Startseite  

24.04.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Aufgespießt: Spieglein, Spieglein ...

(Helmut Harff / Chefredakteur) ... an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land, fragt die böse Königin im Grimmschen Märchen vom Schneewittchen. Die Antwort ist wohlbekannt. Wieso mir das Märchen einfällt? Ich lese gerade das Buch "Kerle im Klimakterium". Ja, das gibt es, auch wenn wir es nicht wahr haben wollen. Die Autoren blicken in dem Buch auf ihr Leben zurück.

Das ist wie ein Blick in den Spiegel? Der sagt sicherlich wie im Märchen, dass man selber der Schönste ist. Nicht hören möchte man, da geht es den Autoren ähnlich, dass gleich nebenan einer haust, der noch viel schöner ist. Hallo, schöner als ich! Spiegel, du spinnst! Das ist sicherlich die übliche Reaktion auf das Urteil des Spiegels. Wäre ich von einer Partei, würde ich mal den Chefredakteur anrufen.

Ach quatsch, ich habe ja nur den großen Spiegel am Kleiderschrank gefragt und der meinte ja, dass ich der Schönste bin. Den Rest will ich schnell vergessen. Doch als Mann im Klimakterium bin ich noch weit davon entfernt, mich auf mein Kurzzeitgedächtnis nicht mehr verlassen zu können. Ob Alzheimer auch seine positiven Seiten hat?

Doch was sieht der Spiegel, der so doof geantwortet hat, was ich nicht sehe? Weniger Haare auf dem Kopf, als da eigentlich hingehören? Einige Kilos mehr, als ich selber sehe? Einige Jahre mehr, als ich zugeben möchte? Ein weniger gut gefülltes Bankkonto, als ich es eigentlich hätte? Keine tolle Frau an der Seite, wo ich gern eine hätte? Wieso gibt es so investigative Spiegel nicht nur am Kiosk, sondern auch an meinem Kleiderschrank?

Männer im Klimakterium haben es schwer. Da gibt es wie im Märchen Spiegel, die einem die nackte Wahrheit vorhalten und da gibt es das eigene Bild. Und, es gibt die vielen Fragen. Die wichtigste ist für mich die Frage: War es das? Nein, ich will nicht, dass es das schon gewesen ist. Dazu bin ich viel zu neugierig. Ich kann meinem Leben immer noch - auch oder gerade jenseits des Klimakteriums - eine neue, zumindest eine etwas andere, Richtung geben. Jetzt ist der richtige (oder schon der letzte?) Augenblick, noch mal richtig nach vorn zu blicken, zu neuen Ufern zu starten. Das soll nicht heißen, dass ich alles, was mir bisher lieb und teuer war, zurücklasse. Eine jüngere Frau ist noch kein Neuanfang. Der Spiegel hat sicherlich auch dazu die richtige Antwort.

Mein Tipp: Wenn der Spiegel spricht, hören Sie ruhig bis zum Ende zu. Spricht Ihrer nicht, so sehen Sie ganz genau hin. Doch verfallen Sie nicht gleich in Depressionen. Die Kinder sind aus dem gröbsten ganz gut raus gekommen, die Frau an Ihrer Seite macht auch im Mini noch immer eine gute Figur, Sie benötigen keinen Dispo und auch ansonsten läuft alles. Doch ausruhen sollten Sie sich darauf nicht. Bleiben Sie neugierig, geben Sie sich nicht mit dem gerade gelebten Leben zufrieden, genießen Sie das erreichte und verschließen Sie sich nicht ihren eigenen Sehnsüchten.

 


Veröffentlicht am: 29.10.2012

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit