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Aufgespießt: Olympia ist geil

(Helmut Harff / Chefredakteur) Olympia ist geil! Man kann den ganzen Tag Sport im Fernsehen genießen (so man die Zeit hat) und keiner beschwert sich. Man muss sich selber nicht bewegen, denn man muss ja Sport sehen. Man sieht Sportarten im Fernsehen, die man wirklich nur alle vier Jahre präsentiert bekommt. Man stellt mit Erstaunen fest, dass selbst in Deutschland Menschen Sportarten wie Bogenschießen betreiben.

Olympia ist geil, weil man so schön mitfiebern kann. Man kann sich über Siege freuen und über Niederlagen ärgern. Man kann für Außenseiter die Daumen drücken oder sich darüber wundern, wer so bei Olympia alles an den Start geht.

Olympia ist geil, weil man in Gedanken das deutsche Fähnchen schwenken kann, ohne als Nationalist zu gelten.

Stopp: Davon trifft leider nicht alles auf die Olympiafans zwischen Flensburg und dem Allgäu zu. An den ersten Tagen von Olympia war nichts mit schwarz-rot-goldenem Fähnchen. Angebliche Favoriten zeigten sich von einer ganz anderen Seite. Wurde ins Schwimmstadion geschaltet war man froh, dass in der Halle genug Schwimmer waren, die unsere Wasserratten im Notfall vor dem Ertrinken retten könnten.

Olympia ist nicht geil, wenn man an zahlreiche Übertragungen, Aussagen sogenannter Experten und die Statements vieler Sportler denkt. Schönreden war zu häufig angesagt, Klartext reden nicht gefragt. Was die Menschen - allen voran die Aktiven und Medienmenschen im Schwimmstadion - vor der Kamera teilweise abgelassen haben, sollte zur sofortigen Medien-Disqualifikation führen. Wer braucht eine Expertin, die nicht erklären kann, warum kaum ein Schwimmer auch nur in den Bereich seiner Bestleistungen gekommen ist?

Olympia ist nicht geil, weil immer, wenn jemand pünktlich zu Olympia Höchstleistungen präsentiert, sofort von Doping die Rede ist. Klar, die anderen dopen und die Deutschen hinken oder schwimmen hinterher. Gewinnt ein Deutscher oder steigert er seine Leistung deutlich, was ja Gott sei Dank immer wieder vorkommt, so ist das nur Trainingsfleiß. Das ist eine perfide Art von Überheblichkeit, die von den Journalisten bei nur jeder sich bietenden Gelegenheit praktiziert wird. Das ist ja auch einfacher, als mangelnde Leistungen einmal richtig zu hinterfragen.

Mein Tipp: Genießen Sie Olympia, denn Olympia ist geil! Vergessen Sie jedoch nicht, sich auch selbst zu bewegen. Wer sich über die eine oder andere schwache Leistung aufregt, sollte zumindest wissen, wie es sich anfühlt sportlich aktiv zu sein. Vier Wochen Olympia im Fernsehsessel können mit einigen Kilos mehr auf den Hüften enden. Also ab in die Turnschuhe und den so gern zitierten olympischen Gedanken verwirklichen: Teilnahme ist entscheidend.

 


Veröffentlicht am: 06.08.2012

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