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KPM: Viel Porzellan in 250 Jahren

Die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin feiert ihr 250-jähriges Bestehen im kommenden Jahr mit zahlreichen Aktivitäten – vor allem aber mit viel Porzellan. Die 1763 von Friedrich dem Großen aus Liebe zum „weißen Gold“ gegründete KPM ist Berlins ältester produzierender Handwerksbetrieb und hat in jeder Epoche seit dem Rokoko stilprägende Entwürfe geschaffen.

Kurland Blanc Nouveau


An ihrem runden Geburtstag macht die KPM das, was sie am besten kann: handgefertigtes Porzellan höchster Qualität herstellen. Mit Kurland Blanc Nouveau präsentiert sie ein Service, welches das edle Material durch ein raffiniertes Spiel mit Gegensätzen zum sinnlichen Erlebnis macht und dabei zugleich zu den Ursprüngen der Marke führt. Ferner stellt sie mit 22 exklusiven Sammler-Editionen Meilensteine aus der 250-jährigen Geschichte der KPM vor, die das hohe künstlerische Niveau und das von Generation zu Generation weitergegebene Können der Manufakturisten widerspiegeln.

Eine neue Imagekampagne, ein neuer Internetauftritt, Sonderaktionen für den Handel und in den eigenen Verkaufsgalerien sowie ein Ausbau der internationalen Präsenz gehören zu den weiteren Aktivitäten im Jubiläumsjahr, das mit der Geburtstagsfeier am 19. September 2013 seinen krönenden Abschluss finden wird.

Das Service zum 250.

An diesem Tag vor genau 250 Jahren gründete Friedrich der Große die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin und verlieh ihr mit dem blauen Zepter sein königliches Markenzeichen. Die KPM hat ihrem Gründer und seiner Begeisterung für das weiße Gold viel zu verdanken. Nicht weniger als 21 Tafelservice gab er bei ihr für seine Schlösser in Auftrag. Geschickt setzte er das hochbegehrte Porzellan als diplomatisches Geschenk ein und machte die KPM auf diese Weise in ganz Europa berühmt. So manches Service aus der Anfangszeit stellt die Manufaktur noch heute her. Darunter auch das um 1790 entstandene Kurland, das aufgrund seiner zeitlosen Eleganz seit mehr als 200 Jahren einer ihrer erfolgreichsten Klassiker ist.

Urbino von Trude Petri

In jeder wichtigen Epoche vom Rokoko bis zur Gegenwart entstanden bei der KPM Berlin Entwürfe, die weit über ihre Zeit hinausweisen. Wie ein Who is Who der deutschen Kunstgeschichte liest sich die Liste der Künstler und Designer, die für die Manufaktur gearbeitet haben. Immer wieder ließen sie sich von der einzigartigen ästhetischen Wirkung des Berliner Porzellans zu neuen künstlerischen Ideen inspirieren. Die Aufzählung reicht von Karl Friedrich Schinkel und Johann Gottfried Schadow im Klassizismus bis hin zu Georg Kolbe, Gerhard Marcks und Enzo Mari im Zeitalter der Moderne.

Werke der KPM aus drei Jahrhunderten sind in den Sammlungen der bedeutendsten Museen zu bewundern. So wurde Trude Petris Service URBINO von 1931, das noch heute zu den Bestsellern gehört, aufgrund seiner perfekten Symbiose aus Form und Funktion in die ständige Sammlung des Museum of Modern Art New York aufgenommen.

Das KPM Quartier

Die schönste und umfassendste Ausstellung königlichen Porzellans findet sich in der KPM Welt Erlebnisausstellung, direkt auf dem Manufakturgelände. Mit seinem denkmalgeschützten Ensemble aus Ofenhalle, Schlämmerei und ehemaliger Dreherei zählt es aus dem Jahr 1871 zu den historisch bedeutendsten Gewerbebauten Berlins. Es ist ein äußerst lebendiges Denkmal. Dort finden nach wie vor alle Schritte zur Herstellung des königlichen Porzellans statt – von der Zubereitung der Porzellanmasse bis zur Bemalung der handgefertigten Porzellanteile. Schauarbeitsplätze geben Einblicke in die Arbeitsweise der Manufakturisten.

Text: KPM/BG
Foto: KPM

 


Veröffentlicht am: 06.12.2012

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