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Aufgespießt: Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

(Helmut Harff / Chefredakteur) Die Bahn sorgt bekanntlich immer wieder für neue Aufregung. Diesmal ließen sich im gerade eingesetzten Zug von Berlin nach München an einigen Wagen die Türen nicht schließen und ich und alle anderen Passagiere mussten den Zug verlassen. Der Zug nach Leipzig war dann das Ziel. In Wittenberg hieß es dann erneut Aussteigen und wir durften in den zuvor verlassenen Zug wieder einsteigen. Der Rest ist Bahnlogik und viel Aufregung - auch bei mir.

Mitten in der Hektik - ich musste einen Anschlusszug bekommen - fiel mir ein Werbespott aus meiner Kindheit ein. Da geriet ein Strichmännchen immer mehr in Rage, bis es wortwörtlich an die Decke ging. Dazu der Slogan: "Wer wird denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zur HB". Letzteres ist seit Ewigkeiten in den Zügen der Bahn verboten. Gibt es überhaupt noch die Zigarettenmarke "HB" noch? - fragt sich ein Nichtraucher.

Was sicher noch gilt, ist der erste Teil der Werbebotschaft aus den 60ger Jahren. Gehen wir nicht viel zu häufig und vor allem zu schnell in die Luft? Regen wir uns nicht viel zu schnell über Menschen oder Dinge auf? Zelebrieren wir nicht unsere Aufregung? Versichern wir uns nicht sogar vor den Folgen eigener und fremder Aufregung - Stichwort Rechtsschutzversicherung? Wie viel Nerven, Zeit und Geld investieren wir zumeist sinnlos darin, uns über Kleinigkeiten, Belanglosigkeiten oder Dinge, die wir sowieso nicht ändern können, aufzuregen. Was ist so schlimm, wenn der Nachbar noch kurz nach 13 Uhr den Rasen mäht, wenn die Musik in der Nachbarwohnung nicht immer auf Zimmerlautstärke läuft, wenn der Kollege eine etwas andere Auffassung von Ordnung auf seinem Schreibtisch hat?

Macht es nicht viel mehr Sinn, den ersten Teil der alten Zigaretten-Werbung zu verinnerlichen? Meine Erinnerung daran sorgte dafür, dass sich mein Blutdruck sehr schnell normalisierte. Die Folge: Ich war wesentlich entspannter, konnte mit der Zugbegleiterin ganz entspannt reden und bekam in München trotz einiger Verspätung ohne Stress meinen Anschlusszug.

Mein Tipp: Bleiben Sie auch in Stresssituationen relaxt, regen Sie sich nicht über jede Kleinigkeit auf und denken Sie im Zweifel daran "Wer wird denn gleich in die Luft gehen". Sie müssen ja nicht zur Zigarette greifen, ein Kaffee macht es auch.

Übrigens: Die restliche Bahnfahrt verlief ganz entspannt, wie man vielleicht dieser Kolumne entnehmen kann.

 


Veröffentlicht am: 14.05.2012

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