spürt die Hamburger Schauspielerin Veronika Kranich dem morgendlichen Appetit und dem Leben und Wirken der beiden Maler nach. Einer der vielleicht außergewöhnlichsten Künstlerinnen der Insel wiederum ist gleich eine ganze Reihe an Veranstaltungen gewidmet: der Tänzerin Valeska Gert, Gründerin des Kampener „Ziegenstall“ - einem Künstlerlokal, in dem die Kellner nicht nur Kellner waren, sondern zugleich für geistreiche Unterhaltung sorgten.

Die Ausstellung „Valeska Gert. Die Katze von Kampen“ (26. Mai bis 29. Juni, Kaamp-Hüs) wird von einer gleichnamigen szenischen Lesung (Texte, Musik und Tanz: Julia Hansen, Urs Affolter; musikalische Begleitung Jörg Siebenhaar) flankiert. Ausgestellt sind Fotografien, Collagen, Grafiken, Porträts und Skulpturen.

Volker Schlöndorffs Dokumentation „Nur zum Spaß – nur zum Spiel. Kaleidoskop Valeska Gert“ schließlich liefert am 15. und 21. Juni Einblicke in die letzten Tage der „dollen Nummer“ (Kurt Tucholsky) – der Film wurde kurz vor Gerts Tod auf Sylt gedreht. Workshops und Seminare aus den Bereichen Bildende Kunst, Fotografie und Kunsthandwerk runden die Kampener Kunst- und Kulturwochen ab.

Wo einst bedeutende Schriftsteller Inspiration fanden, dort sind Macht und Zauber der Worte auch heute noch lebendig. Seit 1997 belebt Kampen diese Tradition neu und lädt jeden Donnerstag im Juli und August hochkarätige Literaten zum „Kampener Literatursommer“ ins Kaamp-Hüs. Den Auftakt am 5. Juli macht Wibke Bruhns, gefolgt von u.a. Thea Dorn, Ole von Beust und Inga Griese. Musikalisch wird die Literaturreihe begleitetet vom „Kampener Musiksommer“. Musikalisch wird die Literaturreihe begleitetet vom „Kampener Musiksommer“.

„kunst:raum sylt quelle“ / Meerkabarett


Ein Ort sprudelnder Kreativität: Seit sechs Jahren ist die Produktionshalle der Sylt Quelle in Rantum Austragungsstätte des „Meerkabaretts“, dessen Sommerprogramm vom 2. Juli bis 6. September über die Bühne geht. Zwischen Wasserkästen und Abfüllanlagen haben Comedy, Musik und Kleinkunst hier ihren angestammten Platz. Gastgeber der Eröffnungsveranstaltung ist Piet Klocke, der wie immer zwischen Genie und Wahnsinn oszilliert. Ihm zur Seite stehen bis September unter anderem Florian Schroeder, Bernd Stelter, Markus Maria Profitlich, Gayle Tufts, Eckart von Hirschhausen und Mirja Boes. Für die musikalischen Highlights sorgen Stammgast Götz Alsmann (17.bis 19. Juli), Gitte Henning (21. Juli) und Annett Louisan (28. Juli).

Dem Literatengeist der Insel spürt zudem die Stiftung „kunst:raum sylt quelle“ nach. Seit 2001 vergibt sie alljährlich das „Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber“. Am 12. Mai diskutieren die ehemaligen Preisträger Gunther Geltinger und Gernot Wolfram in der Sylt Quelle darüber, ob und wie nachhaltig Literatur wirkt. Motto des Abends: „Geschrieben und vergessen?“ Inselschreiberin 2012 ist Petra Morsbach, die das Stipendium für ihren Text „Der Traum vom Glück“ erhielt.

„Glück“ lautet in diesem Jahr auch das Thema des Sylter Wissenschaftssommers der Stiftung „kunst:raum sylt quelle“. Er widmet sich in Vorträgen und Diskussionen vom 9. Juli bis 20. August jenem schillernden Begriff, der längst eine ganze Industrie beschäftigt. Die zugrundeliegende Frage lautet dabei stets „Ist Glück mehr als Glück?“

Salon.budersand

Regelmäßig wird das Hotel „Budersand“ in Hörnum zum Konzertsaal: Im Sinne typischer Salonabende des 19. Jahrhunderts sind einmal im Monat Musiker, Sänger und Rezitatoren zu Gast, stehen Kammermusik, Lieder- oder Chansonabende auf dem Programm. Ergänzt wird die feinsinnige Unterhaltung durch einen delikaten Hauch von Nervenkitzel, wenn am 19. Mai Eva Scheurer und Rudolf Kowalski Krimiliteratur mit Klaviermusik kombinieren. Klassische Kriminalliteratur spielte nicht selten in Paris – weshalb der Weg nicht weit ist zu einer musikalischen Stadtführung durch die Seine-Metropole. Protagonisten am 9. Juni: Marie Giroux und Stéphan Aubé (Klavier) zu einer musikalischen Stadtführung durch die Seine-Metropole. Im Reisegepäck hat das Duo Klassiker von Jacques Brel, Charles Aznavour und Edith Piaf.

Sylter Museen und Galerien

Sylt ist nicht Paris, verfügt aber dennoch über eine Fülle an Galerien und kunsthandwerklichen Werkstätten. Eine jede mit eigenen künstlerischen Schwerpunkten. Eine jede mit eigenen künstlerischen Zielen. Regelmäßig organisieren etwa die „Kunstfreunde Sylt“ in der Stadtgalerie Alte Post in Westerland Ausstellungen; zudem haben sie in Anlehnung an die Tradition der Inselschreiber das „Inselmaler-Projekt“ initiiert. In diesem Jahr trägt Stefan Ringeling diese Auszeichnung. Seine Arbeiten – großformatige Ölbilder und kleinformatige Skizzen, die gemeinsam ein visuelles Tagebuch, „Daily Paintings“, ergeben – sind vom 16. bis 30. Juli in der Alten Post zu sehen. Kontrastreich gestaltet sich das weitere Jahresprogramm der Kunstfreunde: Vom 1. bis 31. Mai sind Arbeiten des deutschen Karikaturisten Tomicek, vom 1. bis 30. September Werke von Armin Müller Stahl zu sehen.

Als Inselmaler wird Ringeling aktuelle Eindrücke von Sylt auf der Leinwand festhalten. Einblicke ins Sylter Leben von Anno dazumal gewähren die Keitumer Museen: Im Altfriesischen Haus etwa wurde die Wohnkultur des 18. Jahrhunderts originalgetreu rekonstruiert. Das Sylter Heimatmuseum, angesiedelt in einem historischen Kapitänshaus direkt am Keitumer Kliff, wiederum erzählt in seiner Dauerausstellung von der Epoche der Sylter Kapitäne und Walfänger.

Die Wechselausstellungen im Dachgeschoss sind bestimmten Epochen und Themen gewidmet. Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer hat als künstlerischer Berater der aktuellen Ausstellung eine skurrile Sylter Kabarett-Bar wieder zum Leben erweckt: der "Ziegenstall", den die Berliner Tänzerin Valeska Gert am 2. Juli 1951 in dem 1759 erbauten Friesenhaus im Wuldeweg in Kampen eröffnete und bis zu ihrem Tod im März 1978 führte. Die Ausstellung beherbergt eine bunte Sammlung verschiedenster Überbleibsel – angefangen von der von Hand geschriebenen Getränkekarten bis hin zu den Heukrippen, die als Ablage für die Getränke dienten. Neben der Ausstellung sind außerdem Valeska-Gert-Abende geplant.

 


Veröffentlicht am: 06.05.2012

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