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Alpe-Adria-Trails: Genuss am Wegesrand

Seit Sommer 2012 lockt der neue Alpe-Adria-Trail drei Länder per Wanderschuh zu entdecken. Er führt grenzüberschreitend über 690 Kilometer und 38 Etappen von Kärnten nach Slowenien bis an die italienische Adria. Da Bewegung an der frischen Luft bekanntlich Hunger macht, finden sich entlang des Weges zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, um sich bei regionalen Schmankerln zu stärken. Ob urige Almhütte oder Gourmetrestaurant, Kärntner Bergführer wissen bestens wo man unterwegs, auch über die Landesgrenzen hinweg, gut speisen kann. Mehr Informationen und ein Video zum Wegverlauf des Trails finden sich unter www.alpe-adria-trail.com sowie unter www.kaernten.at.

Vom heiligen Blut zur guten Quelle

In der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten befindet sich der Startpunkt des Alpe-Adria-Trails sowie das Zuhause von Bergführer Toni Sauper. Weitwanderern legt er einen Stopp an der Briccius Sennerei auf der Sattelalm ans Herz, um die Wurzeln des Ortes Heiligenblut zu entdecken und den köstlichen eigenen Käse zu probieren. Der Legende nach verunglückte hier 914 der Volksheilige Briccius auf seinem Rückweg von Konstantinopel. Er hatte ein Fläschchen mit dem heiligen Blut Jesus Christus dabei. Einheimische begruben ihn im Tal, wo jetzt die Kirche von Heiligenblut steht. „Wer es gediegener mag, dem empfehle ich einen Besuch in der Guten Quelle am Ende der Groppensteinschlucht. Der romantische Gutshof wurde neu restauriert und bietet feine Gerichte mit regionalen Produkten die Null Kilometer hinter sich haben, um auf dem Teller zu landen.“

Almwellness in Höhenluft

Im weiteren Verlauf führt der Alpe-Adria-Trail in die Gegend des Millstätter Sees, dem Gebiet von Bergführer Peter Auer. Er weiß wo man hier das Loch im Bauch schnell stopfen kann. In der Alexanderhütte gibt es zur Jaus’n einen spektakulären Seeblick gratis. Auers Wanderer wissen es besonders zu schätzen, wenn ihnen Zeit für einen Abstecher in die Zirbenholzsauna und das Badstüberl bleibt. Wo findet man sonst so viel Entspannung auf einer Hütte in 1.800 Höhenmetern? Wer lieber im Tal speist, dem empfiehlt der Bergführer einen Besuch in Seeboden. Hier verwöhnt Küchenchef Robert Schreiner in seinem mit zwei Hauben von Gault Millau dekorierten Restaurant des Landhotels Moerisch.

Speisekarten auf vier Hufen

Vom Millstätter See aus führen die nächsten Etappen durch den Nationalpark Nockberge, über die Gerlitzen Alpe auf 1.911 Höhenmetern und weiter bis in die Region Villach zur Burgruine Finkenstein. „Keinesfalls sollte man die Neugarten Almseehütte auf der Gerlitzen auslassen“, weiß der Villacher Bergführer Dietmar Schuss. „Besonders die Kleinen sind begeistert, wenn sie auf dem Weg zur Hütte den weltweit einzigartigen lebenden Speisekarten begegnen.“ Jede Kuh der Herde macht Werbung für eines der vielen Schmankerln des Hüttenwirts Johann Maier. Unkomplizierte Einfachheit und natürlichen Genuss finden die Wanderer im Tschebull am Faaker See. Senior-Wirt Hans Tschemernjak bedient sich der besten Produkte seiner Region um geschmackvolle Gerichte auf den Tisch zu zaubern.

Über den Kärntner Tellerrand

Nach der Region Villach verlässt der Alpe-Adria-Trail österreichischen Boden und verläuft über Slowenien nach Italien. „Schon kulinarisch lohnt sich die Grenzüberschreitung“, sind sich die Bergführer einig. „Besonders den Wein sollte man bei unseren Nachbarn probieren.“ Ihre Empfehlung führt zum Gutshof Belica im slowenischen Dobrovo, der neben einem guten Tropfen auch regionale Köstlichkeiten im angeschlossenen Hofladen offeriert. Das Weingut Angoris im italienischen Friaul ist eine gute Adresse für feine Speisen und Degustationen im traditionellen Ambiente. Nur wenig später endet der Alpe-Adria-Trail im Hafenstädtchen Muggia und belohnt Wanderer mit mediterranen Köstlichkeiten und dem Blick auf die Triestiner Bucht.

Informationen zu den kulinarischen Empfehlungen finden sich unter:

 

 


Veröffentlicht am: 17.10.2012

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