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24.05.2017

 

 

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Beziehungsstress im Urlaub

Für viele Menschen ist der Urlaub die schönste Zeit des Jahres: Endlich einmal abschalten, den Berufsstress ausblenden und die alltäglichen Probleme hinter sich lassen. Doch der großen Vorfreude folgt bei ungefähr zwei Drittel aller Paare prompt die Ernüchterung: Denn abseits der Alltagsroutine kommen oft verdrängte Beziehungskonflikte zum Vorschein – und machen den erhofften Traumurlaub schnell zum Albtraum.

Der psycheplus Experte Benjamin Martens gibt deshalb wertvolle Tipps, wie urlaubende Paare die Gefahr von Beziehungskrisen unter südlicher Sonne von vornherein verringern können und wie der gemeinsame Ferientrip trotz der üblichen Reibereien doch noch zum Traumurlaub wird.

Die häufigsten Streitpunkte

Die Liste der möglichen Streitpunkte während einer Urlaubsreise ist lang. Vor allem, wenn Beziehungsprobleme mit in den Koffer gepackt werden oder die Reise zur Überwindung einer Krise gebucht wird. Der Psychologe Benjamin Martens vom Onlineportal psycheplus rät Paaren davon ab, sich die Lösung ihrer Beziehungskonflikte für den Urlaub vorzunehmen. „Das geht in aller Regel schief. Denn abseits des Alltags haben beide Partner zwar mehr Zeit, um sich miteinander oder mit sich selbst auseinanderzusetzen. Was sich aber über Monate oder gar Jahre aufgestaut hat, lässt sich in wenigen Tagen kaum befriedigend klären.“

Die neue Umgebung, unterschiedliche Erwartungen und die ungewohnte Zweisamkeit führen im Gegenteil dann oftmals zur Feststellung, dass man einander nur wenig oder gar nichts mehr zu sagen hat. Dazu kommen allerlei „Marotten“, die abseits des Alltags am anderen besonders deutlich sichtbar werden. „Wer vom anderen zuhause schon genervt war, ist es im Urlaub dann erst recht“, weiß der Psychologe. Liegt das vermeintliche Vier-Sterne-Hotel dann auch noch an einer lauten Schnellstraße oder schmeckt einem der Partner das Essen nicht, kommt zu den „mitgebrachten“ Problemen im Urlaub nicht selten noch weiterer Konfliktstoff hinzu.

Spannungen bereits im Vorfeld lösen

Die beste Voraussetzung für einen harmonischen Urlaub zu zweit ist neben der sorgfältigen Reiseplanung ein wenig Beziehungsarbeit: „Um Reibereien zu vermeiden, sollte das Paar die gemeinsamen Anforderungen an die Reise sowie eigene Interessen und Wünsche schon im Vorfeld miteinander besprechen“, empfiehlt der psycheplus Experte. Haben beide unterschiedliche Vorstellungen vom „perfekten“ Urlaub, ist das heimische Wohnzimmer nämlich der beste Ort, um Kompromisse zu finden – und etwa kulturelle und sportliche Aktivitäten von vorneherein gerecht zu planen. Zudem sollten der finanzielle Rahmen und eventuell ein Tagesbudget festgelegt werden. Dies vermindert die Wahrscheinlichkeit, sich im Urlaub über schnöde Lappalien zu streiten – denn die drei größten Diskussionspunkte auf Reisen sind in der Regel Pingeligkeit, Eifersucht und Geiz.

Zudem sollten Paare ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass auch eine Urlaubssituation gewissermaßen eine Herausforderung darstellt. So bleiben beide gelassener, falls es dann trotz bester Vorbereitung im Urlaub einmal kracht. „Schließlich“, so der psycheplus Experte, „gibt es auch in der besten Beziehung einmal Streit – und prinzipiell ist das auch im Urlaub nicht weiter schlimm.“

Wenn der Frust kein Ende nimmt

Je entspannter die Reise, desto geringer das Risiko für einen Krach – deshalb empfiehlt der Psychologe, den Urlaub schon zuhause beginnen zu lassen: „Ein gemeinsamer, freier Tag vor dem Abflug bietet einen sanften Einstieg und verringert den üblichen Stress beim Kofferpacken und der Lösung organisatorischer Fragen in letzter Minute.“ Will im Urlaub dann trotz bester Vorbereitung keine romantische Stimmung aufkommen, rät der psycheplus Experte zu einem offenen Gespräch: Nichts belastet eine Partnerschaft mehr, als unausgesprochene Wünsche. Oft lassen sich Konflikte während des gemeinsamen Urlaubs dann durch mehr Freiräume lösen: Wenn beide sich zugestehen, bestimmte Aktivitäten selbst im Urlaub auch einmal getrennt wahrzunehmen, gibt es am Abend neuen Gesprächsstoff und man freut sich wieder mehr aufeinander. „In jedem Fall sollten Krisengespräche im Urlaub zeitlich begrenzt sein“, so der Psychologe Benjamin Martens. Schaffen es beide, nach einer Aussprache einen klaren Schlusspunkt zu setzen, können danach gemeinsame, positive Erlebnisse die Partnerschaft sogar festigen.

Sitzen die Ursachen jedoch tiefer und nimmt der Urlaubsfrust zu zweit kein Ende, kann es ratsam sein, den Urlaub auch einmal ohne den anderen, zum Beispiel mit der besten Freundin oder dem Sportverein, zu verbringen. „Im Urlaub getrennte Wege zu gehen, bedeutet ja noch keine Trennung“, betont der Psychologe. „Im Gegenteil: Eine entspannte Auszeit vom anderen kann einer Beziehung durchaus guttun, insbesondere, wenn man sich in manchen Punkten uneinig ist.“

Weitere Informationen unter www.psycheplus.de.

 


Veröffentlicht am: 11.07.2012

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