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Kössen – uralt und so modern

Kössen gehört zu jenen Orten, die einem beim Thema Tirol nicht sofort einfallen. Damit tut man dem idyllisch gelegenen Ort im Kaiserwinkl wirklich unrecht, denn Kössen hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick annimmt.

Da ist zuerst einmal die Lage im geschützten Talkessel unterhalb des Unterberghorn – des Kössener Hausberges. Die wussten schon vor fünftausend Jahren die Menschen zu schätzen und siedeln seit dem hier, was unter anderem der Fund einer Lappenaxt aus der Bronzezeit beweist. Die „moderne“ Geschichte beginnt im 8. Jahrhundert – soweit zurück reicht zumindest die Kirchengeschichte des Ortes. Der wird unter dem Namen „kezzin“ (Kessel) im Jahre 1160 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ort profitierte in den folgenden Jahrhunderten vom Erzabbau und vor allem von seiner Lage am Pass Kobenstein. Schon im 16. Jahrhundert wollten die Menschen in Kössen nächtigen. Sie stiegen damals – wie heute – im 1587 errichteten „Gasthof Erzherzog Rainer“ ab.

Die Touristen entdeckten Kössen erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Grund dürfte sein, dass der Ort in der schneereichsten Region Tirols liegt. Ob wohl Kössen nur auf rund 600 Meter über dem Meeresspiegel liegt, sind Schneehöhen von bis zu 1,5 Meter keine Seltenheit.

Wie der gesamte Kaiserwinkl, hat auch Kössen im Sommer viel zu bieten. Hier treffen sich die Gleitschirm- und Drachenflieger ebenso wie die Ballonfahrer. Kössen und Umgebung ist ein Eldorado für Wanderer, Radfahrer, Mountain- und E-Biker sowie für die Motorradfahrer. Der nahe Walchsee lädt zum Baden und Angeln ein. Auf Almen wie der Burgeralm gibt es zwar koa Sünd, dafür leckeren Käse, Speck und Obstler. Überall findet der Gast in Kössen und dem Kaiserwinkl Tiroler Spezialitäten. Hotels jeder Kategorie laden zu einem Kurzurlaub oder zu (das ist empfohlen) längeren Verweilen ein.

Wer aufmerksam durch Kössen schlendert, wird nicht nur die Pfarrkirche Hl. Petrus und Hl. Paulus entdecken. Die wurde in der heutigen Form 1724 geweiht. Besonders schön sind die Fresken von Benedict Faistenperger. Im Ort trifft man fast auf Schritt und Tritt auf wunderschön mit sogenannter Lüftl-Malerei verzierten Häusern. Dennoch ist Kössen kein Ort, der in der Vergangenheit lebt, sondern sehr modern und längst im 21. Jahrhundert angekommen. Zeichen dafür sind die moderne überdachte Brücke, die zahlreichen Neubauten, Geschäfte und Internetcafés. Auf dem neuesten Stand sind ebenfalls die Hotels im Ort. So warten beispielsweise vor dem 4-Sterne-Hotel Sonneck mehrere E-Bikes auf ihre Benutzer.

Das modernste und beste an Kössen sind seine Einwohner. Die Menschen hier sind zwar bodenständig und finden, dass es keinen besseren Ort zum Leben gibt als Kössen, andererseits sind sie sehr freundlich, aufgeschlossen und haben den gewissen Pfiff. Ein Beispiel? Im Hotel saß eine junge Frau im Dirndl an der Rezeption. Angesprochen darauf, dass ein Dirndl mit einem ziemlich langen Schlitz im Rock sicher nicht der Tradition entspricht, antwortete sie: Dirndl muss schon sein, aber bitte mit dem Schick von heute. Wenn ich nach Hause fahre, habe ich ja auch einen Mini an. 

Fotos: Helmut Harff

 


Veröffentlicht am: 28.05.2012

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