Startseite  

24.05.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

BMW Motorräder: Freude am Fahren auf zwei Rädern

Das Ende des 1. Weltkrieges läutet für BMW eine neue Ära ein. Flugmotoren sind damals das einzige Produkt der jungen Firma – und nun ist ihre Herstellung den Deutschen von den Siegermächten verboten. In lediglich fünf Wochen entwirft BMW Chefkonstrukteur Max Friz auf dem Zeichenbrett das erste BMW Motorrad – 1923 vorgestellt erweist sich die BMW R 32 als großer Wurf. Der Boxermotor mit quer zur Fahrtrichtung liegenden Zylindern und der Kardanantrieb prägen bis heute die Grundkonzeption der BMW Motorräder.

Schon damals legt BMW größten Wert auf hohe Fertigungsqualität. Für die BMW R 37, die sportliche Variante der BMW R 32, wird der weltweit erste Leichtmetall-Zylinderkopf im Motorradbau konstruiert. Zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde prägen die Geschichte von BMW Motorrädern in den späten 1920er und 1930er Jahren. Mit einer aerodynamisch vollverkleideten Rennmaschine stellt Rennfahrer Ernst Henne am 28. November 1937 einen Geschwindigkeitsrekord auf: die Marke von 279,5 km/h bleibt für über 14 Jahre bestehen. Dank konstruktiven Leichtbaus und überlegener Motorentechnik fährt Schorsch Meier im Folgejahr der Konkurrenz ebenfalls davon und gewinnt als erster Ausländer die britische „Senior Tourist Trophy“. Neben dem Flugmotorenbau bleibt die Motorradproduktion lange das zweite Standbein des Unternehmens. Im Jahr 1939 allein wurden über 20.000 BMW Motorräder gefertigt.

Mit Vollgas gegen die Krise

Während des zweiten Weltkriegs beschränkt sich die Motorradproduktion auf das Militärmotorrad BMW R 75, um Kapazitäten für den kriegswichtigen Flugmotorenbau zu schaffen. Drei Jahre nach Kriegsende entsteht in München mit Erlaubnis der Militärverwaltung das erste BMW Nachkriegsmotorrad: die auf dem Vorkriegsmodell BMW R 23 basierende BMW R 24 mit überarbeitetem 1-Zylinder-Motor und neuem 4-Gang-Getriebe. Die ersten Modelle der Nachkriegszeit finden reißenden Absatz und begründen den schnellen Wiederaufstieg von BMW – die Motorradproduktion ist das Rückgrat des Unternehmens. Bereits 1950 gibt es mit der BMW R 51/3 auch wieder eine BMW 2-Zylinder-Maschine. Der wirtschaftliche Erfolg hält an – bis 1954 steigt die Jahresproduktion auf 30.000 Motorräder an. Mitte der 1950er Jahre hat der deutsche Motorradmarkt mit rückläufigen Zulassungszahlen zu kämpfen. Das Motorrad verliert gegenüber dem Automobil an Image und Prestige - auch BMW bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. In den 1960er Jahren werden im Wesentlichen Konzepte aus den 1950er Jahren überarbeitet. Das Geschäft mit Automobilen boomt – und das schlägt sich auch in der Verteilung der Produktionskapazitäten nieder. Am 13. Mai 1969 läuft im BMW Werk München das letzte Motorrad vom Band. Künftig kommen BMW Motorräder aus Berlin.

Verjüngungskur: neue Modelle aus dem Werk Berlin-Spandau

Mit der \5 Serie präsentiert BMW 1969 eine komplett neu entwickelte Baureihe. Die neuen Motorräder mit 500 (R 50\5), 600 (R 60\5) und 750 ccm (R75\5) Hubraum sind konsequent als sportliche Reisemaschinen ausgelegt. Die völlig neue Modellgeneration zielt auf verbesserten Fahrkomfort und mehr Sicherheit in allen Geschwindigkeitsbereichen und gibt dem Motorradfahren damit richtungsweisende Impulse. Als mit Beginn der 1970er Jahre das Motorrad ein Comeback als Sport- und Freizeitgerät erlebt, ist BMW mit den neuen Modellen bestens aufgestellt. Mit über 37.000 verkauften Exemplaren ist das Spitzenmodell BMW R 75\5 erstmals seit Kriegsende das meistverkaufte Motorrad der Produktpalette – die Motorradkrise ist endgültig überwunden. Auf der Internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung (IFMA) 1976 stellt BMW mit der BMW R 100 RS sein erstes Motorrad mit einem Liter Hubraum vor. Die Maschine ist die Sensation der Messe: Als erstes Serienmotorrad der Welt verfügt sie über eine rahmenfeste Vollverkleidung und setzt Maßstäbe vor allem in der Aerodynamik, aber auch bei Wetterschutz und Fahrverhalten.

Am 1. Januar 1976 gliedert BMW seine Motorrad-Aktivitäten in die BMW Motorrad GmbH aus. Ab 1979 macht sich die 100-prozentige BMW Tochter daran, mit großvolumigen Enduros ein neues Marktsegment zu schaffen und kehrt damit in den Motorradsport zurück – diesmal aber in den Geländesport. Der Franzose Hubert Auriol geht mit dem Enduro – Modell BMW R 80 G/S im Jahr 1981 bei der legendären Rallye Paris – Dakar an den Start und gewinnt die Motorradwertung bei der schwersten Rallye der Welt. Noch drei Mal (1983, 1984 und 1985) können BMW Maschinen diesen Erfolg wiederholen.

Modernste Technik für das nächste Jahrhundert

In den 70er Jahren brilliert BMW zwar mit innovativen Fahrzeugen, der Antrieb aber – der Boxermotor –ist an die Grenzen des damals technisch Machbaren gekommen. Bei den zu erwartenden Grenzwerten für Abgas- und Lärmemissionen wären nennenswerte Leistungssteigerungen nicht mehr möglich gewesen, ohne auf die BMW typische Zuverlässigkeit zu verzichten. Erstmals seit Beginn des Motorradbaus bietet BMW deshalb mit der BMW K 100 1983 ein 4-Zylinder – Modell an. Das besondere an der K Baureihe: den Reihenmotor haben die Ingenieure diesmal nicht quer, sondern längs und liegend eingebaut. Mit der Vorstellung der BMW K 1 wird 1988 erstmals in einem BMW Serienmotorrad die 4-Ventil-Technik realisiert. Das konsequente Design der BMW K 1 unterstreicht ihren Anspruch als Innovationsträger auf zwei Rädern. Als weltweit erster Hersteller bietet BMW im gleichen Jahr auch ein Motorrad – ABS an, wenig später folgt der erste geregelte Katalysator. Mit der Präsentation eines neuen 4-Ventil-Boxermotors sowie eines neu entwickelten Fahrwerks in der BMW R 1100 RS im Frühjahr 1993 gelingt es BMW, den Boxermotor fit für die Anforderungen der Moderne zu machen.

Dank ABS und Katalysator ist BMW nun auch mit dem Boxer führend in Bezug auf Sicherheit und Umweltschutz. Zur traditionellen 2-Zylinder-Boxerreihe und der K Reihe kommt Ende 1993 eine dritte Modellreihe hinzu: Mit der F Reihe (Funduro) belebt BMW seine 1-Zylinder-Tradition wieder neu und ergänzt sein Programm damit auch um ein Modell für Einsteiger. Heute bietet BMW Motorrad zahlreiche Modelle und Motorvarianten für nahezu jeden Einsatzbereich. In den fünf Kategorien „Enduro“, „Tour“, „Roadster“, „Sport“ und „Urban Mobility“ findet jeder das richtige Modell.

Husqvarna Motorcycles: das Offroad - Erlebnis

Als führender Anbieter von hauptsächlich sportlichen Offroad – Motorrädern bereichert Husqvarna seit 2007 das Produktportfolio der BMW Group um leichte, geländegängige Motorräder. Das Modellprogramm präsentiert sich in den Kategorien „Offroad“, „Supermoto“ und „Street“. Mit der neuen Nuda ist erstmals ein reines Straßenmotorrad im Programm, insgesamt gibt es aktuell 25 Modelle.

Im Jahr 2006 hat BMW erstmalig mehr als 100.000 Motorräder in einem Jahr abgesetzt. Das zeigt: auch nach über achtzig Jahren fährt BMW Motorrad weiterhin in der Erfolgsspur.

mehr zur BMW-Historie:

Die BMW Group: eine bewegende Geschichte

BMW Automobile - eine Geschichte

 

 


Veröffentlicht am: 16.12.2012

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit