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30.04.2017

 

 

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Bugatti zwischen Porzellan und Kartoffeln

Das traditionelle Hoffest der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Kartoffel, deren Verbreitung in Preußen auf eine Initiative König Friedrichs II. zurückgeht.

Zwei Tage lang konnten Besucher des Manufaktur-Geländes nicht nur ihre Lieblingsporzellane zu attraktiven Preisen erwerben, sondern auch noch diverse Kartoffel-Gerichte genießen. Kulinarisch war das Hoffest umrahmt von allerlei Kartoffelspezialitäten aus den Berliner Reinhard’s Restaurants, frische Blumen-Ideen für die festlich gedeckte Tafel wurden von Florale Welten präsentiert.

„Circular-Ordre“

Friedrich der Große lässt zunächst Kartoffeln in seinem Schlosspark anbauen. Die Felder werden von Soldaten bewacht, um die Bevölkerung neugierig zu machen. Im Jahr 1756 erlässt er dann die „Circular-Ordre“, mit dem seine Beamten den Kartoffelanbau in Preußen propagieren. Dennoch dauert es weitere knapp zwanzig Jahre bis die Kartoffel von der Bevölkerung als Nahrungsmittel akzeptiert wird. Heute ist die Kartoffel in all ihren Zubereitungsarten aus der Deutschen Küche nicht mehr weg zu denken.

In Bänkers Hand

1763 erwarb König Friedrich II. von Preußen (1712-1786) die Porzellanmanufaktur des Berliner Kaufmann Johann Ernst Gotzkowsky. Jetzt ist die Manufaktur einer der ältesten produzierenden Handwerksbetriebe in Berlin. Seit 2006 ist der Bankier Jörg Woltmann Alleingesellschafter der KPM Berlin. Das Unternehmen beschäftigt 170 Mitarbeiter. Deutschlandweit betreibt die Manufaktur sechs eigene Verkaufsgalerien und arbeitet auf nationaler und internationaler Ebene mit ausgewählten Handelspartnern zusammen. KURLAND, dessen Formen 1790 entwickelt wurde, und URBINO aus dem frühen 20. Jahrhundert sind bis heute die Bestseller der KPM Berlin.

Und nun Bugatti

Seinerzeit dachte der König ganz bestimmt nicht an die Luxuskarosse Bugatti. Viele Besucher des diesjährigen Hoffestes dagegen schon. Bei den Gästen aus nah und fern war die Kooperation von KPM mit dem Sportwagenhersteller Bugatti Automobiles S.A.S ein herausragendes Gesprächsthema: die neue Version des klassischen Grand Sport, den „Wei Long 2012“. Dieser Nobelflitzer ist mit Porzellan-Elementen der Berliner Manufaktur versehen. Thema der Gestaltung ist das chinesische Jahr des Drachen. Wie bereits der L’Or Blanc 2011 ist auch der Wei Long 2012 ein Unikat.

Weiß und Rot

Für den Innen- und Außenbereich wurden Porzellanelemente mit Drachenmotiven kreiert. Öl- und Tankdeckel sind mit einem Porzellan-Medaillon bestückt, auf dem das Relief eines Drachenkopfes hervortritt. Die Radnabenabdeckung nimmt das Thema in Form des alten chinesischen Schriftzeichens für Drachen – lóng – auf. Das Luxusgefährt ist in den Farben Weiß und Rot gehalten. Der karmesinrote Innenraum wirkt wie eine kostbare Lackschnitzerei aus der Ming-Zeit. Rote Akzente im Außenbereich (Felgen, Rücklichter) betonen die glänzend weiße Lackierung der Karosserie und die Porzellanelemente.

Rund 1,6 Millionen

Höhepunkt des roten Wageninterieurs ist eine 24 x 19 cm große Porzellanplatte mit Drachenkopf, die in die Rückwand zwischen den Sitzschalen eingebettet ist. In der Bugatti-Sprache kursiert daher der Begriff vom „Drachen der Automobilindustrie“. Der Wagen kostet 1,58 Millionen Euro.

Symbiose Porzellan & Design

Für die Berliner Designer war dieser Auftrag eine Herausforderung: es galt, einen Drachen nicht aus europäischer Perspektive zu entwerfen, sondern die Ikonografie chinesischer und asiatischer Motive zu verinnerlichen. Der Bugatti-Drachen musste eine universale Qualität bekommen, die dem kritischen Auge der Asiaten stand hielt.

Ausgefallene Sonderanfertigungen in Porzellan entwickeln sich zusehends zu einem weiteren Standbein der Berliner Manufaktur. Im vergangenen Jahr wurde erstmals der Supersportwagen „L’ Or Blanc“ mit Porzellan-Elemente von KPM veredelt. Zwölf Pretiosen schmücken seitdem den Bugatti. Dazu gehören signierte Porzellaneinleger am Mitteltunnel und eine markante Porzellanintarsie an der Rückwand zwischen den Sitzen.

Text: BG
Fotos: KPM Berlin, BG

 


Veröffentlicht am: 30.08.2012

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