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Morgengruß von Helmut Harff: Fragen, nichts als Fragen

In meinem wöchentlichen Kommentar "Aufgespießt" beschäftigte ich mich mit dem Phänomen des Burnout-Syndroms. Das viele Männer gar nicht so stark sind, wie sie nach außen tun, war mir schon klar. Doch was ich seit Sonntag an Mails und Anrufen bekam, hat mich doch beeindruckt.

Diverse Männer schilderten, wie es ihnen geht, wie sie trotz des Gefühls des Ausgebrannt seins funktionieren müssen. Mann sein, heißt wohl immer noch, stark zu sein. Wer Schwäche zeigt, ist draußen, so der Tenor vieler Mails und Gespräche. Doch nicht nur Männer meldeten sich. Auch einigen Frauen war das Thema eine Meinungsäußerung wert. Sie bedauerten zumeist aus eigenem Erleben, dass Mann nicht zu seinen Schwächen steht und daran kaputt geht.

Überhaupt war das eine Aussage vieler: Die deutlichen Zeichen eines Burnout-Syndroms werden ignoriert, negiert und viel zu oft mit Medikamenten und Alkohol kompensiert. Es gab sogar einige Männer, die davon berichteten, dass sie noch mehr arbeiteten, um auftretende Schwächen zu übertünchen. Darunter litten soziale Kontakte und vor allem die Familie. Letzteres beklagten vor allem die Frauen.

Für mich stellte ich irgendwann die Frage, welches Männerbild es in diesem Land abseits der offiziellen Lesart gibt? Der Mann als der Fels in der Brandung, der starke Kerl, die niemals fällt? Der Mann, der keine Schwächen zugeben darf? Hier besteht aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf. Hier sind vor allem wir Männer gefragt, denn es geht um unsere Gesundheit, unsere Lebensqualität und schlussendlich um unser Leben. Wir Männer müssen endlich bereit sein, auch Schwächen zuzugeben, Schwächen eingestehen. Wie soll uns geholfen werden, wenn wir nicht sagen, dass es uns schlecht geht? Wie soll jemand mit uns reden, wenn wir nicht den Mund aufmachen?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dabei werden meine Gedanken über ein modernes Männerbild kreisen.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Wie ist eigentlich Ihr Männerbild?

 


Veröffentlicht am: 20.11.2012

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