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Aufgespießt: Eine reine Männersache

(Helmut Harff / Chefredakteur) Fußball ist Männersache- zumindest Männerfußball. Frauen haben ja Frauenfußball. Die spielen nicht nur schön, sondern auch erfolgreich. Toll! Doch Männerfußball ist eben männlicher, etwas für Kerle. Männer sehen nicht auf die Frisur und den Sixpack der Spieler, sondern auf ihre Spielstärke. Sie sehen übrigens bei den Fußballerinnen auch aus ganz anderen Gründen auf die Beine, als sonst. Deshalb ist Fußball Männersache.

Soweit die Wunschvorstellung. Die Realität erlebte ich nach dem Spiel Spanien gegen Portugal in der Berliner S-Bahn, zwei kurze Begegnungen beziehungsweise Gesprächsfetzen: Zwei Frauen in nicht mehr ganz so jungen Jahren unterhalten sich über das Spiel. Beide haben augenscheinlich mit Freundinnen das Match bis zum letzten Elfmeter verfolgt und analysieren die Stärken und Schwächen der Mannschaften und die körperlichen Vorzüge der Spieler. Ihre Männer sehen bei dem Vergleich wohl alt aus. Etwas später schnappe ich das Gespräch von drei Männern auf. Sie sprechen auch über das Spiel. Einer beschwert sich, dass in der Kneipe, in der er das Spiel sah, viele Frauen waren. Der Zweite hat das Spiel zuhause gesehen, gemeinsam mit Frau und Tochter. Der Dritte war zum Public Viewing am Brandenburger Tor, wo er im Verlauf des Abends eine Frau kennengelernt hat, die genauso fußballverrückt ist wie er.

Mein Fazit der S-Bahnfahrt: Fußball ist keine Männersache mehr. Abseitsfallen sind für Frauen kein Thema mehr. Männer müssen sich den Fernseher und die Kneipe bei großen Spielen mit den Frauen teilen.

Ist das schlimm? Für Männer, die Fußball als ureigene Männerdomäne sehen sicherlich. Gleiches gilt für Männer, für die Fußball gleich Männervergnügen, gleich viel Bier heißt. Für Männer, die mit einer Frau die Begeisterung für Fußball teilen können, ist diese Entwicklung sicherlich nicht (so) schlimm.

Und doch, bei allem Verständnis für fußballverrückte Frauen, Männer brauchen ihre "Spielwiesen". Das gilt für heranwachsende genauso, wie für solche mit Tendenz zum Bauch. Männer brauchen ihre Riten, ihre Art Fußball zu genießen, ihre Art Spiele und Spieler zu bewerten, zu analysieren. Es gibt Dinge, die Männer nicht gern mit ihren Frauen teilen, Fußball gehört dazu.

Mein Tipp: Frauenversteher und Party-Fußballer gehen gemeinsam auf die Fanmeile oder teilen sich den Fernsehsessel beim Fußball. Alle anderen gehen getrennte Fußball-Wege. Da man sich danach gern wieder trifft, kann man trefflich über das Spiel diskutieren. Das hat gleich zwei Vorteile: Frau bekommt nichts vom Macho-Gehabe ihres Mannes mit und der Mann muss nicht die Sprüche der Fußball-Emanzen ertragen. Der eigentliche Vorteil ist jedoch, dass Mann und Frau ein neues, emotionsgeladenes, aber beziehungsstressfreies (hoffe ich zumindest) Gesprächsthema haben.

Freuen wir uns also auf die neue Bundesliga-Saision.

 


Veröffentlicht am: 02.07.2012

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