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Deutscher Outdoormarkt wächst 2012 weiter

Jacke: wetterfest. Hose: regendicht. Schuhe: atmungsaktiv. Was wären die Deutschen ohne ihre geliebte Outdoorausrüstung? Nicht nur an Steilwänden und Felsklippen, sondern auch bei Shoppingtouren durch den Großstadtdschungel im Einsatz, liegen Outdoorprodukte weiterhin voll im Trend.

Wie die repräsentativen Marktkennzahlen aus dem media control Sport-Handelspanel zeigen, stieg der Outdoorumsatz in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um knapp fünf Prozent. Besonders Hartwaren (plus acht Prozent) und Textilien (plus sechs Prozent) setzten deutlich mehr ab als im Vergleichszeitraum 2011. Bei den Outdoorschuhen fiel das Wachstum mit zwei Prozent etwas geringer aus.

Grundlage der Auswertung sind Point-of-Sale-Daten von ca. 600 Sportfachgeschäften sowie Kauf- und Warenhäusern in ganz Deutschland. Untersucht wurden die Bereiche Bergsport/Wandern und Schlafsäcke/Zelte in den Monaten Januar bis Oktober 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dazu media control Geschäftsführerin Ulrike Altig: „Viele prognostizierten für 2012 eine weitgehende Stagnation, aber der deutsche Outdoormarkt wies auch in diesem Jahr wieder steigende Umsätze auf. Diese fielen zwar geringer als vor einigen Jahren aus, bestätigen aber die ungebrochene Begeisterung für Outdoor als Freizeit-, Marken- und Lifestyleprodukt.“

Insgesamt machte Outdoor 2012 rund 22 Prozent des Gesamtumsatzes im Sportartikelmarkt aus. Top-Hersteller war Jack Wolfskin, gefolgt von Schöffel, Mammut, Lowa und The North Face. Mit einem Löwenanteil von 64 Prozent erwirtschafteten Textilien den größten Umsatz; Schuhe kamen auf 27 Prozent, Hartwaren auf neun Prozent Marktanteil.

Über die Hälfte des Textilumsatzes ging auf Outdoorjacken zurück, deren Plus mit vier Prozent allerdings leicht unterdurchschnittlich ausfiel. Herrenjacken verkauften sich besser als Frauen- und Kinderartikel. Besonders gut liefen Berghosen, die zwischen Januar und Oktober 2012 ein Plus von neun Prozent verzeichneten. Beliebtester Hersteller dieser Hauptwarengruppe war Schöffel. Auch Berghemden legten wertmäßig um gute acht Prozent zu – hier hat Jack Wolfskin die Nase vorn.

Stylisch, praktisch, multifunktionell: Rucksäcke sind die Hauptumsatzträger bei den Outdoor-Hartwaren. Innerhalb der Kategorie wurde fast jeder zweite Euro mit Rucksäcken erzielt; Schlafsäcke erreichten 15 Prozent, Stöcke rund 13 Prozent Marktanteil. Der Blick auf die Verkäufe von Campingartikeln zeigt wenig Veränderung: Während der Umsatz mit Schlafsäcken leicht um ein Prozent anstieg, ging er bei Zelten um den gleichen Prozentwert zurück. Bei den Schuhen waren Trekkingstiefel, Multifunktions-Schuhe und Multifunktions-Halbschuhe für fast drei Viertel des Umsatzes verantwortlich.

 


Veröffentlicht am: 21.12.2012

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