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Aufgespießt: Steuerfreiheit für Singles

(Helmut Harff / Chefredakteur) Eine Diskussion beschäftigte die vergangene Woche die Politik genau wie die Stammtische. Thema war die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen gleichgeschlechtlichen Paaren - kurz Homo-Ehe genannt - mit "normalen" Ehepaaren. Diskutiert wird, ob man den gleichgeschlechtlichen Paaren das Ehegattensplitting zubilligt.

Ich finde diese Diskussion merkwürdig, abstrus und völlig falsch. Ich finde, dass Menschen, die ein vom Staat gesiegeltes Papier unterschrieben haben, keinen steuerlichen Privilegien verdient haben. Wieso ist man bis zum Tod seines staatlich anerkannten Partners ein anderer Steuerbürger als danach? Wieso müssen Leute, die eine staatliche Linzens als Paar haben weniger Steuern als alle anderen bezahlen?

Ich finde, dass es gerade umgekehrt sein muss. Schließlich ist das Leben als Single deutlich teurer als das eines Ehepaares. Einige Beispiele gefällig? Paare wie Alleinlebende zahlen einmal Miete, einmal Energiekosten, einmal GEZ, einmal Telefongrundgebühren, fahren (in der Regel) ein Auto und müssen das bezahlen. Wer zu zweit wirtschaftet kann - man denke nur an Verpackungsgrößen - billiger einkaufen. Ein Single muss seine Wohnung genau wie zwei verheiratete renovieren. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Wieso brauchen verheiratete Menschen dann ein Steuerprivileg?

Singles sind die, die steuerlich entlastet werden müssen. Sie zahlen für alles was sie benötigen schon Steuern. Das müssen staatlich anerkannte Paare auch. Der Unterschied ist, letztere kaufen einen Fernseher, eine Waschmaschine, eine Küche, ein Auto - für zwei Personen. das heißt, jeder zahlt nur den halben Preis und die halben Steuern gegenüber dem Single. Sinn macht also, den Single steuerlich zu entlasten. Kann sich die Politik dazu (noch) nicht durchringen, sollten zumindest das Steuerprivileg für Paare mit dem richtigen Stempel abgeschafft werden.

Ich höre jetzt den Einwand aller Einwände: Und die Kinder? Kein Problem: Schafft man das Ehegattensplitting ab, hat der Finanzminister (wahrscheinlich) genug Geld, um beispielsweise Kinderkleidung von der Mehrwertsteuer zu befreien. Das Geld kann auch dazu genutzt werden, Schulbedarf von dieser Zwangsabgabe zu befreien. Vielleicht können dann auch die Kosten für die Kinderbetreuung gesenkt werden. Das würde alle, die Kinder haben, wirtschaftlich entlasten, egal ob die Eltern sich als Ehepaar verstehen oder getrennt durchs Leben gehen.

Mein Tipp: Singles, nutzt Eure Macht und setzt die Politiker ob unser Benachteiligung unter Druck. Allen Paaren, ob mit oder ohne Papier wünsche ich eine wunderschöne Zweisamkeit.

Noch eine Idee: Was macht der Finanzminister eigentlich, wenn alle Singles plötzlich heiraten? Dann muss sich Deutschland sicherlich bald Geld leihen.

 


Veröffentlicht am: 13.08.2012

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