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23.06.2017

 

 

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Gagliole - ein Juwelder Toskana

Das Weingut Gagliole liegt auf einem Hügel nahe des Dorfes Castellina im Herzen des Chianti Classico Gebietes und kann sich mit Fug und Recht „Antico Podere“ (Altes Landgut) nennen, denn schon aus dem Jahr 994 datiert eine Urkunde, die besagt, dass der Langobardenkönig Berengario das Gut Gagliole seinem Sohn Ildebrando als Hochzeitsgeschenk vermacht hat. Stolz kann Gagliole daher auf mehr als 1000 Jahre wechselhafter Geschichte zurückblicken.

Die vergangenen Jahrhunderte mit all ihren schönen und dramatischen Momenten haben der Strahlkraft dieses Gutes keinen Abbruch getan, und auch die einzigartige Schönheit der Landschaft blieb erhalten. Im Januar 1990 erwarben Thomas und Monika Bär das Gut, um diesen ganz besonderen Flecken Land und seine jahrhundertealte Tradition der Wein- und Ölbereitung wieder aufleben lassen. So wurden die antiken Gemäuer liebevoll renoviert und die alten Wirtschaftsgebäude wieder aktiviert. Gagliole atmet  Tradition: hier wurden hunderte von Weinjahrgängen verarbeitet!

Mit Respekt für die Geschichte der Gebäude und die Erfahrung seiner Winzer-Vorgänger hat Thomas Bär die Substanz und Stimmung des Kellers erhalten und sehr behutsam moderne Technik zur sorgfältigen Verarbeitung der Trauben integriert. Das Wohnhaus war bereits 1960 unter dem Vorbesitzer vom renommierten Münchner Architekten Sep Ruf modernen Befürfnissen adaptiert worden. Ganz seinem Stil entsprechend vermittelt es dem Bewohner Leichtigkeit,Licht und Raum und fügt sich dennoch zwanglos in das antike Ambiente ein.

Im Jahr 1990, zum Zeitpunkt des Erwerbes, gehörten drei Hektar Rebflächen zum Weingut. Aus ihnen wurde 1994 der erste Gagliole vinifiziert. Das aus früheren Jahrhunderten stammende Hauszeichen  der Familie von Monika Bär - Bettschart, das einen Zirkel darstellt, wurde für die Gestaltung der Gagliole-Etiketts verwendet. Mittlerweile hat sich die Rebfläche von Gagliole durch Zukauf eines kleinen Weingutes in Panzano auf 15  Hektar ausgeweitet, von denen derzeit vierzehn im Ertrag sind. „Damit haben wir unsere maximale Grösse erreicht.“, bestätigt Thomas Bär. „Wir wollen weiterhin alle Arbeiten von Hand durchführen und grösste Aufmerksamkeit auf jedes noch so kleine Detail legen. Daher können und wollen wir nicht weiter wachsen.“.
 
Die Menschen dahinter

Monika und Thomas Bär

Die toskanische Landschaft hat die Schweizer Thomas Bär und Monika Bär-Bettschart in ihren Bann gezogen. Die Kunst- und Naturliebhaberin Monika Bär-Bettschart hatte in der Toskana bereits ihre zweite Heimat gefunden, als sie den Rechtsanwalt und Bankier Thomas Bär im faszinierenden Landstrich von Castellina kennenlernte. Gemeinsam erfüllten sie sich den Traum, dem Kleinod Gagliole frisches Leben einzuhauchen. Seither ist aus ihrer Liebe zum Gut eine wahre Leidenschaft für den Wein erwachsen. Seit 1990 lebt das Paar abwechselnd in Zürich und in Gagliole.

Dr. Stefano Chiocciolli

Die Vinifizierung der Weine wurde in die erfahrenen Hände von Dr. Stefano Chiocciolli gelegt. Chioccioli ist in Italien als einer der besten Weinmacher bekannt, der bereits seit langem für einige toskanische Spitzengewächse verantwortlich zeichnet. Er ist als grosser Kenner und Verfechter der Sangiovese-Traube berühmt geworden. Chiocciolli kann in seiner Arbeit die Präzision des Wissenschafters mit der Intuition des Künstlers vereinen. Auf diese Weise schafft er es, die sehr individuellen Gegebenheiten der Natur, die das Unverwechselbare eines Weines ausmachen, zu erkennen, sie gefühlvoll zu übernehmen und zu fördern, um sie schliesslich dank sorgfältiger Arbeit bis in die Flasche zu bringen. Das Geheimnis der guten Zusammenarbeit zwischen Thomas Bär und Stefano Chiocciolli liegt im  analytischen Zugang, der beiden Charakteren eigen ist. Hier treffen sich ihre Gedanken und ihr Bemühen, Jahr für Jahr und in jedem Detail die Qualität der Gagliole-Weine zu steigern.

Weitere Informationen zur Arbeit von Dr. Stefano Chiocciolli finden sie unter www.stefanochioccolli.it.


Cesare Panti , Serenella Bentivoglio und Alessia Riccieri

Für die tägliche Arbeit auf Gagliole zeichnen Cesare Panti, Serenella Bentivoglio unsd Alessia Riccieri verantwortlich. Cesare stammt aus einer Weinbauernfamilie aus Poggibonsi und war während vieler Jahre für den Kellereibetrieb bei Teruzzi & Puthod in San Giminiano mitverantwortlich, sodass er Gagliole nicht nur mit grossem Einsatz, sondern auch mit erheblichem Fachwissen leiten kann.

Serenella schloss ihre rechtswissenschaftlichen Studien an der Universität in Siena ab und ist passionierte Weinliebhaberin. Sie  betreut in erster Linie die Administration und Logistik in Gagliole und betreut daneben mit grosser Freude die Kunden und Gäste des Weingutes.

Alessia Riccieri , hat Sprachen studiert und war lange Jahre im Tourismussektor tätig.Bei uns ist sie hauptsächlich im Verkauf tätig, besucht unsere Kunden im In-und Ausland.und freut sich, unsere  Gäste  im einmaligen Gagliole zu empfangen, mit ihnen einen Rundgang zu machen und unsere Weine zu degustieren.

Boden und Reben

Der wahre Schatz des Weingutes ist sein Boden. Er ist die Basis für den feinen Stil und die Individualität der Weine, die auf Gagliole wachsen.

Der klassische Boden des Chianti ist ein kalkhaltiger Lehm, der leicht zerbröselt. Dieser lockere, blaugraue Kalkmergel wird Galestro genannt (eine Bezeichnung, die später für bestimmte Weissweine der Toskana übernommen wurde). Der Boden ist karg und die Sommer sind sehr trocken, sodass die Reben nie überversorgt sind und daher geringes vegetatives Wachstum zeigen. Somit investieren sie ihre Energie vermehrt in die Qualität der Früchte – das Geheimnis aller grossen Weine. Vor allem der gebietstypische Sangiovese, das charakterliche Rückgrat der Toskanaweine, bringt unter diesen Bedingungen reife Säure aber auch Frische und Eleganz hervor.

Die Weinberge von Gagliole liegen an den Hängen eines Hügels auf ca. 500 Metern Seehöhe. Unter intensiver Sonneneinstrahlung reifen die Sangiovese-Trauben in Süd- und Südwestlagen. Zwei kleine Bäche, die den Hügel von Gagliole umspielen, beeinflussen in spannender Weise das spezielle Mikroklima, denn selbst in der heissesten Periode des Jahres kühlt das sanft plätschernde Wasser während der Nacht die Luft rund um Gagliole bedeutend ab, was die Zuckerreife der Trauben bremst und somit eine längere Behangzeit auf den Reben im Herbst ermöglicht. Gleichzeitig garantieren die kühlen Nächte eine besonders impressive Aromatik und eine erfrischende Säure.

Unsere Weinberge in Panzano liegen mitten in der  Conca d Oro und zeichnen sich durch eine optimale Süd-Südwestlage aus. Die Sangiovese Weine aus dieser Gegend gehören zu den besten Gewächsen der Toscana.

Interessanterweise zeigt die Erfahrung, dass das Gebiet um Gagliole und Panzano mit sehr trockenen Sommern verwöhnt wird, während die umliegenden Gegenden  des öftern mit zu viel Regen zu kämpfen haben.
 
Das Alter unserer Rebstöcke liegt zwischen drei und 25 Jahren.

Der Arbeit im Weinberg wird bei uns oberste Priorität beigemessen. Man versucht, die Reben und den Boden möglichst schonend und nach biologischen Ansätzen zu betreuen. So werden wo möglich nur organische Spritzmittel verwendet, es wird sehr wenig Dünger eingebracht, rücksichtsvoll gepflügt und auf ideale Begrünung geachtet.

Trotz der historischen Weinberge scheut man sich auf Gagliole nicht vor Experimenten. Zum Beispiel werden derzeit alle Reben auf 60 cm Stockhöhe erzogen, statt sie auf den üblichen 70 cm Höhe zu belassen. Die Idee dahinter ist zum einen, den Reben mehr reflektierende Erdwärme zukommen zu lassen, andererseits kann man auf diese Weise die Laubmasse erhöhen, die für die Photosynthese und für die Zuckerbildung verantwortlich ist. So erreicht man eine harmonische Ausreifung der Beeren.

Vinifizierung & Ausbau

Erst Ende September bis Mitte Oktober beginnt man auf Gagliole mit der Ernte – vergleichsweise spät zu den umliegenden Weingütern. Diesen Luxus zum Wohl der Traubenreife kann sich Gagliole auf Grund seiner Kleinheit leisten. Trotz äusserst selektiver Ernte kann man diese zügig durchführen, denn nicht zuletzt wird die Qualität und der Gesundheitszustand der Trauben durch die aufwändige Pflege der Reben mit laufender Ertragsbeschränkung über das ganze Jahr hindurch positiv mitbestimmt. Nur die wirklich gesunden und reifen Trauben werden für die Gagliole Weine geerntet und sorgfältig in kleine Kisten gelegt.

Anschliessend werden die geernteten Trauben im Weingut noch einmal am Sortiertisch kontrolliert und selektioniert. So stellt man sicher, dass nur allerbestes Traubengut zur Vinifizierung gelangt und alle Grünteile entfernt werden. Die Qualität der Weine lohnt diesen extremen Aufwand.

Die Trauben werden durch modernste Technik entrappt und zur Vergärung vorsichtig in 40 hl fassende, konische Eichenholzbehälter gefüllt, wo sie innerhalb von ein bis zwei Wochen vergären. Diese wertvollen Holzgärständer sind eine Rückbesinnung auf die antiken Holzbottiche, hat man doch erkannt, dass in Holz vergorene Weine mehr Charakter entfalten können, als bei der Gärung in Edelstahl oder in anderen Materialien. Um die Gärung möglichst langsam und schonend durchzuführen, wird der Most auf 14° gekühlt. Dieser verlängert die Gärung um gut 1/3 der Zeit, führt zu einer sanfteren Extraktion und garantiert besonders eine klare und erfrischende Fruchtigkeit der Weine. Während der Gärung wird der Most immer wieder behutsam vom Boden abgepumpt und über den Tresterhut gegossen (Remontage). So werden die Kerne im Tresterhut nicht verletzt, sondern die Maische immer nur benetzt. Diese vorsichtige, sanfte Extraktion garantiert, dass keine harten oder unreifen Tannine in den Wein gelangen.   

Für die Weine von Gagliole wird zunächst nur der Seihmost verwendet, der in Barriques aus  ausgesuchter französischer  Eiche gefüllt wird und darin rund 16 Monate reift. Die übrig gebliebene Maische wird in einer computergesteuerten Lungenpresse sanft gepresst, sodass die Kerne möglichst unversehrt bleiben und keine Bitterstoffe freigesetzt werden. Aus dem Pressmost wird kein Zweitwein hergestellt, sondern er wird nur zum Auffüllen der Barriques verwendet.

Der Traubentrester wird schliesslich in die Destillation geliefert, wo daraus Grappa hergestellt wird.

So lange die Weine im Barrique ruhen, werden sie durchschnittlich zweimal im Monat im Labor geprüft. Die gewonnenen Werte werden dem Winemaker Stefano Chiocciolli per Internet übermittelt, der auf diese Weise ganz gleich wann und wo er sich befindet, jederzeit einen Überblick über die Entwicklung der Weine hat und auch aus der Ferne zeitgerecht agieren kann, falls dies notwendig wird.

Nach der Reifung werden die aus verschiedenen Lagen stammenden Weine assembliert, filtriert und auf die Flaschen gezogen.

Die Weine

Thomas Bärs Wunsch ist das bedingungslose Qualitätsstreben mit allem zur Verfügung stehenden Know How. Abhängig von der Qualität der Trauben und dem Alter der Rebstöcke teilt er seine Produktion in einer klaren Qualitätsskala in vier Weine ein:

· Pecchia (IGT)
· Gagliole (IGT)
· Rubiolo (Chianti Classico)
· Gagliole Bianco

Pecchia
Der Weinberg “Pecchia” existiert seit 1900 und war in der Erinnerung der lokalen Weinbauern immer der Beste von Gagliole. Mit 25 Jahren sind die Rebstöcke in diesem Weinberg die ältesten des Weingutes. „Pecchia“ ist übrigens ein alt- italienisches Wort für „Biene“, welche auch heute noch  im Weinberg anzutreffen sind. Darüberhinaus wird berichtet, dass " pecchiare " im alten toskanischen Dialekt auch " schlürfen "  bedeutete.

Pecchia ist eine Assemblage von 95% Sangiovese und 5% Merlot , die nur  in den besten Jahrgängen gemacht wird. Nach der Pressung wird der Wein 18 Monate lang in französischen Barriquefässern ausgebaut und ruht anschliessend noch sechs Monate in der Flasche.
Klassifizierung: IGT Colli della Toscana Centrale
Produktion:  nur in den besten Jahren
Schönste Trinkreife: nach zehn bis zwölf Jahren

Gagliole
Dieser Wein enthält rund 90% Sangiovese und 10% Cabernet Sauvignon. Nach der Pressung wird er über 16 Monate in Barriques aus französischer Eiche gelagert, danach in Flaschen abgefüllt um anschliessend sechs weitere Monate im Keller zu reifen. Gagliole IGT ist ein sehr gut strukturierter, ausbalancierter Wein mit dichtem, feinem Tannin.
Klassifizierung: IGT Colli della Toscana Centrale
Trinkreife: nach sechs bis acht Jahren

Rubiolo
Der Rubiolo wird aus Sangiovese und Merlot Trauben vinifiziert. Nach der Pressung wird er zwölf Monate lang zum Teil in grossen Eichenfässern und zum Teil in Stahltanks ausgebaut. Danach wird er in Flaschen abgefüllt um anschliessend noch drei Monate im Keller zu ruhen. Rubiolo ist ein weicher, fruchtiger Wein mit süssen und harmonischen Tanninen.
Klassifizierung: Chianti Classico DOCG

Schönste Trinkreife: nach ein bis fünf Jahren

Gagliole Bianco
Dieser Wein wird aus Procanico, Malvasia und Chardonnay Trauben vinifiziert, die sorgfältig neun Monate lang im Barrique reifen, bevor sie auf den Markt kommen. Der Bianco ist ein Wein mit fruchtigem Bouquet von grosser Intensität und Feinheit.
Klassifizierung: IGT Toscana
Schönste Trinkreife: nach ein bis vier Jahren

Weitere Produkte

Grappa
Der Grappa wird in kleiner Menge aus den eigenem Traubentrester hergestellt. Die lange und sanfte Reifung geschieht in Barriquefässern aus französischer Eiche. Das Resultat ist ein goldfarbener, geschmeidiger Grappa mit würzigem Aroma.

Natives Olivenöl extra vergine
Das Öl wird aus besonders schmackhaften Frantoio, Leccino und Moraiolo Oliven erzeugt, die im November von Hand geerntet werden. Anschliessend werden sie in der eigenen Mühle kaltgepresst, das Öl wird ungefiltert in Flaschen abgefüllt und sollte im Dunkeln bei einer Temperatur von 10 - 15°C gelagert werden. Die hohe Qualität des extra vergine Öls beruht auf dem niedrigen Fettsäuregehalt, der weit tiefer als gesetzlich vorgeschrieben liegt.

 


Veröffentlicht am: 08.07.2012

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