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30.03.2017

 

 

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Der Flimser Bergsturz

Es ist knapp 9500 Jahren her, als der größte alpine Bergsturz in der Nähe des heutigen Schweizer Ortes Flims die Landschaft nachhaltig veränderte. Damals brach ein 9 km³ bis 12 km³ großer Felsen ab und erschaffte so eine Landschaft, die noch heute spektakulär anzusehen ist.

Nördlich von Flims ragen Felswände bis 350 Meter hoch und bilden eine wilde Schlucht, die Ruinaulta oder Rheinschlucht. Der Bergsturz ist für eine dicht bewaldete, unübersichtliche Hügellandschaft mit Seen verantwortlich. Der Wald ist für das Vorderrheintal Namensgeber: Das romanische Surselva bedeutet "ob dem Wald". Durch den Bergsturz wurde der Vorderrhein gestaut. Es entstand so ein großer Stausee, der Ilanzer See, der jedoch durch die Ruinaulta schon längst abgeflossen ist. Offensichtlich ist der Rhein jedoch noch immer nicht auf dem ursprünglichen Talboden angelangt. Er verändert noch heute die Landschaft rund um Flims.

In Conn, weniger als eine Stunde zu Fuß von Flims entfernt, ragt die spektakuläre Aussichtsplattform Il spir über der Steilwand. Für Mountainbiker ist der Weg pure Erholung. Am Ziel angekommen ragt die einem Mauersegler nachempfundene Plattform über den Abbruch. Die einen schwärmen davon, sich wie ein Adler zu fühlen, andere kämpfen mit ihrer Höhenangst. Ergriffen von dem Naturschauspiel sind alle.

Der Weg von Flims nach Conn bietet neben der nahezu unberührten Natur, dem herrlichen Wald und dem Blütenmeer noch eine Besonderheit - dem "Connbächli". Das ist ein historischer Bewässerungskanal, welcher die Conner Wiesen im ansonsten wasserlosen Großwald mit Wasser zur Bewirtschaftung versorgt.

Wesentlich spektakulärer ist der Caumasee. Der türkisfarbende See liegt auf 997 Meter über dem Meeresspiegel. Auf romanisch - der hier gesprochenen Sprache - wird er "Lag la Cauma" genannt, was "Mittagsruhe" bedeutet. Bei sommerlichem Wetter ist die Perle von Flims um die Mittagszeit allerdings nicht nur eine Ruheoase. Der wunderschöne See wird dann von vielen Badelustigen besucht. Nur zehn Minuten vom Parkplatz in Flims entfernt kann man aus der Höhe mit einer kostenlosen Seilbahn bis ans Ufer des eingezäunten Sees fahren. Natürliche und künstliche Inseln locken zum Schwimmen im 17-24 Grad warmen Wasser. Selbstverständlich gibt es auch ein sehr schönes Restaurant und einen Bootsverleih.

Einen Tipp: Wer sich sehr früh aufmacht, bekommt sicher einen Parkplatz, muss sich nicht mit anderen auf der Aussichtsplattform drängeln und kann sich "seinen" Platz am See noch aussuchen.

Eine andere Möglichkeit, das Naturschauspiel Flimser Bergsturz zu bewundern, ist eine Fahrt mit der Rhätische Bahn und dem Glacier-Express durch die Ruinaulta. Wer gut zu Fuß ist, kann die Rheinschlucht auf etwa zwei Dritteln der Strecke erwandern. Weniger auf die hochaufragenden Kalkfelsen konzentrieren sich alle, die mit einem Schlauchboot durch die Schlucht des reißenden Rheins jagen.

Einen sehr guten Überblick über das ganze Bergsturzgebiet bietet der Weiler Dutjen oberhalb Valendas; die schmale Fahrstrasse ist vor einigen Jahren erneuert worden (auch Fußweg, ca. eine Stunde ab Valendas). Mit der Luftseilbahn ab Flims Dorf auf den Cassonsgrat ist die Abrisskante des Bergsturzes erreichbar.

Ein Tipp für alle Besucher des "rocksresorts" im Nachbarort Laax:
Der kostenlose Shuttle-Bus (der erste fährt um 8:43 Uhr) fährt bis direkt an den Wanderweg zur Aussichtsplattform und zum Caumasee.

 


Veröffentlicht am: 10.08.2012

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