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28.03.2017

 

 

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Harff reist: Dem Zahmen Kaiser aufs Dach gestiegen

Der Kaiserwinkl im Österreichischen Tirol verdankt – so ist zu hören – seinem Namen den beiden Bergmassiven Zahmer und Wilder Kaiser. Beide Bergketten kann man mehr oder weniger bequem zu Fuß erklimmen. Man kann sich allerdings auch in aller Herrgottsfrühe mit Irmgard Moser oder einem ihrer Kollegen verabreden.

Im Frühsommer trifft man sich um sechs Uhr oder noch früher, um den steinernen Hoheiten aufs Dach zu steigen. Das geht sehr bequem in Irmchens Heißluftballon. Den steuert nämlich Irmgard Moser. Sie ist übrigens die einzige Frau unter Österreichs professionellen Ballonpiloten. Bei ihr ist man also in besten Händen.

Doch einfach zum Startplatz fahren, in den Korb steigen und los geht es, nein, so einfach ist die Angelegenheit nicht. Erst einmal heißt es den Startplatz aufräumen, den Ballon auslegen und den Korb vom Hänger wuchten. Dafür wird jede Hand gebraucht. Das Gute daran: Vorhandene Ängste haben so gar keine Zeit Oberwasser.

Angst braucht man ohnehin nicht zu haben. Ich leide massiv zwar unter Höhenangst. Doch die blieb bei meiner ersten Ballonfahrt irgendwie am Boden. Einerseits reichte der Korb bis an die Brust, andererseits sorgte Irmchen mit ihrer lustigen Art für eine entspannte Atmosphäre. Doch vor allem die grandiose Sicht auf die beiden Kaiser, auf den Walchsee, auf die Orte des Kaiserwinkls und die Manöver der anderen Ballonfahrer waren so faszinierend, dass auch das letzte Quäntchen Magengrummeln sehr schnell verstummte.

Es ist einfach überwältigend, im Ballon über die Landschaft zu gleiten! Auf der Suche nach der richtigen Windströmung ist man mal 500, mal 2.000 Meter über Grund. Toll daran ist, man merkt nichts von dem Auf und Ab. Nur die Aussicht und vor allem die Fernsicht wechselt ständig. Selbst der Großglockner – Österreichs höchster Berg – rückte ins Blickfeld. Der Blick ging immer abwechselnd auf das Display der Kamera und über die wundervolle Landschaft des Kaiserwinkels.

Doch irgendwann – so nach ein bis zwei Stunden und lange bevor das Gas ausgeht – geht die Fahrt langsam aber sicher zu Ende. Da Ballons als nicht steuerbare Lustfahrzeuge überall landen dürfen, ist ein solcher Platz schnell gefunden. Die Landung mit Irmchen war sanfter als mit dem Flugzeug. Dank Funkkontakt mit dem Begleitfahrzeug war dieses fast zeitgleich am Landepunkt. Auch der Bauer aus den Nähe kam sofort an. Er hatte keine Angst um uns Ballonfahrer, sondern um seine Kühe. Doch wir wollten gar keine Kuh fliegen lassen.

Wir waren vom Passagier wieder zur Bodencrew degradiert worden und luden Ballon und Korb in den Hänger. Dann ging es zum letzten Höhepunkt der insgesamt gut vier- bis fünfstündigen Tour – der Ballonfahrer-Taufe. Diese Zeremonie ist der gefährlichste Teil des Abenteuers Ballonfahren. Die Erhebung in den Adelsstand der Ballonfahrer ist nämlich eine brandgefährliche Angelegenheit. Dem Täufling werden einige Haare angezündet und anschließend mit Champagner gelöscht.



Den Rest des Kribbelwassers wird dann auf  das Wohl der Täuflinge und des Ballonpiloten – Pardon! – der Ballonpilotin, getrunken.  Nach einer zünftigen Brotzeit, in meinem Fall war es eher ein Frühstück, verabschiedet man sich und weiß, dass war mit Sicherheit nicht die letzte Ballonfahrt, ob im Kaiserwinkl oder anderswo.

Ach ja, mein Taufspruch, verfasst von Irmchen, lautet übrigens: Fürst Helmut, langsam emporsteigender Himmelsstürmer, die Drehwinde nützender Wegelagerer zu Walchsee.  

 


Veröffentlicht am: 15.05.2012

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