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Morgengruß von Helmut Harff: Bankenrettung

Ist das, was in den Medien immer kurz und bündig als Finanz- oder auch als Banken-, oder Eurokrise bezeichnet wird, für Sie ziemlich undurchsichtig? Mir geht es zumindest teilweise so. Vor allem habe ich mein Problem damit, warum es so wichtig ist, dass wir die Banken mit Steuermilliarden retten sollen oder sogar müssen.

Gestern bekam ich darauf einige verblüffende Antworten von Dr. Max Bruche. Der Finanzexperte, mit dem ich während seines Berliner Praktikums fast Schreibtisch an Schreibtisch saß, unterrichtet heute an der Londoner Cass Business School. Als wir uns zum Interview trafen wusste ich das jedoch nicht. Tolle Karriere.

Und, Dr. Bruche kann den so kompliziert erscheinenden Sachverhalt relativ einfach erklären. Aus seiner Sicht sind Banken in unserem Wirtschaftssystem lebensnotwendig. Sie versorgen die Wirtschaft und die privaten Verbraucher mit Kapital. Sein Satz "Banken produzieren Kredite" ist so etwas wie ein Schlüsselsatz, um zu verstehen, wieso man vor allem große Banken nicht in die Insolvenz entlassen kann. Gehen Firmen insolvent, so können die unter Aufsicht des Insolvenzverwalters weiter produzieren. Geht eine Bank den gleichen Weg, werden sofort alle Guthaben eingefroren. Damit ist die Bank völlig lahm gelegt. Da die Banken sich zur "Produktion von Krediten" auch unter einander Geld leihen, bekommt die wichtige Kette einen Riss, mit sehr unangenehmen Folgen. Dann gibt es kaum noch Kredite und die Realwirtschaft bekommt kein immer wieder gebrauchtes frisches Kapital.

Dr. Bruche weiß auch, wie man das Dilemma mit den für die Märkte wichtige Großbanken beenden kann: mit ihrer Zerschlagung. Kleinere Banken haben weniger Marktmacht. Deshalb kann man sie insolvent gehen lassen, ohne das das System Schaden nimmt. Schließlich, so gab mir der Finanzfachmann noch auf den Weg, ist es im Kapitalismus ja so, dass wer Insolvent ist, vom Markt verschwindet.

Ich mache mir jetzt erst einmal mein nicht kreditfinanziertes Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Frühstück und viel mehr Menschen, die scheinbar komplizierte Sachverhalte leicht(er) verständlich erläutern können.

 


Veröffentlicht am: 14.11.2012

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