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Korallen von den Malediven?

Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres – nur leider oft viel zu kurz! Glücklicherweise gibt es vielerorts eine große Auswahl an Urlaubssouvenirs, die auch zu Hause noch lange an die erholsamste Zeit des Jahres erinnern: Korallen aus Griechenland, Orchideen aus Vietnam oder sogar ein Hundewelpe aus der Türkei.

Doch nicht jedes Mitbringsel darf auch arglos aus dem Urlaub mit in die Heimat gebracht werden. Welche Souvenirs sowohl schöne als auch legale Reiseandenken sind und was am Ferienort besser aufgehoben ist, weiß die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Urlaubssouvenir Tier?

Bettelnde Hunde oder magere Katzen prägen das Straßenbild gerade vieler südlicher Länder. Wer bei diesem Anblick seine Tierliebe entdeckt und den Streunern ein neues Zuhause in Deutschland schenken möchte, sollte davor allerdings einiges beachten. Denn auf den Tierfreund kommen viele bürokratische Hürden zu: „Diese reichen von der Notwendigkeit eines Mikrochips bei Hunden und Katzen sowie eines EU-Heimtierausweises oder einer amtlichen Veterinärbescheinigung mit eingetragener Chipnummer (bei Tieren aus Nicht-EU-Staaten) bis hin zu einer ordnungsgemäßen und im Heimtierausweis eingetragenen Tollwutschutzimpfung“, erklärt Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Erfüllt das Tier bei der Einreise in einen EU-Mitgliedsstaat diese Vorschriften nicht, dann muss der Reisende damit rechnen, dass an der ersten Grenze der EU der Amtstierarzt das Tier auf Kosten des Urlaubers ins Herkunftsland zurückschickt, in Quarantäne nimmt oder gar die Tötung anordnet. Außerdem stellt sich zuhause nicht selten die Frage, ob der ausländische Liebling überhaupt in den heimischen Haushalt passt. Wer streunenden Tieren am Urlaubsort wirklich etwas Gutes tun will, kann auch die örtlichen Tierschutzorganisationen mit einer Geldspende unterstützen.

Artenschutz auch im Urlaub

Doch nicht nur bei lebenden Tieren, auch bei der Ausfuhr verarbeiteter Materialien von Tieren und Pflanzen gilt es einiges zu berücksichtigen: Die meisten Urlauber denken sich nichts dabei, den exotischen Elfenbeinschmuck, die sommerliche Muschelkette oder den Gürtel aus Schlangenleder zu erstehen. Doch Vorsicht: Sogar Mitbringsel, die auf den ersten Blick ganz unverfänglich wirken – etwa eine gefärbte Koralle in einem Anhänger – können besonders geschützt sein.

Der Grund: Viele Tiererzeugnisse unterliegen dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen. „Dieses verbietet den Handel mit vielen Tieren ebenso wie mit deren Erzeugnissen, also Tierprodukten wie Federn oder Fellen“, erläutert die D.A.S. Rechtsexpertin. Wer dagegen verstößt, muss beim Zoll mit saftigen Bußgeldern rechnen. Auch eine Strafanzeige kann dem Urlauber drohen – und dies nicht nur bei der Einreise in Deutschland, sondern bereits im Urlaubsland beim Erwerb derartiger Souvenirs. Zudem beschlagnahmt der Zoll die Mitbringsel, allein 2011 betraf dies 21.000 geschützte Tiere und Pflanzen in Deutschland!

Generell gilt: Unwissenheit schützt auch hier vor Strafe nicht. Wer sich also beim Urlaubsandenken unsicher ist, sollte sich bereits vorab im Internet beim Zoll oder bei der Zollstelle am Flughafen erkundigen, welche Souvenirs wirklich erlaubt sind. Auch die Webpage www.artenschutz-online.de gibt Auskunft, welche Tiere und Pflanzen nicht eingeführt werden dürfen.

Vorsicht bei exotischen Lebensmitteln!

Den Schinken aus Parma, den Kaviar aus St. Petersburg – Lebensmittel sind ebenfalls beliebte Souvenirs. Doch nicht alles kann unbedenklich eingepackt werden: Zwar sind eingeführte Lebensmittel aus EU-Staaten generell unproblematisch. Wer aber in einem Nicht-EU-Land urlaubt, sollte auf Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte als Reisemitbringsel verzichten, denn hier kann es zu ernsthaften Problemen bei der Einreise kommen. Dagegen dürfen Urlauber bedenkenlos Honig bis zu zwei Kilo, Pasta, Kuchen und Kekse mitnehmen.

„Die Einfuhrbestimmungen sind allerdings sehr komplex und gültige Zollbestimmungen für spezielle Lebensmittel ändern sich oft kurzfristig“, so die D.A.S. Juristin. Deshalb sollten sich Gourmet-Reisende vor Reiseantritt über die aktuellen Zollvorschriften informieren. Auch hier hilft die Webpage des Zolls weiter. Weitere Informationen gibt es zudem auf der Webpage des Bundesernährungsministeriums (Stichwort „Verbraucherschutz“).

Weitere Informationen bietet das Rechtsportal auf www.das.de.

 


Veröffentlicht am: 16.08.2012

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