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Weißer Bordeaux – (k)ein Geheimtipp

Spricht man von Bordeuax-Wein, so meint man gemeinhin die Rotweine aus dem bekanntesten französischen Weinanbaugebiet. Dabei werden völlig zu unrecht  der genauso gute Weißweine vergessen.

Aktuell hat der Weißwein einen Anteil von rund 10 Prozent. Das bedeutet, dass die Winzer rund 73 Millionen Flaschen Weißwein auf rund 10.000 Hektar produzieren – Tendenz steigend. Deutschland ist einer der größten Importeure von Bordelaiser Weißwein.

Die wichtigsten Anbaugebiete für weißen Bordeaux sind das Entre-Deux-Mers, Pessac-Léogan, Graves und Bordeaux – Bordeaux-Suprieur. In 13 Appellationen  - das sind Anbaugebiete mit geschützter Herkunftsbezeichnung – reifen weiße Trauben.

Die wichtigsten Weißweinsorten sind der Sémilion (53 Prozent), der Sauvingnon (38 Prozent) und der Muscadelle (6 Prozent). Wie im Bordeaux üblich, findet man auch beim Weißwein mehr Assemblage-Weine als sortenreine. Dabei sorgte der Sémillion mit seinen Aromen von Aprikosen, Pfirsichen und Nüssen für reichhaltige und üppige Weine. Der Sauvingnon kommt eher blumig-fruchtig daher und überzeugt mit seinem großen aromatischen Potential. Obwohl sein intensives und markantes Muskat-Aroma sehr geschätzt wird, kommt der Muscadelle seltener zum Einsatz.

Weißweine aus dem Bordelais werden zumeist recht jung getrunken. Dabei gilt die Regel: je  jünger der Wein, desto kühler sollte er getrunken werden. Die Winzer sind überzeugt davon, dass Temperaturen zwischen 9 und 12 Grad genau die richtigen sind. Eines verträgt der Weiße aus dem Bordeaux überhaupt nicht – Temperaturstürze. Nie den Wein im Tiefkühlfach schnell runter kühlen. Die Fachleute rechnen mit einer Abkühlzeit von viereinhalbstunden für sechs Grad. Ein Tipp: Den Wein in einen Eimer mit kaltem Wasser und Eiswürfel stellen.

Viele Weißweine aus dem Bordeaux sind allerdings viel zu Schade, um jung getrunken zu werden. Vor allem Weine aus den Appellationen Graves und Pessac-Léognan eignen sich hervorragend für eine Lagerung. Sie erlangen erst mit der Zeit ihre Komplexität und Finesse.

Übrigens: Man kann an der Farbe des Weißweins sein Alter erraten. Dabei gilt die Faustregel: je dunkler, je älterer.

Weißwein aus dem Bordeaux muss nicht zwangsläufig trocken sein. Die süße Variante bezeichnen die Winzer als „flüssiges Gold“. Das hat auch etwas mit seinem Preis zu tun, denn der süße Weiße ist nicht etwas mit süßen „Beigaben“ versehen. Seinen außerordentlichen Geschmack verdankt er einzig dem natürlichen Zuckergehalt eingetrockneter Trauben. Die (hauptsächlich die Rebsorte Sémillion) werden häufig erst im November gelesen. Es kommt vor, dass ein Rebstock nur Trauben für ein Glas des sehr aromatischen und komplexen Weines hergibt.

Weißer Bordelaiser ist nicht nur ein idealer Sommerwein, er ist ebenso ein hervorragender Begleiter zum Käse. Die Franzosen schätzen beispielsweise einen aromatischen Weißen aus dem Cotes de Blaye zum Ziegenkäse. Camembert und Brie vertragen sich sehr gut mit einem Wein, dessen Hauptbestandteil Sauvingnon ist. Insgesamt gilt: Weißwein und Käse aus Frankreich sind ein Dreamteam.

Weißer Bordelaiser findet immer mehr seinen Weg in die Barszene. Dort hat man ihn längst als ideale Grundlage für sommerliche Cocktails entdeckt:

Ein Mixvorschlag der Weinschule Bordeaux:

Ginger Bordeaux

Einen ungeschälten Granny-Smith-Apfel in kleine Würfel schneiden,mit einer Scheibe frischem Ingwer und 2 TL Quittengelee im Shaker zerdrücken. Eiswürfel, 1 cl Limonensaft und 5 cl trockenen Bordeaux-weißwein hinzufügen und schütteln. In ein Weinglas abseihen und servieren.

Obwohl nur jeder zehnte Bordelaiser Wein ein Weißer ist, bleibt die Qual der Wahl. Hier bietet die jährliche Selektion „100 Bordeaux für jeden Anlass“ des Fachverbandes der Bordeaux-Weine (CIVB) einen sehr gute Hilfe. Die hier präsentierten Weine sind anlassbezogen aufgelistet und kosten zwischen 5 und 29 Euro. Darunter befinden sich auch hervorragende Weißweine, wie der „Chateau Penin Clariet 2010“, der „Chateau Penin 2011“, der edelsüße „Chateau Haut-Bergeron 2010“ oder der „Berliner Wittspon 2010“.

Übrigens: Der Weißwein hat eine sehr lange Tradition im  Bordelais. Bis in die 40ger Jahre des 20.Jahrhunderts waren 70 Prozent des Anbaugebietes mit weißen Rebsorten bepflanzt. In der 80ger Jahren erfolgte dann die fast völlige Abkehr und der Boom roter Sorten.

 


Veröffentlicht am: 13.06.2012

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