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30.04.2017

 

 

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Unterschätzte Gefahr: Thrombose-Risiko auf Langstreckenflügen

(humannews) Mallorca ist und bleibt ein beliebtes Reiseziel der Deutschen – doch die Angebote für exotische Urlaubsländer schießen wie Pilze aus dem Boden. Immer verlockender werden Fernreisen beispielsweise nach Asien, Südamerika, Australien oder in die Südsee. Die Folge: Um im Urlaubsparadies anzukommen, nehmen Touristen bis zu 30 Stunden Flugdauer in Kauf – den größten Teil sitzend und eingepfercht in der Economy-Class.

„Dabei kann selbst bei gesunden, jungen und gut trainierten Menschen ein gefährliches Blutgerinnsel in den Beinvenen auftreten“, warnt Dr. Tomas Stein, Ärztlicher Direktor und Kardiologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg. Was Reisende wissen sollten und wie sie einer Thrombose* effektiv vorbeugen können, erklärt der Facharzt mit einem 5-Punkte-Plan.
 
1. Bewegung ist das A und O – nur keine Hemmungen vor grimmigen Sitznachbarn!

Mehrstündiges Fliegen in der Economy-Class macht keinen Spaß. Die Kabinen sind zu eng und man entwickelt ein schlechtes Gewissen, wenn man ständig den Sitznachbarn stören muss, um zum Beispiel zur Toilette zu gehen. „Viele Passagiere bleiben aus Bequemlichkeit lieber sitzen“, sagt Dr. Stein. „Doch das ist ein Fehler. Denn regelmäßiges Aufstehen, um sich die Beine zu vertreten und die Gliedmaßen zu dehnen, ist für die Durchblutung immens wichtig. Am besten ist es, die Schuhe auszuziehen, die Zehen im Sitzen zu bewegen und in regelmäßigen Abständen umherzulaufen.“
 
2. Wasser, Wasser, Wasser! – Viel trinken beugt einer Blutgerinnung vor.

„Selbst wenn die Verführung groß ist, sich von der Stewardess auch mal einen Wein bringen zu lassen: Sagen Sie nein zum Alkohol während des Fluges“
, empfiehlt Dr. Stein. „Denn Alkohol entzieht dem Körper Wasser und wichtige Mineralstoffe.“ Das ist gerade im Flugzeug gefährlich, da durch die geringe Luftfeuchtigkeit an Bord der Organismus in Mitleidenschaft gezogen wird. „Trinken Sie viel Wasser oder Saftschorlen, um einer Dehydrierung entgegenzuwirken, Ihr Blut flüssig zu halten, und somit ein Blutgerinnsel zu verhindern. Meine persönliche Faustregel lautet: Ich trinke zwei Gläser Wasser pro Flugstunde.“
 
3. Sichern Sie sich einen Gangplatz! – Abgewinkeltes Sitzen erhöht die Gefahr.

Zum Glück können die meisten Reisenden heutzutage schon bei der Buchung eines Fluges ihre Sitzplätze auswählen. „Kommen Sie Ihren Mitreisenden zuvor“, rät Facharzt Dr. Stein. „Suchen Sie sich einen Platz am Gang oder am Notausgang aus oder in größeren Flugzeugen dort, wo Sie mehr Beinfreiheit haben“, so der Kardiologe. „Dann können Sie Ihre Beine ausstrecken und gewährleisten einen ungehinderten Blutfluss durch die Venen. Zudem können Sie schneller aufstehen und sich bewegen.“
 
4. Tragen Sie Kompressionsstrümpfe! – Bei Venenschwäche unabdingbar.

„Insbesondere Menschen, die unter einer Venenschwäche leiden oder bereits eine Thrombose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, sollten bei Langstreckenflügen sogenannte Kompressionsstrümpfe anziehen“, erklärt Dr. Tomas Stein. „Wichtig ist, dies im Vorfeld mit einem Arzt abzuklären, denn Kompressionsstrümpfe müssen verordnet werden.“ Einfache Stützstrümpfe, die auch in Apotheken erhältlich sind, kann grundsätzlich jeder tragen. Sie üben einen medizinisch wirksamen Druck auf die Beinvenen aus und fördern damit den Rückfluss des Blutes zum Herzen „Trotzdem heißt es weiterhin: Aufstehen und bewegen!“, mahnt Dr. Stein. „Die Strümpfe dürfen nicht dazu verleiten, die ganze Zeit sitzen zu bleiben.“
 
5. Schwimmen Sie sich frei! – Der Sprung ins kühle Nass belebt den Organismus.

„Endlich am Reiseziel angekommen, sollten Sie nicht lange zögern und ins Wasser springen“, sagt Dr. Stein. „So können Sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Ob im Pool oder im Meer: Die Beine im kühlen Nass zu baden, darin zu waten und zu schwimmen, hat einen optimalen Gesundheitseffekt. Denn das Wasser übt einen natürlichen Druck auf die Beine aus. Es erfrischt sie angenehm und durch die Bewegung stimuliert es das Herzkreislauf-System und die Durchblutung.“


 
Weitere Informationen unter www.diagnostik-zentrum.de. 



 


Veröffentlicht am: 18.06.2012

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