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Schmerzensgeld? Schadenersatz?

Schmerzensgeldansprüche nach einem Friseurbesuch kommen nur dann in Betracht, wenn infolge der Haarbehandlung dauerhafte Schäden am Haar oder der Kopfhaut verursacht wurden oder der frisch frisierte Kunde völlig entstellt ist. Das hat laut ARAG Experten jetzt das Amtsgericht München entschieden.

Im verhandelten Fall hatte das Gericht festgestellt, dass die Kopfhaut der klagenden Kundin aus jedem Blickwinkel durchschien und deutlich sichtbar ist. Das resultiere allerdings aus dem Haarzustand der Klägerin und nicht aus dem Haarschnitt. Dass die Kopfhaut nach einem Friseurbesuch noch stärker zu sehen sei, liege in der Natur der Sache, so die Richter. Eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Kundin sei darin nicht zu sehen. Da die Klägerin während dem Frisiervorgang keinerlei Einwände vorgebracht habe, habe der Friseur annehmen müssen, dass die vorgenommene Kürzung sich im Rahmen des Wunsches der Klägerin bewegte. Auf Grund dieses Mitverschuldens der Kundin käme ein Schmerzensgeldanspruch nicht in Betracht (AG München, Az.: 173 C 15875/11).

Schadenersatz nach Schaf-Attacke


Schwarze Schafe sorgen bekanntlich oft für Ärger – diesmal sogar vor Gericht. Nachdem ein Mann nämlich von so einem Tier angerempelt und verletzt wurde, sprachen die Richter ihm Schadensersatz zu. Da das Tier nach der Attacke in seine Herde geflohen war, konnte der Übeltäter allerdings nicht mehr genau identifiziert werden. Dummerweise gehörte die Herde aber zwei verschiedenen Besitzern. Die Krankenkasse forderte die angefallenen Arztkosten von beiden Haltern zurück. Dazu kamen später außergerichtliche Anwaltskosten. Das Landgericht Kempten gab der Krankenkasse Recht und das in zweiter Instanz angerufene Oberlandesgericht bestätigte die Entscheidung. Tierhalter müssen laut ARAG Experten also auch dann für Schäden haften, wenn nicht mehr zu klären ist, wem das Tier letztlich gehört (OLG München, Az.: 14 U 2687/11).

Nachts sind alle Katzen grau…

Und Fußgänger leider auch. Wer allerdings in finsterer Nacht dunkel bekleidet eine Straße überquert, handelt laut ARAG Experten leichtsinnig und riskiert bei einem Unfall sämtliche Schadensersatzansprüche. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken hervor. Das Gericht wies die Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage eines Fußgängers gegen einen Autofahrer ab. Der Kläger hatte nach Darstellung des Gerichts mit dunkler Kleidung nachts eine innerstädtische Straße abseits einer – auch noch rot zeigenden Fußgängerampel blindlings überquert. Dabei wurde er von einem Auto erfasst und schwer verletzt – der Kläger hätte den mit eingeschaltetem Licht fahrenden Wagen auch bemerken müssen (OLG Saarbrücken, Az.: 4 U 200/10).

 


Veröffentlicht am: 29.07.2012

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