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Aufgespießt: Vater, Mutter, Kind

(Helmut Harff / Chefredakteur) So heißt ein beliebtes Spiel vor allem von Mädchen. Die kennen das leider immer mehr nur aus Erzählungen, Filmen, Büchern oder durch "exotische" Mitschüler, die nicht bei Alleinerziehern, getrennt lebenden Eltern oder in merkwürdigen Patchwork-Beziehungen aufwachsen. Das, was für die Älteren unter uns noch relativ normal war - die Familie Vater, Mutter, Kind - scheint ein Auslaufmodell zu sein.

Das hat Folgen, unter anderem die, dass Männer im Leben von Kindern immer weniger eine Rolle spielen. Viele Jungen und Mädchen bauen erst in der Pubertät, nämlich wenn sie die Grundschule verlassen, Verhältnisse zu Männern (Lehrern) auf. Bis dahin werden sie von Frauen durch ihr Leben begleitet. Mal abgesehen von einigen Radikal-Femistinnen, sorgt das inzwischen immer mehr Menschen in diesem Land.

So will man in Bremen, wo nur 12 Prozent der Grundschullehrer männlich sind, mit einer Kampagne angehende Pädagogen für den Job als Grundschullehrer begeistern. Das ist Quintessenz aus der Überlegung, dass Jungen und Mädchen immer häufiger ohne männliche Bezugsperson aufwachsen. Das ist für Mädchen schon problematisch, für Jungen eine Katastrophe. Sie haben keine männlichen Vorbilder. Mit den angebotenen weiblichen Vorbildern können sie sich jedoch nur begrenzt identifizieren. Sie suchen sich anderweitige Orientierungsmöglichkeiten und finden sie im Fernsehen, in Comics oder in Computerspielen. Das diese Vorbilder nicht viel mit der Realität, auch mit ihrer erlebten Realität, zu tun haben, ist wohl klar.

Ein Verhalten, das als männlich angesehen wird, ist die Folge, die wir alle nicht wollen. Orientierungslos aufgewachsene männliche Jugendliche sind auch keine Freude für den weiblichen Teil der Bevölkerung. Die Folgen dieser Entwicklung will (oder kann) sich noch kaum jemand ausmalen.

Doch es gibt positive Signale, so wie die aus Bremen. Auch die Rechtsprechung und die Politik stärkten Schritt für Schritt (die sind allerdings immer sehr klein) die Rechte der Väter. Davon profitieren nicht nur die Väter und die Heranwachsenden, sondern die gesamte Gesellschaft. Doch noch ist viel zu tun. Hier sind vor allem die Männer gefragt, die endlich mehr für ihre Emanzipation tun müssen.

Mein Tipp: Väter, Männer, zeigt, dass Ihr da seid, zeigt Profil, definiert Eure Rolle in der Geschlechterbeziehung im 21. Jahrhundert. Vielleicht können wir so noch unsere Enkel und Urenkel noch dabei beobachten, wenn sie Vater, Mutter, Kind spielen.

 


Veröffentlicht am: 16.07.2012

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