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Matheliebe: Mathematik zum Anfassen und Be-greifen

Nicht im Fürstentum Liechtenstein! Die neue Wanderausstellung "Geopythafibotonpolyhypotesaeder! Matheliebe." des Liechtensteinisches Landesmuseums in Vaduz macht die Faszination der Zahlen, Formeln und Ordnungen anhand der neuen Wanderausstellung ab 22. November 2012 (bis 7. April 2013) begreifbar. Klar wird: Mathe ist nicht "nur" Rechenkunst, sondern fasst die Welt in abstrakte Präzision.

Mathematik erklärt die Welt

Mathematik ist schön, sie ist sinnlich – und als lebendige Geisteswissenschaft ist sie allgegenwärtig. Die heutige Mathematik hat sich über Jahrtausende entwickelt, viele ihrer Wurzeln liegen in den Naturwissenschaften. Sie fasst die Welt in abstrakte Präzision, unser Alltag wird von ihr durchdrungen –in jeder Brückenkonstruktion, in jedem „smarten“ Gerät steckt Mathematik. Mit ihrer Hilfe ist demografischer Wandel genauso zu erklären wie das Zinswachstum –oder weshalb Kürbisse am Boden liegen müssen, wieso der Polarfuchs kurze und der Wüstenfuchs aber lange Ohren hat.

„Überall wirkt die Natur massstabgerecht, und alles hat dementsprechend seine richtige Grösse.“ D’Arcy Wentworth Thompson (1860-1948), Zoologe, gilt als erster Biomathematiker


400 Quadratmeter zum Mitmachen und Verstehen

Mathematik lässt sich inspirieren –von Wolken, Bewegungen, Ideen. Und Mathematik inspiriert.Das beweisen auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund einhundert physische Modelle, Gegenstände aus Natur und Alltag, Computergrafiken und Computeranimationen, Bilder, Münzen und Medaillen mit mathematischen Motiven.

Weil die Sinne Nahrung für das Denken sind, wurde auf Formeln möglichst verzichtet. Dafür sind die Besucher zum Mitmachen eingeladen, zum Entdecken mathematischer Gesetze hinter Alltagsphänomenen. So zeigt das „Spiegelkabinett der Unendlichkeit“ eindrucksvoll eine berechenbare Illusion des Vielfachen Ichs. Die Autorennbahn veranschaulicht, warum elegante Übergangsbögen – Klothoidenkurven – den Verkehr sicherer machen.

Es gilt zu erkunden, warum Polyeder Mathematiker seit 3.000 Jahren faszinieren, wie Archimedes sich an die geheimnisvolle, „funkensprühende Zahl“ Pi (Jean-Paul Delahaye, französischer Mathematiker und Informatiker)herantastete und wie Pi mit der Monte-Carlo-Methode „erwürfelt“ wird. Die Ausstellung verrät zudem, warum es quadratische Bohrlöcher und „paradoxe Monstergebilde“ mit endlicher Fläche und unendlichem Umfang gibt oder weshalb der Romanesco ein Fraktal ist.

„Das entscheidende Kriterium ist Schönheit; für hässliche Mathematik ist auf dieser Welt kein beständiger Platz.“ Godfrey Harold Hardy (1877-1947), britischer Mathematiker

Selbsttätigkeit: Die App zur „Matheliebe“

Eine extra für die Ausstellung programmierte Smartphone-Application („App“) begleitet die Besucher. Sie hält die Antworten für die vielen spannenden, als „Selbsttätigkeit“ gekenn-zeichneten Fragen bereit. Auf den Selbsttätigkeitsblättern, die es zu allen Bereichen gibt, sind QR-Codes zu jeder Frage abgedruckt: Smartphone vor den Code halten, scannen und die Lösung wird angezeigt.

"Die Mathematik allein befriedigt den Geist durch ihre ausserordentliche Gewissheit." Johannes Kepler (1571-1630), deutscher Astronom und Mathematiker

Liebe für Mathematik

Initiator und Kurator der Ausstellung ist der engagierte ehemalige Mathematiklehrer Georg Schierscher. Seine Mission: Spass an der Mathematik wecken. Doch oft sind es die Lehrmethoden, die verhindern, dass der „Mathefunke“ überspringt: "Leider ist das Angebot an anschaulichem Lehrmaterial dürftig“," erklärt der Pädagoge. Deshalb beschaffte er für seinen Unterricht am Liechtensteinischen Gymnasium in Vaduz eigene Modelle, in denen sich Mathematik materialisiert. Zum Teil baute er diese selbst, erhielt Hilfe von Lehrlings-werkstätten weltweit bekannter, Liechtensteiner Gewerbe- und Industriebetriebe oder entdeckte seine Objekte im Alltag: Da entpuppt sich der Fussball als abgestumpftes Ikosaeder oder der Autoscheinwerfer als Parabolspiegel.

„Die Sinne sind Futter für das Denken, daher sollten die Schüler Mathematik möglichst sinnlich erfahren können. Verstehen beginnt, wenn man die gesamte Wirklichkeit vor Augen hat“, betont Schierscher. Und auch die Wirtschaft profitiere von mathebegeisterten Absolventen. Inzwischen in Pension, möchte er seine Sammlung deshalb für künftige Schülergenerationen erfahrbar machen. Darum ist Geopythafibotonpolyhypotesaeder! Matheliebe.“ als Wanderausstellung konzipiert – unter anderem für Schulen und öffentliche Gebäude.

 


Veröffentlicht am: 23.11.2012

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